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14.11.2023

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Hier chillt die Johanna

Schulerweiterung von Kersten Kopp Architekten in Berlin


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Die Johanna-Eck-Schule ist eine Integrierte Sekundarschaule in Berlin-Tempelhof, die viel vorhat. Aktuell beschult sie die Jahrgänge 7 bis 10. Kürzlich wurde jedoch der Aufbau einer gymnasialen Oberstufe durch den Bezirk entschieden. Perspektivisch soll „die Johanna“ – wie die Schulgemeinschaft ihre Institution liebevoll nennt – eine Gemeinschaftsschule werden, in der über 1.000 Schüler*innen von der 1. Klasse bis zum Abitur lernen.

Ein erster wichtiger Baustein für die wachsende Schulgemeinschaft eröffnete im August: ein Pavillon von Kersten Kopp Architekten (Berlin) an der Schnittstelle von Pausenhof und Sportanlagen. Das eingeschossige Haus mit 757 Quadratmetern Bruttogrundfläche bietet Platz für Mensa, Cafeteria, Clubraum, Leselounge und einen Multifunktionsraum. Zwei knallgelbe, raumgreifende Einbaumöbel sowie eine Reihe raumhoher Drehwände ordnen die Funktionen und ermöglichen verschiedene Konfigurationen, die Bereiche miteinander zu verbinden oder zu separieren.

Das Haus besteht aus Stahlbeton, dessen offen gezeigte Materialität den inneren Raumeindruck prägt. Das Dach wurde laut Architekt*innen als Stahlbeton-Hohlkörperdecke („Cobiax-Decke“) ausgeführt, so dass sich das Innere komplett stützenfrei realisieren ließ. Auffällig ist die äußere Hülle des breit und flach liegenden Baukörpers. Die Planer*innen setzten auf eine hinterlüftete Vorhangfassade aus perlgestrahlten Edelstahlschuppen, der sie eine „futuristische Textur“ zuschreiben. Das „coole“ Äußere dürfte viele Schüler*innen ansprechen und den Pavillon zu einem beliebten Ort des sozialen Austausches jenseits des zuweilen stressigen Schulalltags werden lassen.

Das Projekt geht auf ein Vergabeverfahren im Jahr 2016 zurück. Kersten Kopp verantworteten Planung und Bau in den Leistungsphasen 1-9. Ganz anders als die cool-futuristische Materialität des Pavillons zeigen sich übrigens drei weitere Berliner Projekte von Kersten Kopp, die in den letzten Jahren entstanden. Bei der Sporthalle für die waldorfpädagogische Johannes-Schule setzten sie auf Holzbau, ebenso bei den vier typisierten Kitas, die wir vor knapp zwei Jahren vorgestellt haben. (gh)

Fotos: Werner Huthmacher


Zum Thema:

Am Samstag, 9. Dezember 2023 von 10 bis 13 Uhr findet in der Schule der Tag der offenen Tür statt. Er richtet sich in erster Linie an interessierte Eltern und potentielle Schüler*innen, bietet aber auch eine schöne Möglichkeit, einen Blick auf den neuen Pavillon im Kontext von Gesamtanlage und Schulgemeinschaft zu werfen.


Dieses Objekt & Umgebung auf BauNetz-Maps anzeigen:
BauNetz-Maps


Kommentare

11

drunter | 17.11.2023 15:22 Uhr

drüber

@ 10:

Nummer 9 hat aber sowas von Recht, beachten Sie das blaue Patch an der Ferse, das sind Sambas oder Spezials aber sicher keine Adiletten. Aber Sie haben auch ein bisschen Recht, weil Socken trägt die Dame auch.
Ein schönes Wochenende!

10

Peter Dünsch | 17.11.2023 11:22 Uhr

@9 / User

Safe sind das Adiletten, Sie trägt doch auch auf den Bildern 3,4,13 und 14 GAR keine Schuhe.
Sicher weil Adiletten dort nicht reingepasst hätten

9

User | 16.11.2023 15:00 Uhr

@Peter Dünsch

auf den Bildern trägt zumindest niemand Adiletten mit Socken, vielleicht verwechselt mit den weißen Samba auf Bild 1?

8

Frauke | 15.11.2023 11:39 Uhr

Glückwunsch

an die Architekt*innen, schön zu sehen, dass im Berliner Schulbau auch ein solches Gebäude möglich ist! Vor allem die stützenfreie Konstruktion schafft einen schönen Innenraum. Es muss ja nicht immer alles Holzmodulbau sein.

Wer sagt denn , dass junge Menschen kein Gebäude in diesen Oberflächen mögen?
Der coole Look passt doch zur Schüler Generation. Da fühlt man sich in der Mensa fast wie im Balenciaga Store. (ohne Ironie)

@Peter Dünsch, ja besser Gucci Sandalen mit Socken.

(Gucci-Sandalen, ich trag' sie nur aus Trotz, Trotz
Trotzdem machen sie mir nach, kann's nicht glauben, lieber Gott) Apache 207


7

peter | 15.11.2023 09:15 Uhr

vor lauter versiegelten flächen

wird man das gebäude von oben wahrscheinlich gar nicht erahnen können. johannas chilliger stealth bomber!

6

J W | 15.11.2023 09:15 Uhr

@1:

Dem kann ich mich nur anschließen. Solch eine kalte Raumwirkung lädt nicht zum Aufenthalt ein.

Da kann man nur hoffen, dass die Kunstlehrer*Innen dieser Schule in den nächsten Jahren die Raumqualität durch ihre Klassenprojekte etwas gemütlicher erscheinen lassen.

Eigentlich echt schade, weil ich die Grundrissstruktur sehr gelungen finde.

5

arcseyler | 15.11.2023 08:54 Uhr

......

Ich glaube das Gebäude ist hier einfach der Betonfläche des Schulhofs zugeschlagen worden. Als Reduktion mit gelben Eingeweiden. Das ganze als Symptom, kein Gebäude. Ein organisches Kontinuum

4

mehmet | 15.11.2023 08:39 Uhr

Klasse!

und chefin serviert gleich selbst, sehr sympatisch!

3

Peter Dünsch | 15.11.2023 07:26 Uhr

Frage

Wer trägt denn Socken mit Adiletten?!

Finde den Vorschlag von @2 gar nicht so verkehrt. Einfach die Nutzer entscheiden lassen!
Wenn Boomer versuchen ein Gebäude auf Krampf "hip" und "cool" zu machen, kommt da sicherlich vieles bei raus, aber kein Gebäude was ideal zur Zielgruppe passt. Ich kann mir vorstellen, dass denen der cleane Look sogar ganz gut gefällt.

2

Alumnus TUBS | 14.11.2023 18:08 Uhr

@ein junger...

Sie haben völlig recht. Aber wenn Sie veröffentlicht werden wollen, dann müssen Sie schon so eine "Gestaltung" vornehmen. Behaglich wäre nicht "cool" genug ;-)

1

ein Junger | 14.11.2023 16:28 Uhr

Trau

... rig!
Wie kühl und gefühllos soll ein Gebäude für junge Menschen sein? Johanna : JA!

Da helfen auch die knallgelben Einbauten und Stühle nicht. Weder im Inneren, noch im Äußeren.
Meine Meinung ...

 
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