Von scheunenklein bis fabrikgroß
Shortlist DAM Preis 2027 bekanntgegeben
Gestern hat das Deutsche Architekturmuseum (DAM) die Shortlist zum DAM Preis 2027 bekannt gegeben. Die Institution in Frankfurt am Main zeichnet mit dem Preis jährlich herausragende Bauwerke in Deutschland aus. Aus 107 nominierten Fertigstellungen der letzten zwei Jahre wählte eine Expert*innenjury unter Vorsitz von Elisabeth Merk 23 Projekte auf die Shortlist. Außer Konkurrenz kommt ein Gebäude eines deutschen Büros im Ausland hinzu. Das DAM verleiht den Preis seit 2007 – bereits zum elften Mal mit dem Unternehmen JUNG als Kooperationspartner.
Wie bereits bei der Shortlist 2026 bestimmt das Weiterbauen die Auswahl. Nachverdichtung, Umbau, Sanierung und Umnutzung finden sich in unterschiedlichen Typologien. Insbesondere im Wohnungsbau reagieren zahlreiche Projekte auf bestehende Strukturen, ergänzen sie oder entwickeln sie mit neuen Grundrissen und Nutzungen weiter. Darüber hinaus bildet der Bestand den Ausgangspunkt vieler Projekte auf der Liste – ob Kino, Schulergänzung oder Museums-Ausweichstätte. Die Neubauten im Rennen spannen einen breiten Bogen vom Gemeindesporthaus über ein Museum und einen Wohnkomplex bis hin zum Flughafenterminal. Insgesamt reichen die Maßstäbe von scheunenklein bis fabrikgroß, so die DAM-Pressemitteilung.
Die Shortlist zum DAM Preis 2027:
- AADA, AFEA, ammi, patrick holzer, undjurekbrüggen (alle Berlin): Verwalterinnenhaus, Komturei Werben (Elbe)
- Aretz Dürr Architektur (Köln): Haus H // 42, Aachen
- ARGE Sonneninsel Müller Reimann | Realace (alle Berlin): Shed Campus, Berlin
- Björn Schmidt Architektur (Frankfurt am Main) & Raumlabor (Berlin): Schirn X Dondorf Druckerei, Frankfurt am Main
- Buero Kofink Schels Architekten (München): Haus ohne Zement, Hinterschmiding
- Dickmann Richter Architekten (Berlin): Sanierung Kino International, Berlin
- Drescher Michalski Architekten (Karlsruhe): Nordgrün, Karlsruhe
- FAKT – Office for Architecture (Berlin): Gemeindesporthaus Ketzin
- FAR frohn&rojas (Berlin): Wohnungsbau Lion-Feuchtwanger-Straße, Berlin
- gernot schulz : architektur (Köln) für ein Multiautorenteam: Neubau Jenaplanschule, Weimar
- heneghan peng architects (Dublin/Berlin) mit Studio Qwertz (Berlin): Salinemuseum Halle (Saale)
- Ideenschmiede (Niehl): Föhringsmühle – Umbau einer Scheune, Dudeldorf
- Klöpfel Zeimer Architekten (Berlin): Umbau Siedlerhaus Battin, Battin-Brüssow
- Konermann Siegmund Architekten (Hamburg/Lübeck): Kolk 17 Figurentheater und Museum, Lübeck
- Mäckler Architekten (Frankfurt am Main): Terminal 3 Flughafen Frankfurt
- Maximilian Hartinger Architekt (München/Berlin): Haus mit gehobenem Dach, Tiefenbach
- nbundm* Architekten und Stadtplaner (München/Ingolstadt): Haus fast ohne Heizung, Ingolstadt
- New Architekten (Köln): Klimapavillon / Jahreszeitenhaus, Schwerte
- ppp architekten + stadtplaner (Lübeck): Revitalisierung Wohnhochhaus Sterntaler Weg, Lübeck
- Praeger Richter Architekten (Berlin): Vier Wohnhäuser in Friedrichshain, Berlin
- Richter Musikowski Architekten (Berlin): Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost
- Stefan Forster (Frankfurt am Main): Platensiedlung, Frankfurt am Main
- wulf architekten (Stuttgart, Berlin, Basel): Museum Historische Oberamteistraße, Reutlingen
- CURA Architekten (München/Basel): Schulzentrum Davos Platz, Davos
Wer den Preis erhält, wird am Freitag, 29. Januar 2027 im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main bekannt gegeben. Dann eröffnet auch die Ausstellung mit den 23 Shortlist-Projekten. Der DAM Preis 2026 ging an Peter Grundmann Architektur für die Erweiterung des ZK/U Berlin. (kms)
dam-preis.de
Am kommenden Freitag, 14. August 2026, um 19 Uhr eröffnet im DAM die neue Dauerausstellung „Geschichten über das Bauen“.