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29.06.2018

Mit den Öffentlichen ganz vorn

Shortlist für den DAM Preis 2019


Gibt es Zentralisierungstendenzen in der deutschen Architektur? Man könnte bei der Durchsicht der kürzlich vorgestellten Shortlist für den Preis des Deutschen Architekturmuseums (DAM) in Frankfurt glatt auf die Idee kommen. Sieben Projekte aus Berlin und Potsdam sind nominiert, und noch mehr der ausgewählten Büros haben ihren Sitz in der Hauptstadt – abgeschlagen gefolgt von Stuttgart, München und Düsseldorf. Eine gewisse Konzentration lässt sich außerdem auch bei den übrigen Projekten feststellen, von denen sich fast alle in größeren Ballungsgebieten befinden. Gute Kleinstadtprojekte wie die Salzlagerhalle in Geislingen oder die Stadtbibliothek in Rottenburg sind da die Ausnahme.

Am Preisverfahren selbst liegt diese Fokussierung übrigens nicht, denn hier bewerben sich nicht jene Büros mit der besten Pressearbeit, sondern werden die Projekte unter anderem von verschiedenen Landesarchitektenkammern nominiert. Aus der resultierenden Longlist mit über 100 Beiträgen wählte schließlich eine Jury unter Vorsitz von Rainer Hofmann (bogevischs buero, Gewinner des DAM Preis 2018) die vorliegenden 22 Projekte aus. Zu denen gehören auch einige Bauten deutscher Architekten im Ausland, die außer Konkurrenz präsentiert werden.

In jedem Fall gewährleistet ist aber eine große typologische Bandbreite. Die reicht von generalsanierten Kulturbauten und urbanen Wohnprojekten über Besucherzentren, Bibliotheken und Museen bis hin zu Schulen und Unigebäuden. Leider stammt jedoch keines der Vorhaben von einem einzelnen privaten Bauherrn, es überwiegen Organisationen und Institutionen. Das mag vielleicht angesichts der zahlreichen Preise für Einfamilienhäuser verschmerzbar sein, es wäre aber mit Blick auf eine breitere Verankerung des Themas Baukultur zumindest wünschenswert. (sb)

Die Projekte der Shortlist sind:

Titel:
Integratives Bauprojekt am ehemaligen Blumengroßmarkt (IBeB)
Architekten:
ARGE ifau | HEIDE & VON BECKERATH



Alle Projekte der Longlist sind übrigens unter www.dam-preis.de online einsehbar. Die Bekanntgabe des Preisträgers findet am 25. Januar 2019 im DAM in Frankfurt statt. Dann wird dort auch die Ausstellung zum Preis zu sehen sein.


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Sanierung von Ludwig Leos Umlauftank in Berlin von adb Ewerien und Obermann, Foto: Marcus Ebener

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Handballarena in Aix-en-Provence von Auer Weber mit Christophe Gulizzi, Foto: Aldo Amoretti

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Langes Haus Karpfsee der Stiftung Nantesbuch, Bad Heilbrunn von Florian Nagler Architekten, Foto: Pk. Odessa Co

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Integratives Bauprojekt am ehemaligen Blumengroßmarkt (IBeB) in Berlin, ARGE ifau / Heide + von Beckerath, Foto: Andrew Alberts

Integratives Bauprojekt am ehemaligen Blumengroßmarkt (IBeB) in Berlin, ARGE ifau / Heide + von Beckerath, Foto: Andrew Alberts

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