Ein Kilometer Treppen in Hamburg
Hafenpromenade von Zaha Hadid Architects
Vielleicht „Hafenpiste“ oder „Saufstiegen“? Man darf darauf wetten, dass die neue Hamburger Hafenpromenade wohl noch einen liebevollen und zugleich robusten Spitznamen bekommen wird. Denn die nach über zehnjähriger Bauzeit kürzlich fertiggestellte Passage zwischen Landungsbrücken und Speicherstadt liegt an einem derart zentralen und bedeutenden Ort der Hansestadt, dass der Volksmund gewiss noch zuschlagen wird.
Zaha Hadid Architects (London) haben eine ein Kilometer lange und gut neun Meter über dem Meeresspiegel liegende Stadtpromenade entlang der Elbe angelegt. Zehn Meter und breiter bildet diese erhöhte Fußgänger- und Fahrradroute mit vereinzelten spitzwinkligen Pavillonbauten eine Art Abschluss der Stadt zum Ufer. Über Rampen, Treppen und einzelne Fußgängerbrücken ist sie mit dem dahinterliegenden Hamburg verknüpft. Dabei sind die weiten, an den Typ des Amphitheaters angelehnten Treppenanlagen das wichtigste Motiv. Mal orientieren sie sich zum Wasser, mal zur Stadt – und schaffen dabei unterschiedliche Aufenthalts- und Kommunikationsorte. Ihre Gestaltung wandelt sich im Verlauf der Promenade: Bei den Landungsbrücken im Westen sind die Treppen besonders weit, nach Osten, Richtung Speicherstadt kleinteiliger und intimer.
Bereits 2006, nach dem Entscheid des öffentlichen Wettbewerbs, erhielten ZHA von der Stadt Hamburg den Auftrag zum Ausbau der Promenade. Anlass des Wettbewerbs war damals die Ertüchtigung der bestehenden Hochwasserschutzanlagen am innerstädtischen Hafen. Seit der großen Flut von 1962 rüstet sich die Stadt mit dieser Schutzmauer an der Elbe vor einer erneuten Überschwemmung. Der Entwurf von Zaha Hadid Architects gab der technisch begründeten Reperatur und Aufstockung der Schutzanlagen an der Elbe eine wirkungsvolle, städtebauliche Dimension. (sj)
Fotos: Piet Niemann
Auch wir in Hamburg werden untergehen, wenn wir nichts tun. Und dieser Deich wird nicht lange reichen. Mein Internet läuft übrigens mit Wind- und Sonnenkraft. Und Deins?
Da das Bauwerk ja für den Flutschutz gebaut wurde, kann Ich mir allerdings auch gut vorstellen es damit zu tun hat, dass dort keine Bäume gepflanzt werden können. Den Rettungsweg darf auch nichts versperren. Da kommen wohl einige Gründe zusammen. Ich fänd ein paar schicke Sonnensegel ganz schön. Dann aber bitte in Farben die Architekten sicher ganz doll nerven aber dafür schön sind. ;-)
Und deshalb: Schön, gut nutzbar(!!!), eine Bereicherung für die Stadt und von Touristen und Flaneuren begeistert angenommen.