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29.01.2018

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Galopp in Holz

Showpalast von GRAFT in München fertiggestellt


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Ein kurzer Rückblick: 2013 gewannen GRAFT (Berlin) den ersten Preis in einem nichtoffenen Einladungswettbewerb für einen Pferde-Erlebnispark in München, ausgeschrieben von der Apassionata Entertainment GmbH. Der Veranstalter der europaweit tourenden Pferdeunterhaltungsshow „Apassionata“ wollte sich im Stadtteil Fröttmaning dauerhaft niederlassen und auf einem fünf Hektar großen Gelände einen Themenpark schaffen, der Mensch und Tier zusammenbringt. Zwei Jahre später illustrierten die Renderings das Vorhaben im Detail, und im Frühling 2016 wurde mit dem ersten Bauabschnitt begonnen: eine Reithalle, ein Stall für 60 Pferde und der Showpalast, das Zentrum des künftigen Parks. Nach einjähriger Bauzeit tanzen in dem rund 20 Millionen teuren Gebäude seit November 2017 die Pferde in der Arena.

Mit einer 40 Meter breiten Bühne und steil ansteigenden Sitzreihen garantiert das neue Theater für bis zu 1.700 Besucher Plätze mit hervorragendem Blick und nah am Geschehen, das Reitkunst, Akrobatik, Tanz und Musik umfasst. Die Showfläche wurde so gestaltet, dass sie aus verschiedenen Richtungen betreten werden kann. Hier bringt das Ensemble „eine abenteuerliche Reise in das magische Land Equila, in dem Menschen und Pferde in harmonischer Gemeinschaft leben“ zur Aufführung. Mithilfe von interaktiver Soundtechnik und modernsten Licht- und Spezialeffekten verschmelzen Realität und virtuelle Showeffekte dabei zu einem bildgewaltigen, „flexiblen Totaltheater“.

Ähnlich spektakulär gibt sich die Fassade des Unterhaltungspalastes: Eine markante Verkleidung aus Lärchenholzlamellen galoppiert über die Front des großflächig verglasten Baukörpers wie eine Horde wildgewordener Mustangs. Eine dahinterliegende Lichtinstallation lässt sie bei Dunkelheit in stets wechselnden Regenbogenfarben erstrahlen. Auch das Foyer, in dem sich die Lamellen an der Decke wellenartig fortsetzen, leuchtet in verschiedenen Farbtönen, von pink über türkis bis weiß. Für die Planung der Illumination zeichnen die Berliner Kardorff Ingenieure Lichtplanung verantwortlich.

Der Baustoff Holz wird auch für die weiteren Bauten, die rund um den Showpalast entstehen sollen, verwendet werden, nicht zuletzt, um ein einheitliches Gesamtbild zu erzeugen. Das natürliche und vertraute Material soll außerdem „die Lesbarkeit der avantgardistischen Formensprache unterstützen und sie nahbar machen“, so Graft zu ihrer Materialwahl. Insgesamt zwölf Pavillons soll die Anlage umfassen, neben den bereits errichteten Gebäuden wird es bald ein Pferdepflegecenter, ein Museum, einen Hufschmied, eine Krankenstation, ein Science Center, ein 360° Kino und ein Fohlenhaus geben. (da)

Fotos: Stefan Müller-Naumann


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Kommentare

3

gentlegiant | 29.01.2018 18:23 Uhr

Farben

Das Gebäude kann man in verschiedenen Farben erstrahlen lassen?
Danke für die vielen Fotos, hätte ich sonst nicht geglaubt...

2

und noch ein architekt | 29.01.2018 17:17 Uhr

Graft-Show

.. wenn schon, denn schon .. Auch wenn das ganze weder was mit Mies "Less is more", noch was mit "form follows function" zu tun hat -- ich find's Klasse, und es ist eine wunderbare Zirkus-Architektur -- einziger Einwand: Ein Zirkuszelt wäre deutlich billiger und würde den gleichen Zweck erfüllen ...

1

auch ein | 29.01.2018 15:42 Uhr

architekt

auweia...."tanzendes holz"....

wer hat sich DAS denn ausgedacht?

an der vorderseite ist bischen verkleidung und licht, den rest zeigt man lieber nicht.

schwache umsetzung eines komplett anderen entwurfes. die frage ist ob die ursprungsidee besser geworden wäre....

 
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