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Angereck
| Ort des Wettbewerbs | Erfurt |
| Wettbewerbstyp | Realisierungswettbewerb |
Preise
| 1. Preis |
|
| 2. Preis |
ARP Architektenpartnerschaft, Stuttgart |
| 2. Preis |
Architekten RKW, Düsseldorf |
| 3. Preis |
Weis + Volkmann, Leipzig |
Kommentar
Angereck, ErfurtWas für Berlin der Ku1damm, ist für Erfurt der Anger – nicht ganz, der Anger ist die Hauptfußgängerzone der Stadt. Bevor er auf einen der bedeutendsten Plätze der Innenstadt an der Kaufmannskirche mündet, erweitert er sich im Schnittbereich Bahnhofsstraße/Schlösserstraße zu einem kleinen Platz. Die ursprüngliche Bebauung an dieser Stelle wurde im Krieg zerstört, an der südwestlichen Seite in den 70er Jahren ein Gebäuderiegel errichtet. Den will die Unmüssig + Lang GmbH, Leipzig, jetzt abreißen und durch einen Neubau für Einzelhandel, Büros und Wohnungen ersetzen. In der Ausschreibung eines Einladungswettbewerbs wurde gefordert, auf das denkmalgeschützte Umfeld Rücksicht zu nehmen und den Platz, der – obschon nicht historisch – von den Erfurtern angenommen wurde, zu respektieren. Elf aufgeforderte Architekturbüros reichten ein. Die Jury (Vorsitz: Niels Gormsen, Leipzig), vergab einstimmig zwei 2. und einen 3. Preis.Die Architekten RKW, Düsseldorf (ein 2. Preis), definieren den Raum am Angereck durch ein fünfgeschossiges Gebäude neu. Gleichzeitig verweisen sie auf die Möglichkeit, durch einen Gebäuderiegel einen neuen Platz zu schaffen, der mit dem historischen Anger an zwei Stellen verbunden ist. Der Hauptzugang des neuen Angerecks liegt in einer Blickachse mit dem Jesuitenkolleg und der Lorenzkirche. Die Jury kritisierte, daß die „hervorragende städtebaulich-architektonische Lösung, das Angebot eines gut proportionierten Platzes für die Allgemeinheit S mit einem Defizit im Raumprogramm erkauft“ wird. Ein weiterer 2. Preis wurde der Arbeit von ARP, Stuttgart, zuerkannt. Sie schlagen eine Bebauung vor, die bis an die Grenze der möglichen Baumasse geht. Die Architektursprache ist zurückhaltend, das Erdgeschoß wirkt allerdings zu niedrig. „Trotz ihrer städtebaulichen Defizite stellt die Arbeit insgesamt vor allem wegen ihrer funktionalen Qualitäten einen gelungenen Beitrag zur Lösung der Aufgabe dar.“Der 3. Preis ging an Weis + Volkmann, Leipzig, deren Entwurf durch seine städtebauliche Qualität überzeugte. Zwei sechs- und viergeschossige, gestaffelte Baukörper bilden die Platzkante neu. Die Jury entdeckte aber funktionelle Mängel.Nach einer Überarbeitung wurde der Entwurf von RKW zur Ausführung empfohlen.wi
Angereck, ErfurtWas für Berlin der Ku1damm, ist für Erfurt der Anger – nicht ganz, der Anger ist die Hauptfußgängerzone der Stadt. Bevor er auf einen der bedeutendsten Plätze der Innenstadt an der Kaufmannskirche mündet, erweitert er sich im Schnittbereich Bahnhofsstraße/Schlösserstraße zu einem kleinen Platz. Die ursprüngliche Bebauung an dieser Stelle wurde im Krieg zerstört, an der südwestlichen Seite in den 70er Jahren ein Gebäuderiegel errichtet. Den will die Unmüssig + Lang GmbH, Leipzig, jetzt abreißen und durch einen Neubau für Einzelhandel, Büros und Wohnungen ersetzen. In der Ausschreibung eines Einladungswettbewerbs wurde gefordert, auf das denkmalgeschützte Umfeld Rücksicht zu nehmen und den Platz, der – obschon nicht historisch – von den Erfurtern angenommen wurde, zu respektieren. Elf aufgeforderte Architekturbüros reichten ein. Die Jury (Vorsitz: Niels Gormsen, Leipzig), vergab einstimmig zwei 2. und einen 3. Preis.Die Architekten RKW, Düsseldorf (ein 2. Preis), definieren den Raum am Angereck durch ein fünfgeschossiges Gebäude neu. Gleichzeitig verweisen sie auf die Möglichkeit, durch einen Gebäuderiegel einen neuen Platz zu schaffen, der mit dem historischen Anger an zwei Stellen verbunden ist. Der Hauptzugang des neuen Angerecks liegt in einer Blickachse mit dem Jesuitenkolleg und der Lorenzkirche. Die Jury kritisierte, daß die „hervorragende städtebaulich-architektonische Lösung, das Angebot eines gut proportionierten Platzes für die Allgemeinheit S mit einem Defizit im Raumprogramm erkauft“ wird. Ein weiterer 2. Preis wurde der Arbeit von ARP, Stuttgart, zuerkannt. Sie schlagen eine Bebauung vor, die bis an die Grenze der möglichen Baumasse geht. Die Architektursprache ist zurückhaltend, das Erdgeschoß wirkt allerdings zu niedrig. „Trotz ihrer städtebaulichen Defizite stellt die Arbeit insgesamt vor allem wegen ihrer funktionalen Qualitäten einen gelungenen Beitrag zur Lösung der Aufgabe dar.“Der 3. Preis ging an Weis + Volkmann, Leipzig, deren Entwurf durch seine städtebauliche Qualität überzeugte. Zwei sechs- und viergeschossige, gestaffelte Baukörper bilden die Platzkante neu. Die Jury entdeckte aber funktionelle Mängel.Nach einer Überarbeitung wurde der Entwurf von RKW zur Ausführung empfohlen.wi






