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09.10.2018

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Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin

Herzog & de Meuron präsentieren ihre Vorentwurfsplanung


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Von Gregor Harbusch

Fast ein Jahr ist vergangen, seit Jacques Herzog und Pierre de Meuron in der Akademie der Künste am Hanseatenweg ihr umstrittenes Projekt für das Museum des 20. Jahrhunderts am Kulturforum mit der interessierten Öffentlichkeit diskutierten. Damals lernten die Zuhörer nicht nur, dass Herzog es „nicht schlimm“ finde, dass der ausladende Baukörper mit seinem flach geneigten Satteldach viele an einen Discounter auf der grünen Wiese erinnere. Sondern erstaunlicherweise auch, dass seit dem Wettbewerbsgewinn im Oktober 2016 nicht allzu viel gearbeitet worden war. Primär den städtebaulichen Bezug zur St.-Matthäus-Kirche hatte man seit der Entscheidung des Preisgerichts verändert: Das Museum soll maximal 14 Meter an die Kirche heranrücken, außerdem werde es sich mit seiner Traufe an der des fragilen Sakralbaus orientieren.

Die Spannung war also groß, als die Stiftung Preußischer Kulturbesitz heute Mittag zur Pressekonferenz bat, um die nun abgeschlossene Vorentwurfsplanung zu präsentieren. Wieder waren beide Architekten aus Basel angereist, was einmal mehr beweist, welche Relevanz das Berliner Projekt und dessen öffentliche Vermittlung im Büro hat. Substantielle Eingriffe in die städtebauliche Setzung oder Kubatur des Museums durfte man natürlich nicht erwarten. Doch mit dem heute veröffentlichten Planungsstand wurden endlich die Ideen der Architekten und Bauherren deutlich, wie die „Scheune“ mit dem herausfordernden stadträumlichen Kontext interagieren soll.

Knotenpunkt in schwierigem Gebiet

Das neue Haus solle ein „wahrer Knotenpunkt“ am Kulturforum werden, betonte Hermann Parzinger, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Dass dieser Anspruch keine Plattitüde ist, machte ein Blick auf den Entwurf schnell klar. Denn was im Wettbewerb ein mysteriös strahlender und seltsam hermetisch wirkender, architektonischer Archetyp mit All-Over-Backsteinhülle war, zeigt sich ab heute als ein Haus, das auf vielfältige und fast schon manierierte Weise den Austausch mit Straße, Platz und Stadt sucht. An allen Seiten gibt es nun unterschiedlich artikulierte Formen von Öffnungen sowie riesige „Hangar-Tore“.

Die größte Überraschung ist dabei sicherlich die demonstrative Öffnung des Museums nach Norden, also in Richtung von Hans Scharouns Kammermusiksaal. Hier planen die Architekten unter einem weit ausladenden Giebel einen – laut Herzog – „nach außen gestülpten Innenraum“. Vielfältige Funktionen wie „Shop, Café, Mediensaal, Ausstellung und Eingang“ sind unter diesem Giebelfeld vereint und sollen für Aktivitäten auch jenseits der Kernöffnungszeiten sorgen. Ganz wichtig sei die breite Freitreppe zum Multifunktionsaal, die zu einer „Bühne zum Scharounplatz“ werden soll, so Herzog. Über all dem thront der geschlossene Sichtbetonlock eines Ausstellungssaals im Obergeschoss. Man kann nur hoffen, dass die Nordausrichtung der erhofften Nutzungsdichte nicht allzu sehr schadet.

Hangar-Tore überall

Verschiedene Formen der Öffnung zum Stadtraum bestimmen auch die anderen Seiten des Gebäudes. An der Ostfassade zur vielbefahrenen Potsdamer Straße sind zwei riesige, haushohe „Hangar-Tore“ geplant, die als Medienscreens bespielbar sein sollen – sofern dieses aufwendige Element tatsächlich finanzierbar ist, möchte man hier hoffnungsvoll anfügen. Korrespondierend dazu gibt es an der Westfassade ein vertikal zu öffnendes Tor. An der Südfassade, in Richtung von Mies’ Neuer Nationalgalerie, setzen die Architekten auf eine nicht uninteressante Symmetrie. Die beiden nicht ganz so hohen Tore an dieser Seite des Museums dienen in erster Linie der Anlieferung, wobei das rechte direkt in einen Saal für Wechselausstellungen führt.

Udo Kittelmann
, der als Direktor der Nationalgalerie für die Nutzer des Museums sprach, betonte, dass durch die Möglichkeit der direkten Öffnung des Saals zur Straße völlig neue Nutzungsszenarien und Formen der Bespielung denkbar werden. Spektakulär darf man sich auch die schräge, nach innen gekippte Wandfläche zwischen den beiden Toren vorstellen. Hier denken die Architekten an eine blank polierte Metallplatte, die Licht in das Untergeschoss leitet und in der sich das Geschehen auf der Straße spiegelt.

Material- und Raumfragen

Auch zur Fassade machten die Architekten genauere Angaben. Geplant ist eine Hülle aus erdfarben geschlämmten Backsteinen, die als bewegt-plastische Form ausgebildet und an den notwendigen Stellen quadratische Fensteröffnungen erhalten wird. Herzog betonte seine „Liebe am Paradox in der Architektur“, als er auf den leicht irritierenden Kontrast von archaisch-robuster Außenhülle und riesigen, technisch anmutenden Schiebetüren hinwies.

Auf geschlämmten Backstein möchten die Architekten auch im Inneren setzen. Die Böden sollen weitgehend in Holz gehalten sein, um beispielsweise die breiten Trepen in den „Boulevards“ als Aufenthaltsorte und Sitzgelegenheiten zu aktivieren. Das Haus verfolge ein „Einraumkonzept“, unterstrich Herzog beim Zeigen der Innenraumvisualisierungen. Unter dem perforierten Dach erstrecken sich Wege, Plätze, Treppen, Räume und Säle – ein „komplexes Raumgefüge jenseits der Aufteilung in Erd- und Untergeschoss“. Hinab geht es aber auf jeden Fall, denn gerade im Untergeschoss wird ein Großteil der Ausstellungssäle sein. Von hier wird auch der Anschluss an die Neue Nationalgalerie erfolgen, der nicht als schnöder Tunnel, sondern als echter Übergang gestaltet werden soll, in dem sich auch inhaltliche Bezüge zwischen der Kunst in den beiden Häusern artikulieren.

Und nun?

Kosten und Termine wurden ganz bewusst nicht genannt. Man wolle sich nicht angreifbar machen, betonte Kulturstaatsministerin Monika Grütters, und seriöse Zahlen erst vorlegen sobald Leistungsphase 3 im Sommer 2019 abgeschlossen ist. Doch bereits ihr Hinweis auf die „enormen Preissteigerungen“ im Baugewerbe und das zusätzliche Untergeschoss, das aufgrund der verringerten Fußfläche des Museums notwendig wurde, machen klar, dass es mit den einstmals genannten 200 Millionen Euro bei Weitem nicht getan sein dürfte.

Wenig wurde außerdem über eine potenzielle Freiraumplanung gesprochen, die das ganze Kulturforum zu einer Einheit zusammenbinden könnte. Es scheint, dass allein das Museum mit seinen vier hochgradig individuellen Fassaden die stadträumlichen Defizite zu reparieren hat. Parzingers vorsichtig formulierter Wunsch am Ende der Veranstaltung, den Matthäikirchplatz in seiner historischen Form zu rekonstruieren, wirkte da irgendwie hilflos und geradezu skurril angesichts all der Modernität und Zukunftsorientierung, die zuvor unterstrichen worden war.

Wer sich das Ganze gerne selbst nochmals genauer ansehen und anhören möchte, der kann das heute Abend um 19 Uhr tun: Dann stellt Jacques Herzog die aktuellen Pläne öffentlich vor. Anschließend diskutieren die Architekten mit dem Direktor der Nationalgalerie Udo Kittelmann, dem Leiter der Neuen Nationalgalerie Joachim Jäger und der Architektin Hilde Léon, die Mitglied des Beratergremiums zum Neubau ist. Die Veranstaltung findet in der St.-Matthäus-Kirche am Matthäikirchplatz in 10785 Berlin statt.


Zum Thema:

Der Wettbewerb für das Museum des 20. Jahrhunderts wurde in einem Buch dokumentiert, das die Stiftung Preußischer Kulturbesitz herausgegeben hat und das im April im Kerber Verlag erschienen ist. Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der Webseite www.nationalgalerie20.de.


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Kommentare

20

Christian | 19.10.2018 16:28 Uhr

@peter

"... auf bild 4 sieht man alles was man wissen muss:
links genialität, rechts einen supermarkt."

links sieht man einen Verwaltungsbau für Bacardi, der in Berlin zur Kunsthalle wurde. Recht sieht man ...

19

tegel911 | 19.10.2018 15:41 Uhr

wieder mal Berlin.

Nach einem derart diskriminierenden und unwürdigen Wettbewerbsverfahren, empfinde ich jegliche Anteilnahme an der Entwicklung des Projektes als blanke Verhöhnung.
Ein Paradebeispiel demokratischer Architektur.

18

Thomas Seylre | 13.10.2018 08:34 Uhr

Konzept

Form und Material, sowie städtebaulich gebundene Anordnung von Kirche, strukturierte Haube von Scharouns Goldhelmen, Innenruhe von Kirche, Rummel raus, dadurch kompakteres Gebäude, Menschentüren.

17

a.t.m | 12.10.2018 16:30 Uhr

Symbol und Wahrnehmung

Sind wir schon auf halbem Weg in die "Neopostmoderne" ?

Wenn man tradierte Formen von ihrer gewachsenen und besetzten Symbolik befreien könnte, hätte man es als Architekt sicher des öfteren leichter.
Leider funktioniert die individuelle Wahrnehmung tatsächlich blitzschnell, intuitiv, emotional und meistens vergleichend - und gelegentlich auch kollektiv (denn so verschieden sind wir Menschen nicht...)

Die Umdeutung architektonischer Formen bewusst oder dialektisch als Konzept zu betreiben macht HdM sicher große Freude - oder es kümmert sie schlichtweg nicht...

Da es jedoch immer um den Anlass der architektonischen Form für die konkrete Aufgabe gehen sollte, welcher mit diesem städtebaulichen und räumlichen Konzept schon sehr plausibel erscheint, so könnte diese Umdeutung hier durchaus gelingen und wäre ein Gewinn für kontextuelles und weniger oberflächliches Denken.

Da eine neue "Symbolik-Debatte" in der Architektur und der Gesellschaft aber durchaus angebracht scheint, und gutes Marketing gerne Schlagwörter braucht: "Kunstmarkthalle" würde doch auch passen, oder?

16

peter | 12.10.2018 16:02 Uhr

...

auf bild 4 sieht man alles was man wissen muss:
links genialität, rechts einen supermarkt.

schönes wochenende.

15

T.C. | 12.10.2018 14:22 Uhr

Bricolage

Die Südfassade ist wohl nicht ernst gemeint?
Ein Gebäude, das nach hinten mit einer seltsam schräggestellten Wand zwischen zwei Anlieferungstoren auf die Neue Nationalgalerie reagiert, kann keine städtebauliche Meisterleistung sein.
Interessanter Weise wurde die Außenperspektive hier abgeschnitten. Das lässt vermuten, dass auch der Entwurfsverfasser sich dessen bewusst ist.
Und die andere Seite?
Die Kleinarchitekturen, die unter dem Dachüberstand zusammen gefasst sind, wirken merkwürdig ländlich. Die Außenterrasse und die Höhe der Eingangstüren erinnern mich mehr an den Eingang eines Schwimmbades am Tegernsee, als an ein städtisches Museum, inkl. daziwschen gequetschter Betonkiste (was da wohl drin sein soll?)
Ansonsten kennt man sowas von Ronchamp, bloß, dass hier keiner aus der Betonkiste predigt.
Innen bin ich gespannt, wie die Decken im Museum funktionieren werden, da scheint es keinen Raum für TGA, Kunstlicht oder Tragwerk zu geben.

14

Thomas Seyler | 12.10.2018 09:08 Uhr

Konzept zum Enturf, Superbild

Noch kürzer:
Die gepoppte Kirche ist als Ge3enpol zur umgebenden Moderne selbst Kunstobjekt.
Innen nur Ruhe und Konzentration auf die Sache (die Kunst) eben wie auch in der Kirche nebenan.
Die Künstler würden sich das wünschen.

13

Thomas Seyler | 12.10.2018 07:33 Uhr

Konzept zum Entwurf

Bei absolut Neuem, Erfühltem folgt das Konzept dem Entwurf. Die gemeinsame Suche danach, von Aldi bis Bierzelt, wurde ja lange und mit Eifer von uns modernen Liliputanern betrieben. Auch der Entwerfer kann hier zuerst nur ein: hier stehe ich und kann nicht anders stammeln. Auch die Kreuzigung ist hier vollkommen normal. Wer sagt, das die Erweiterung des Horizonts immer Laune macht, nicht Zeit braucht ?

12

Thomas Seyler | 12.10.2018 07:14 Uhr

Konzept zum Entwurf

Ich war ja auch ein Killer.
Aber diese Raumextase hier an diesem Ort der absoluten Moderne schreit förmlich in Umkehrung, nach der Dialektik, der Gegenüberstellung der gebundenen Ordnung. Ich finde das genial und den üblichen Rahmen sprengend. Es nimmt die Moderne selbst zum Thema.
Außerdem ist für Funktionalisten eine Blackbox ein Museum schlechthin. Auch innen stört mich diese Bahnhofshallenoffenheit. Ich würde eine ruhige geschlossene Ordnung, vielleicht wie ein Magazin, viel besser finden.
Deshalb keine Modernisierung der Box, Menschentüren und kein Großmaul.

hier nochmal ein Versuch in einem Satz:

Ein in Form und Material hochgezoomtes Matthäikirchdummi, in gebundener Ordnung der offenen der ikonischen Moderne in Umkehr gegenübergestellt, ist als Blackbox mit Menschentüren für ein Museum funktional vollkommen angemessen und in seiner Dialektik des Davor, Danach, dem Thema der Moderne, absolut genial.
Deshalb modernisiert es nicht. Kein Großmaul.

11

Sarkastiker | 11.10.2018 11:03 Uhr

Oh jee...

Sorry, aber ich kann es immer noch nicht verstehen.
Dieses triviale, aufgeblasene "Förmchen" läßt sich städtebaulich einfach nicht rechtfertigen.
Die Kirche zum Anlass einer banalen Großform werden zu lassen, um alte Stadtraumfluchten dann auch nur ansatzweise zu rekonstruieren, wird dem Ort, und dem was er durch Nachkriegszeit, Philharmonie und Nationalgalerie (etc.) geworden ist doch in keinsterweise gerecht.
Nicht überall hilft der Reperaturgedanke und der Blick auf die Historie des Ortes!
Die Kirche muss hier leider als Alibi für architektonische Mutlosigkeit herhalten.
Ich kann mir nicht helfen, aber stadträumlich besonders eingebunden wirkt die Kirche auf den Visualisierungen und dem Luftbild eben gerade nicht!
Da steht ein großer, fladenartiger Solitär neben einer dann schnucklig und immer noch als "Kriegsweise" wirkenden Kirche.
Vielleicht liegt's ja nur an der Freianlagengestaltung?

Ein toller "Kunst-Lidl" wird es natürlich trotzdem!
Hätte man diese Metapher für die "Kunst-Konsum-Gesellschaft" bemüht, das wäre mal progressiv (und ehrlich) gewesen!

Ahh, jetzt hab' ich's kapiert... heimliche Gesellschaftskritik, die man im Wettbewerb natürlich nicht laut äußern darf...genial!
Jetzt freu ich mich drauf!

10

Thomas Seyler | 11.10.2018 07:03 Uhr

M20

Hier das Konzept zum Entwurf:
Guter Städtebau vereint die Situation zu einem neuen Ganzen so, dass das Hinzugefügte zuerst dagewesen scheint.
Hier HDMs in Form und Material hochgezoomtes Matthäikirchenschiff als Endpunkt einer Achse in städtebaulich gebundener Form, beginnend mit der Gemäldegalerie weiter westlich.
Die Schwäche des gegenüber der ikonischen Moderne unterdimensionierten Kirchleins wird hierdurch ausgeglichen und zur Stärke gemacht. Genial.
Die ewig gestrigen vom Stadtschloss und die ewig morgigen vom Kulturforum werden hier in Umkehr umfasst zu einem Ganzen.
In diesem Sinne: Bitte gebt dem Neubau Menschentüren wie die Matthäikirche und kein Großmaul. Modernisiert ihn nicht.
PS. ich bin eigentlich auch ein ewig morgiger.

9

Pulver6 | 10.10.2018 23:57 Uhr

Piazetta


HdM sollten in ähnlicher Weise noch die Piazetta „überdachen“ und somit einen repräsentativen Eingang zur Gemäldegalerie und dem Kupferstichkabinett schaffen. Außerdem wäre dann noch Platz für wettergeschützte Open-Air-events, weitere Gastronomie und Geschäfte, z.B. Buchläden. Damit könnten dann endlich ausreichend Angebote für eine dauerhafte Belebung vorhanden sein.

8

Peer Stoos | 10.10.2018 20:15 Uhr

Super

Durch die Weiterentwicklung wurde aus einem ursprünglich etwas schematischen Entwurf ein fantastisches und spektakuläres, aber gleichzeitig subtiles Projekt. Toll, diese entwicklung zu sehen! Ich hoffe, dass die Fassadentextur genauso wird, wie das auf den Bildern zu sehen ist!!

7

Berliner | 10.10.2018 09:44 Uhr

Schön

...aber nach wie vor städtebaulich verfehlt....

6

Der Architekt | 10.10.2018 08:04 Uhr

Gratulation

Es handelt sich um eine geniale Weiterentwicklung des Entwurfs ohne die Grundprinzipien aufzugeben. Es wäre schön, wenn auf dem grossen Dach noch etwas passiert. Ebenfalls gelungen, die Integration eines Koolhaas'schen Aktivators, eine Bühne zur Stadt und zur Philharmonie (siehe OMA Wettbewerbsbeitrag), die grosse Freitreppe. Richtung Mies ein Tiefhof - auf die Spiegelung der Nationalgalerie in polierten Stahl freue ich mich schon. Berlin braucht endlich Weltklasse Architektur, bei allen lobenswerten Bemühungen der Kollegen, bislang sind viele ebenfalls kostspielige aber gestalterisch nicht befriedigende Ergebnisse zu besichtigen.

5

Toni Tek | 09.10.2018 23:41 Uhr

Wie oft muss man jetzt um die Ecke denken?

Bierzelt bleibt Bierzelt

4

Haussmann | 09.10.2018 22:31 Uhr

Kopfschütteln

Beinhaltet die "Vorentwurfsplanung" nicht eigentlich genau jene ersten Antworten auf u.a. funktionale, rechtliche, technische, energetische, und nicht zuletzt wirtschaftliche Fragen, die von diesen opulenten Bildern immer wieder (bewusst) umgangen werden? Es ist schlichtweg bigott, die große Mehrzahl der Architekt*innen im öffentlichen Bereich mit teilweise absurden formalen Anforderungen zu knebeln und oberhalb von +/- 100 Mio. EUR den lautesten Scharlatanen unbegrenzte Freifahrtscheine auszustellen. Warum spricht niemand über diese "Spaltung" der Gesellschaft? Ganz offensichtlich waren die Kosten hier gegenüber der vermeintlichen Baukunst nie eine ernsthafte Anforderung an die Planer und die Öffentlichkeit wurde damit vorsätzlich getäuscht. Aber wehe dem, der 10 Tsd. EUR zuviel in einen Kindergarten oder eine Grundschule investiert!

3

.,- | 09.10.2018 17:42 Uhr

Museum der Moderne wird deutlich teurer als geplant

upps,

wer hätte das gedacht bei der Elbphilharmonie.
Vielleicht so um das elffache?
Also bei 200 Mio, dann ... bald wieder arm und sexy!


2

fabrik3 | 09.10.2018 17:32 Uhr

Anwesenheit

Na wenn das schon eine Meldung wert ist, dass die Chefetage persönlich vorbeikommt.

Bei den neuen Bilder denke ich eher an eine Eissporthalle oder an eine Messehalle, große Tore für die LKWs.

In der SZ stand übrigens heute, dass der Kostenansatz schon etwa das doppelte des bisherigen Kostenansatzes (200Mio) betragen könnte.
Boshafterweise könnte man den Kostenverlauf der Elbphilharmonie auf die Scheune übertragenu nd schauen was am Ende dabei heraus kommt..



1

Architekturkritiker OL | 09.10.2018 17:24 Uhr

O zapft is´!

Also ich kann diesem steingewordenen Okoberfestzelt immer noch nichts abgewinnen.

In meinen Augen ist das keine zufriedenstellende innerstädtische Lösung, soll es aber vielleicht auch nicht.
Gut, dass sie lieber nichts zu den Kosten sagen. Das sieht und klingt nicht nur aufwändig, sondern sehr aufwändig aus...

 
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Fassade Nordeingang, Scharounplatz: Die großflächig verglaste Fassade zum Scharounplatz wirkt einladend und verbindet das Museum mit dem umgebenden Stadtraum, schreibt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Fassade Nordeingang, Scharounplatz: Die großflächig verglaste Fassade zum Scharounplatz wirkt einladend und verbindet das Museum mit dem umgebenden Stadtraum, schreibt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Fassade Westeingang, Matthäikirchplatz: Die Kirche wird durch den Museumsneubau räumlich wieder eingefasst und der Matthäikirchplatz in seiner historischen Form wahrnehmbar. (SPK)

Fassade Westeingang, Matthäikirchplatz: Die Kirche wird durch den Museumsneubau räumlich wieder eingefasst und der Matthäikirchplatz in seiner historischen Form wahrnehmbar. (SPK)

Fassade Osteingang, Potsdamer Straße: Tagsüber öffnen sich die großflächigen Tore an der Ostfassade. Sie erstrecken sich über die gesamte Fassadenhöhe und können genutzt werden, um Ausstellungen anzukündigen. (SPK)

Fassade Osteingang, Potsdamer Straße: Tagsüber öffnen sich die großflächigen Tore an der Ostfassade. Sie erstrecken sich über die gesamte Fassadenhöhe und können genutzt werden, um Ausstellungen anzukündigen. (SPK)

Südfassade, Sigismundstraße: Die beiden eingeschossigen Tore an der Südseite der Museums dienen der Anlieferung. Eine schräg gestellte Wand lässt zusätzliches Licht ins erste Untergeschoss. Ein Fensterschlitz erlaubt den Blick aus dem Obergeschoss auf die Neue Nationalgalerie. (SPK)

Südfassade, Sigismundstraße: Die beiden eingeschossigen Tore an der Südseite der Museums dienen der Anlieferung. Eine schräg gestellte Wand lässt zusätzliches Licht ins erste Untergeschoss. Ein Fensterschlitz erlaubt den Blick aus dem Obergeschoss auf die Neue Nationalgalerie. (SPK)

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