Gulasch und Espresso
Neun Bauten in Südtirol
Gulasch und Espresso – dieses kulinarische Crossover ist eigentlich nur in Südtirol erlaubt. Und jetzt, wo es wieder frischer wird, macht die Kombination alpenländischer und italienischer Esskultur umso mehr Freude. Noch dazu beginnt die Weinsaison. Für einen Ausflug nach Südtirol brauchts eigentlich eh keine weiteren Gründe. Dennoch haben wir ein paar aktuelle architektonische gefunden.
Besonders praktisch ist es freilich, wenn man Einkehr und Übernachtung mit Baukultur-Seeing verbinden kann. Das geht zum Beispiel auf einem Hochplateau zwischen Brixen und Bozen, wo raumdrei architekten den Paarhof Oberbuchfelder in Ferienwohnungen verwandelten. Oder man bucht sich im Hotelneubau Badhaus ein. Redaktion und Leserschaft wären sicher über Bewertungen aus erster Hand interessiert, immerhin hat das Projekt von bergmeisterwolf in der Kommentarspalte eine kleine Diskussion ausgelöst.
Wer sich noch ins Freibad traut, kann am Kalterer See vorbeischauen. Immer noch spektakulär ist das teils schwebende Sonnendeck von the next ENTERprise aus dem Jahr 2006. Ein paar Meter weiter befindet sich die 70er-Jahre-Badeanlage samt Restaurant Gretl am See von Othmar Barth. Flaim Prünster Architekten haben jüngst den Umkleidetrakt aufgestockt. Jenes Büro hat gemeinsam mit Walter Angonese auch die Casa Taberelli südwestlich von Bozen erweitert. Zum Bestandsbau existieren unterschiedliche Thesen, was den ursprünglichen Entwurf angeht – Carlo Scarpa oder dessen Schüler und langjähriger Mitarbeiter Sergio Los.
Wenn Sie nach Südtirol reisen sollten, vergessen Sie aber keinesfalls bei der kleinen Feuerwehr in Vetzan von Lukas Wielander, Martin Trebo und Martin Egger vorbeizuschauen. Andernfalls ergeht es Ihnen womöglich wie einem unserer Redakteure, der ob des verpassten Besuchs ganz aufgewühlt war. (mh)
Bild: bergmeisterwolf in Südtirol. Foto: Gustav Willeit














