Merkmale digitaler Architektur
Villa F in Uffenheim fertig
Fußböden, die sich plötzlich hochfalten: Dieses Motiv erinnert an einige Avantgarde-Entwürfe der 90er-Jahre aus Holland. Der Architekt Martin Schroth aus Rothenburg ob der Tauber hat dieses Prinzip seinem Entwurf für ein Einfamilienhaus „Villa F.“ zugrunde gelegt, das im mittelfränkischen Uffenheim im April dieses Jahres endgültig fertig gestellt wurde. Der Architekt sieht in seinem Entwurf „Merkmale einer digitalen Architektur“ verwirklicht und verweist bei seiner Erklärung zur Form und Strukturbildung auf ein „diagrammatisches Denken“.
Er erläutert: „Am südlichen Stadtrand von Uffenheim liegt das Wohnhaus Villa F in privilegierter Parklage. Das oberirdische sichtbare Gebäudevolumen besteht aus einem rechteckigen Baukörper von 25 Metern Länge und 6,40 Metern Höhe, der optisch in zwei Geschosse unterteilt ist. Im oberen Attikageschoss befinden sich die privaten Schlafbereiche und im Gartengeschoss der offene Wohn- und Essbereich. Wohn- und Schlafräume befinden sich auf drei Ebenen mit einer Geschosshöhe von 2,80 Metern, kontinuierlich verbunden durch ein Split-Level-Prinzip.
Die Interpretation der vorgefundenen Geländekontur erzeugt in der Multiplikation eine charakteristische Form, welche die vertikale Landschaft als Fortsetzung der Topographie bis in die Tiefendimension des Hauses erstellt. Die Treppe fungiert als Struktur- und Organisationselement der Gebäudetopografie, welches als zentrales Element diagonale räumliche Bezüge herstellt. Als räumlicher Hybrid ist sie mehrfach nutzbar (Lobby, Garderobe, Lounge, Aufenthaltsort, ...) und verbindet als sozialer und kommunikativer Knoten die Ebenen miteinander.
Die Villa F besteht geometrisch aus zwei Wellen, einer Ein-Meter-Welle und einer Zwei-Meter-Welle. Diese Wellen entstehen aus dem Landschaftsunterschied von einem Meter im Erdgeschoss und der Forderung nach drei Metern Geschosshöhe. Dabei ist der Ein-Meter-Unterschied geringer und macht im Ergeschoss Sinn durch eine öffentliche Situation. Die Zwei-Meter-Welle hingegen stellt eine höhere Überwindung dar und kann daher als eher Privat gelesen werden.“
Die gleichen hier gemeinten Leute können sicher auch alte Architektur nicht beurteilen, vermutlich Architektur überhaupt nicht. Was lässt sie dann die Klappe so aufreißen? Sie wissen sogar Einiges...
Dankeschön an den Webmaster, der das 1:1 umgesetzt hat und es damit denunziert...
Diese heutigen (ausschließlichen) Herren stehen bei einer Besichtigung z. B. von Petrini, Greissing, Dientzenhofer, Neumann, v. Hildebrandt mit Vergleichsplänen von Welsch, Küchel, Krohne, Boffrand u.a. sicher völlig hilflos da.
Jemand, der davon etwas versteht oder woanders in irgendeinem Bau-Zeitstil - das darf auch anonyme Romanik oder Spätgotik sein - kommt zur Villa F grundsätzlich niemals zu den bisher hier veröffentlichten Ansichten.
Urteile kann man dergleichen nicht nennen. Es ist mehrheitlich das gleiche flott 'gepostete', niedere Geschwätz, verbunden mit knallender Großmäuligkeit, das in den heutigen Digital-Medien das Niveau so rapide abgesenkt hat.
Fazit: Die Villa F in UFF stellt baukünstlerisch etwas dar.
Einmal mehr fallen einem da die Augen aus oder die Ohren ab. Selbstdarstellungswahn und Publikationsdrang stehen eindeutig im Vordergrund dieses Gebäudes. Schade nur für den Bauherrn, der da eine ganze Menge Geld investiert im Glauben an eine Avantgarde. Der Architekt sollte doch eher stolz auf ein abgewickeltetes Projekt sein und es nicht an der großen Glocke zerläuten lassen. Für die ganz große Presse darf dieses Märchen um dieses Plagiat jedenfalls nicht ausreichen.
Was ist das Ziel solcher Artikel?
so ein bullshit...
Wieso müssen durch solche Beiträge ein grundlegender Architekturdiskurs hinterfragt werden?
Sind schlechte, zweitklassige, "Kopien" dafür verantwortlich, dass es in zukunft nur noch nach Schema F geht?
Schönen Gruss nach Rothenburg ob der Taube
Übrigens: Fertigstellung der Villa in New York war 2007, diskutiert werden kann dann auch noch, ob jetzt das jellyfishhouse das Original ist.
Finde das erbärmlich, das Projekte, die so augenscheinlich kopiert sind, dann auch noch auf Baunetz publiziert werden.