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23.08.2019

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Ein Kilometer Treppen in Hamburg

Hafenpromenade von Zaha Hadid Architects


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Vielleicht „Hafenpiste“ oder „Saufstiegen“? Man darf darauf wetten, dass die neue Hamburger Hafenpromenade wohl noch einen liebevollen und zugleich robusten Spitznamen bekommen wird. Denn die nach über zehnjähriger Bauzeit kürzlich fertiggestellte Passage zwischen Landungsbrücken und Speicherstadt liegt an einem derart zentralen und bedeutenden Ort der Hansestadt, dass der Volksmund gewiss noch zuschlagen wird.

Zaha Hadid Architects (London) haben eine ein Kilometer lange und gut neun Meter über dem Meeresspiegel liegende Stadtpromenade entlang der Elbe angelegt.  Zehn Meter und breiter bildet diese erhöhte Fußgänger- und Fahrradroute mit vereinzelten spitzwinkligen Pavillonbauten eine Art Abschluss der Stadt zum Ufer. Über Rampen, Treppen und einzelne Fußgängerbrücken ist sie mit dem dahinterliegenden Hamburg verknüpft. Dabei sind die weiten, an den Typ des Amphitheaters angelehnten Treppenanlagen das wichtigste Motiv. Mal orientieren sie sich zum Wasser, mal zur Stadt – und schaffen dabei unterschiedliche Aufenthalts- und Kommunikationsorte. Ihre Gestaltung wandelt sich im Verlauf der Promenade: Bei den Landungsbrücken im Westen sind die Treppen besonders weit, nach Osten, Richtung Speicherstadt kleinteiliger und intimer.

Bereits 2006, nach dem Entscheid des öffentlichen Wettbewerbs, erhielten ZHA von der Stadt Hamburg den Auftrag zum Ausbau der Promenade. Anlass des Wettbewerbs war damals die Ertüchtigung der bestehenden Hochwasserschutzanlagen am innerstädtischen Hafen. Seit der großen Flut von 1962 rüstet sich die Stadt mit dieser Schutzmauer an der Elbe vor einer erneuten Überschwemmung. Der Entwurf von Zaha Hadid Architects gab der technisch begründeten Reperatur und Aufstockung der Schutzanlagen an der Elbe eine wirkungsvolle, städtebauliche Dimension. (sj)

Fotos: Piet Niemann



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Kommentare

14

H. Seeger | 03.09.2019 10:32 Uhr

Deich, Schatten?, funktioniert

Eigentlich ist dies nur ein Deich und der Blick in die Stadt ist von der anderen Seite jetzt in Wert zu setzen. Schatten und Bäume sind auf einem Deich ungewünscht, hier bleibt der Blick frei. Das Grün muss dann woanders stattfinden. Im Vergleich zum Altbestand ein Gewinn und die steile Treppe hat ihr erstes Fest bereits überstanden, es wurde abgezäunt. Das nächste Event kommt, am 13.09., die Cruise Days, soviel zum Klimaschutz ;)

13

Hotte | 27.08.2019 01:03 Uhr

@ Dr. Yikes

@ Dr. Yikes: Du hast gar nichts verstanden!?

Auch wir in Hamburg werden untergehen, wenn wir nichts tun. Und dieser Deich wird nicht lange reichen.
Mein Internet läuft übrigens mit Wind- und Sonnenkraft.

Und Deins?

12

Designer | 26.08.2019 19:35 Uhr

Schatten

Das stimmt wohl, ein paar Schattenspender wären gar nicht so schlecht.

Da das Bauwerk ja für den Flutschutz gebaut wurde, kann Ich mir allerdings auch gut vorstellen es damit zu tun hat, dass dort keine Bäume gepflanzt werden können. Den Rettungsweg darf auch nichts versperren. Da kommen wohl einige Gründe zusammen.
Ich fänd ein paar schicke Sonnensegel ganz schön. Dann aber bitte in Farben die Architekten sicher ganz doll nerven aber dafür schön sind. ;-)

11

FrankTank | 26.08.2019 13:03 Uhr

Kein Grün, kein Schatten?

Finde ich an sich sehr schön, aber konnte man nicht etwas Grün unterbringen? Im Sommer wird das so ganz ohne Schatten eine ziemliche Bratpfanne werden...

10

Christian | 26.08.2019 11:53 Uhr

Passt

Für mich das gelungenste aller Hadid-Bauwerke. Weil hier die Bauaufgabe endlich mal zu Zahas Entwurfsansatz passte.
Und deshalb: Schön, gut nutzbar(!!!), eine Bereicherung für die Stadt und von Touristen und Flaneuren begeistert angenommen.

9

STPH | 26.08.2019 10:23 Uhr

...

warum soll sich keine lebendige Schlange auf der Nahtstelle zwischen Wasser und Festland winden. Das ergibt einen tollen Genius loci. Wäre auch eine Ortsidee für die Viecher von Calatrava.

Der Ort macht die Musik.

8

FunktionsElite | 25.08.2019 10:20 Uhr

Antike Formen...

Nichts gegen eine Anlehnung an antike Grundformen. Aber in einem Medienformat für Architektur sollte man wissen, daß ein "Amphitheater" eine in sich geschlossene Form hat, die zwei Theater umfasst. Von "Amphi" : doppelt, ringsum, im Prinzip zwei Theater. Nur bei einem antiken "Theater" ist die Grundform nach einer Seite geöffnet.

7

Max | 25.08.2019 05:57 Uhr

Zaha hadid

Ich finde es einfach sehr gut!

6

auch ein | 24.08.2019 17:44 Uhr

architekt

ich bin ja nicht so für regulierungen...aber....

wahnsinnig steil! wenn da oben einer stolpert, übel übel.

und ja: wohin schaut man (ausser am hafengeburtstag) ? sehr öde.

und stararchitekten können jetzt auch treppen bauen, schöm.

5

Schmidt | 24.08.2019 14:51 Uhr

Grün

Der ein oder andere Pflanzkübel würde sicherlich nicht schaden.

4

Dr. Yikes | 24.08.2019 10:04 Uhr

Dark Ages

Sehr gelungen. Dunkel und abweisend, das verstärkt noch einmal gekonnt die Wirkung des Hamburger Schmuddelwetters. Auch sehr gelungen: die hellen Treppenstufen werden sich bestimmt gegen Abnutzung, Kaugummi und Grafitti behaupten können. Die Rheinterrassen in K*ln lassen schön grüßen.

Sehr geehrte*r Hotte, bitte von zukünftigen Kommentaren absehen. Das Internet ist ein gigantischer Ressourcenfresser. Das Klima dankt!

3

Designer | 23.08.2019 17:53 Uhr

Treppen

@reto
Die Treppen in Richtung Straße machen insofern Sinn, da dort ein Mal im Jahr, der Hafengeburtstag stattfindet. Insgesamt geht es natürlich auch um eine Öffnung und Einladung in Richtung Stadt. Da es ja diese Sitztreppen auch in Richtung Wasser gibt, weiß ich nicht was es da zu meckern gibt.

@Baunetz
1) Ich dachte die wäre zum Hafengeburtstag im Mai 2019 fertiggestellt worden?!
2) Der Artikel-Einstieg ist nun wirklich sehr bemüht.

Frage in die Runde:
Ist dass das einzige Hadid Bauwerk in Hamburg? *grübel*

2

reto | 23.08.2019 16:22 Uhr

hmm

Ja, wie (fast) jeder Hadid-Entwurf sieht das ganz geschmeidig und gefällig aus, aber ein Amphitheater zu einer sicherlich stark befahrenen Straße? Naja. Und insgesamt könnte ich mir als Spitznamen vielleicht "Kalte Platte" vorstellen, denn irgendwie fehlt das urban-heimelige und vor allem was Grünes. Wenn man sich einige Promenaden-/Parkprojekte wie z.B. den High Line Park in NewYork anschaut, gefällt mir das besser. Hier weht bestimmt ne steife Briese den Müll von hoch oben auf die Straße ....

1

Hotte | 23.08.2019 16:07 Uhr

Hafenkante

Es ist schön zu sehen, wie ein Wettbewerbsbeitrag zu einer fast unmöglichen Fragestellung umgesetzt wurde.
Nun steht sie da, die Flutzschutzmauer an der Elbkante. Wahnsinnig hoch und trotzdem so gelöst, dass man diese nicht als eine Trennung wahrnimmt.
(Vergleiche Tsunami-Mauern in Japan...)

Die Treppen laden zum Verweilen ein und oben bietet sich ein schöner Blick!

Chapeau!
Schade, dass Zaha das nicht mehr sehen kann. Ein kleines Projekt mit einem Bezug zur Stadt, dass die Megaprojekte in China in den Schatten stellt.

Jetzt müssen wir alle noch CO2 neutral werden, damit die Höhe dieses Deiches mehr als 15 Jahre reicht!

 
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