RSS NEWSLETTER

https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Coop_Himmelb_l_au_planen_Museum_und_Theaterkomplex_in_Sibirien_7482716.html

27.11.2020

Zurück zur Meldung

Der Kultur eine Bühne

Coop Himmelb(l)au planen Museum und Theaterkomplex in Sibirien


Meldung einblenden

Der Vergleich mutet poetisch an: Mit einer „anmutigen, fliegenden Theaterwolke“ setzen die Architekt*innen ihren Entwurf gleich. Daran angegliedert sind zwei „Kristalle“ für Museum und Kunstzentrum. Landen soll die architektonische Wolke im russischen Kemerowo im Westen Sibiriens, in einer Region, die durch den Kohleabbau Wohlstand erlangt hat. Bis heute sind Bergbau- und Energiekonzerne die größten Arbeitgeber.

Genau hier, gut 250 Kilometer östlich von Nowosibirsk, plant das Wiener Büro Coop Himmelb(l)au einen Museums- und Theaterkomplex für die 500.000 Bewohner*innen Kemerows. Östlich des Stadtzentrums zwischen Sovetskij Prospekt und Pritomskij Prospekt, in der Flusslandschaft des Iskitimka, soll der Neubau auf einem rund 4,4 Hektar großen Grundstück entstehen. Zusammen mit der künftigen Uferbebauung wird das Gebäude mit einem weitläufigen Netz öffentlicher Promenaden und Plätze verbunden.

Das Herzstück des imposanten, 64 Meter hohen und 267 Meter langen Bauwerks wird der Theatersaal mit seinen 950 Sitzplätzen sein. Auf 90.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche gibt es vier Bereiche: Sockel, Foyer, Theater und ein Museum mit Kunstzentrum. Vom erhöht liegenden Haupteingang im Südwesten des Gebäudes gelangt man in eine Halle mit umlaufender Glasfassade, wo Ticketschalter, Garderoben und Servicebereiche untergebracht sind. Gleichzeitig soll dieser als öffentlich deklarierte Raum auch zum kommunalen Treffpunkt werden. Ausstellungen, Veranstaltungen und ein Restaurant sollen das Leben Kemerows bereichern, so die Architekt*innen.

Ebenfalls bereichernd sollen die Terrassen sein. Sie gehen in den Sockel über, der den VIP-Eingang im Nordwesten, den Personaleingang und die Laderampe inklusive der Lager- und Technikräume birgt. Der öffentliche Bereich des Sockels beherbergt den Kammermusiksaal für 300 Besucher*innen. Er befindet sich unterhalb des Hauptfoyers.

Das Museum und das Kunstzentrum liegen in den vertikal angeordneten Gebäudeteilen, sie teilen sich Räume, arbeiten aber auch völlig individuell. In der Mitte des zehngeschossigen Gebäudes liegt das Theater – Bühnenmaße 16 mal 16 Meter –, das neben dem Foyer auch über zwei Balkone zugänglich ist. Um die Bühne herum sind im vierten und fünften Stockwerk Garderoben, Proberäume und Serviceräume der Künstler*innen angeordnet. Die separate VIP-Loge in der Mitte der ersten Theaterebene hat, einen eigenen Zugang über die VIP-Lounge im fünften Stockwerk – falls zum Beispiel mal der russische Präsident zu Besuch kommt. (kat)


Auf Karte zeigen:
Google Maps


Kommentare

10

solong | 01.12.2020 11:10 Uhr

... na ja ...

... polarisiert halt ... ganz, ganz früher ... fand ich dekonstrukvismus und coop himmelblau ... mal ganz interessant ... war halt ein wenig punk in der szene ... heute wirkt es eher wie ein "verzweifelter versuch irgendwie etwas jenseits klarer kanten zu machen" ... na ja ... im kontext der uniformen plattenbausiedlungen ... hat es wieder etwas ... und das rendering mit den schneefall ist ja auch etwas "magisch" ...

9

tiffys | 30.11.2020 21:07 Uhr

terraforming

@7
treu? prix morpht sich hier doch schleichend an gehrys guggenheim an. aus konservendosen und blechwolken wächst der anschein bedachter komposition...für mich immer mit etwas eckel behaftet, wenn coop sich in weichheit und vollkommenheit zu begeben versucht...was hier noch helfen könnte: der sibirische permafrost wird bald ähnlich weich wie prix - in ein paar jahren sieht das teil vielleicht durch die menschliche wärme ja dann wirklich ganz schön aus...

8

tadano | 30.11.2020 18:40 Uhr

Guten Appetit

Sieht aus wie die Pizza Vier Jahreszeiten, von allem etwas dabei, oder wie der Döner-Teller Verace, ein wenig überladen.

7

STPH | 30.11.2020 12:55 Uhr

Aus schwächen stärken


Das abgestrebte der verglasungen als hauptausdruck des himmelbaus am besten auch ganz ohne Aluwolke als dramatische Himmelstrebe zum Himmelbau wie Tatlinturm

Diese Strebgerüste, Sprießensäulen in ganz neuer expressivität. den Leeren Himmel von Nietzsche stützend.
Was für eine COOP Performance
Coop bleibt sich treu

6

STPH | 30.11.2020 08:28 Uhr

Welt tanzt den Wiener Walzer


Eine Himmelbaustelle über den Gerüststützen der Verglasung. Vergebliches in den Himmel stemmen zwischen Sisyphus und Bildern von Bosch. Insofern eine gewaltige Performance als Karikatur unserer Zivilisation.

5

Dr. Yikes | 29.11.2020 12:58 Uhr

Ernüchternd

Dieser Bau würde in Deutschland alles in den Schatten stellen, in China ist er kaum mehr als eine Randnotiz.

Man kann sich nur noch wundern, in was für Zeiten wir hier hineinleben...

4

tutnichtszurSache | 29.11.2020 11:43 Uhr

uff..

Repräsentative Bauten für Regime bauen..... oder einfach mal lassen?
Zur Architektur wurde in den Kommentaren 1+2 schon alles gesagt....




3

auch ein | 29.11.2020 08:46 Uhr

architekt

ein kristall am nordpol.
punkt. symbolik.

diesmal passt es, aber coop macht seit 2o jahren immer das selbe. und ohne baunetz wüsst man nichts davon, wär auch nicht schlimm.

gääähn

2

XVM | 28.11.2020 16:41 Uhr

...

.. könnte auch in jeder größeren Stadt in China stehen.
Andauernd "Signature"-Architektur, komische Solitätere, verwurstet als Klopps in der Gegend rumstehend.
Im Endeffekt monoton, beliebig austauschbar, langweilig, Zeugen einer vergangenen Zeit.

1

Fritz | 28.11.2020 11:28 Uhr

Sackgasse

mir scheint als befindet sich Coop Himmelb(l)au und die hier proklamierte Architektursprache im allgemeinen in einer Sackgasse. Das Projekt wirkt sehr austauschbar und steht gefühlt inzwischen überall herum. Von der einstigen Leichtigkeit von Coop ist nicht viel zu entdecken.

 
Mein Kommentar
Name*:
Betreff*:
Kommentar*:
E-Mail*:

(wird nicht veröffentlicht)

Zur Durchführung dieses Service werden Ihre Daten gespeichert. Sie werden nicht an Dritte weitergegeben! Näheres erläutern die Hinweise zum Datenschutz.


Ab sofort ist die Eingabe einer Email-Adresse zwingend, um einen Kommentar veröffentlichen zu können. Die E-Mail ist nur durch die Redaktion einsehbar und wird nicht veröffentlicht!


Ihre Kommentare werden nicht sofort veröffentlicht. Bitte beachten Sie unsere Regeln.



64 Meter hoch und 267 Meter lang soll der Kulturkomplex werden.

64 Meter hoch und 267 Meter lang soll der Kulturkomplex werden.

Mit einer anmutigen Wolke wird der zehngeschossige Bau im russichen Kemerowo verglichen.

Mit einer anmutigen Wolke wird der zehngeschossige Bau im russichen Kemerowo verglichen.

Neben Theater, Konzertsaal und Kunstzentrum soll der Bau auch als kommunaler Treffpunkt fungieren.

Neben Theater, Konzertsaal und Kunstzentrum soll der Bau auch als kommunaler Treffpunkt fungieren.

Das Herzstück bildet ein 950 Plätze fassender Theatersaal.

Das Herzstück bildet ein 950 Plätze fassender Theatersaal.

Bildergalerie ansehen: 10 Bilder

Alle Meldungen

<

03.05.2021

Schaumige Blasen für Shenzhen

Sanaa planen Maritimes Museum

05.11.2020

Prosperierende Planstadt Shenzhen

Ausstellungsgestaltung von Atelier Brückner im Museum von Coop Himmelb(l)au

>
BauNetz Themenpaket
Rückkehr des Glasbausteins
BauNetz Wissen
Neue Senderzentrale
baunetz interior|design
Planetoide
Baunetz Architekten
augustinundfrank/winkler
BauNetz Maps
Architektur entdecken
vgwort