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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Harald_Deilmann_zum_80._Geburtstag_7567.html

30.08.2000

Beispielhaft für die Nachkriegsmoderne

Harald Deilmann zum 80. Geburtstag


Der Münsteraner Architekt Harald Deilmann feiert heute seinen 80. Geburtstag.
Bekannt wurde Deilmann (zusammen mit Rave, Ruhnau und v. Hausen) mit dem Neubau des Stadttheaters in Münster in den Jahren 1952-56, dem ersten Theaterneubau in der Bundesrepublik nach dem Krieg. Das Theater gilt wegen der ungewohnten Fassaden und Formen und des ränge- und klassenlosen Zuschauerraums in schlichter schwarzer Ausgestaltung als ausgesprochen innovativ. Sowohl mit diesem gesellschaftlichen Aspekt als auch durch das Miteinbeziehen einer Kriegsruine in den Neubau steht das Stadttheater beispielhaft für die moderne Nachkriegsarchitektur in Deutschland.
In den sechziger Jahren machte Deilmann durch sensibles Bauen im Kontext und die Neuinterpretation historischer Bauformen auf sich aufmerksam. Als Beispiele seien hier das Büro- und Geschäftshaus am Roggenmarkt in Münster erwähnt und das Clemens-Sels-Museum in Neuss, das mit den durchstoßenden Deckenkassetten Motive des Zitadellenbaus an historischer Stelle des alten Stadttores aufnimmt.
1976 betreute Deilmann einen weiteren Theaterbau: das Opernhaus in Essen. Er leitete den nach dem Tod des finnischen Architekten Alvar Aalto posthum ausgeführten Bau zusammen mit Aaltos Frau Elissa.
Einige Jahre nach der Gründung der Universtität Dortmund wirkte Harald Deilmann ab 1974 beim Aufbau der Architekturfakultät mit. Entgegen der Struktur anderer Hochschulen entstand das Reformmodell einer gemeinsamen Fakultät für Architekten und Bauingenieure. Erst im letzten Jahr feierte die Uni Dortmund mit ihrem emeritierten Professor Deilmann das 25-jährige Jubiläum dieser Fakultät.


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