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12.03.2015

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Crazy Curves

Campusneubau von Thomas Heatherwick in Singapur


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Ein sich windender Brückenbau für Google im Silicon Valley, eine prankenartige Glashaube für Bombay Sapphire in Südengland – Heatherwick Studio zieht gerade mit kühnen organischen Formen die internationale Aufmerksamkeit auf sich. Jetzt hat das Londoner Büro eines seiner ersten Großprojekte in Asien realisiert. In Singapur hat Gründer Thomas Heatherwick ein gewagtes Design auf dem Campus der Nanyang Universität gesetzt.

Ein Ensemble aus zwölf gekehlten Betontürmen mit begrünten Dachterrassen ist Heatherwicks Learning Hub. Wülstig wie ein Pilzgewächs ragt es über acht Stockwerke in die Höhe. Eine neue Form des Wissenserwerbs soll diese veganomorphe Architektur den Studenten der Technischen Universität in Singapur offerieren.

Jede der schmalen Turmkonstruktionen ruht auf einem Grundriss, der jeweils nur ein Seminarzimmer einfängt. Ein Lernen in kleinen Gruppen, nicht der Frontalunterricht, soll in den gerundeten Räumen angeregt werden. Über offene Treppenhäuser zwischen den gewölbten Türmchen werden die Räume erschlossen. Ein schmales Atrium wird über die Stockwerke von umgehenden Loggien gerahmt.

Thomas Heatherwick beschreibt sein Learning Hub als eine architektonische Möglichkeit, „die traditionelle Universität zu überdenken“. Die Nanyang Technical University lobt das „futuristische Design, das zum interaktiven Lernen anregt“. In diesem neuen Campusbau, so das Ansinnen des Bauherrn, sollen die Studenten sich als zukünftige Businesspartner verstehen und neueste Unternehmensideen entwickeln können. Damit der Spirit unter den angehenden Geschäftsleuten auch stimmt, integrierte Heatherwick Ornamentreliefs in die rosa gefärbten Innenwände. Ein dekoratives Element, das man auch in einem Buddha-Tempel finden könnte. (sj)

Fotos: Hufton + Crow


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Kommentare

7

a_C | 13.03.2015 15:03 Uhr

Hmmm...

Zu dem Gebäude kann ich mir ad hoc keine Meinung machen. Zum einen werden hier zahlreiche "Fehler" wider jeder architektonischen Vernunft begangen, zum anderen ist aber eine interessante Skulptur mit einem tollen Innenhof entstanden...

Unterm Strich müssen die Nutzer das finale Urteil fällen, ob es sich um großen Sinn oder Unsinn handelt: Wenn hier wirklich besser gearbeitet / gelernt / gedacht werden kann als in einem Gebäude mit "konventioneller" Form, hat es mehr als nur eine Daseinsberechtigung - dann ist es großartig und eine Bereicherung für die Architektur. Wenn es diesen Ansprüchen nicht gerecht wird, ist es jedoch bloß eine formalistische Nebelkerze und jede Kritik angebracht.

6

Roland Semmelknecht | 13.03.2015 13:40 Uhr

Arbeitsräume

Eine spannende Form, viele Details die dort Zusammenkommen, aber Geschmäcker sind verschieden. Wirklich schade finde ich aber, dass man, den Fotos nach, auch Tagsüber in den Seminarräumen ohne künstliche Beleuchtung nicht auskommt.

5

eon | 13.03.2015 11:28 Uhr

...

Das Ding ist der Wahnsinn. Ich würde mir am liebsten direkt einen Flug nach Singapur buchen. Ich werde immer ganz neidisch wenn ich sehe was in Ländern, in denen u.a. auf winterlichen Wärmeschutz verzichtet werden kann, architektonisch möglich ist.

Herr Mario Mertens: Denken Sie doch bitte nochmal über Ihre Aussage "Innen wiederholt sich die ewig gleiche Form durch die Geschosse" nochmal nach.

4

Lamaa | 13.03.2015 08:57 Uhr

Einfach Klasse

Wirklich interessant;
um die Klasse / den Unterrichtsraum herum gebaut.

Solche Konzepte würde ich mir in Deutschland wünschen; schon von außen ist zu erkennen, wie die Leute / Schüler unterrichtet werden

Einfach Klasse

3

mich_neg@yahoo.de | 13.03.2015 08:50 Uhr

Architektur aus der Gameindustrie

Könnte auch fast so in einem PC Spiel mit Fantasy Setting passen.

Von aussen ungewohnt, so dass man erstmal 4 mal hingucken muss, um nicht im affekt zu sagen, dass es albern ist.
Der innenhof... da bin ich sprachlos.
Die linienführung der Stützen ist wahnsinn. So schön können schräge Stützen sein.
Bild 5 ist einfach nur herrlich. Da muss ich irgentwie an Courbets "ursprung der welt" denken :)

2

Mario Mertens | 12.03.2015 21:07 Uhr

Aua

Im Nachtbild ganz interessant, aber Tagsüber...also einladend wirkt das nicht, kein Bezug zur Umgebung, Innen wiederholt sich die ewig gleiche Form durch die Geschosse.

1

mehmet | 12.03.2015 15:40 Uhr

unglaublich

das ist genial, die optik eines wespennestes bis hin zur materialanmutung und auch zur räumlichen aufteilung hin durchgezogen.

die entstehenden innenräume finde ich aussergewöhnlich und das hat man so noch nicht gesehen.

einzig, dass die kolben ein wenig zu introvertiert daherkommen, hätte man nicht ein paar sehschlitze bringen können?

bis hin zur haptik des material in sich konsquent. klasse gemacht.

 
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