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19.06.2018

Brutalismus im digitalen Zeitalter

Campus Masters im Juni gewählt


Nach dem Abriss des Sozialwohnungsbaus Robin Hood Gardens von Alison und Peter Smithson in London wurde in dieser Runde Campus Masters passenderweise der Brutalismus geehrt. Statt Wohnungen entwarfen die Studierenden jedoch Bildungsbauten: Mit einer schlichten tragenden Betonfassade konfrontiert die erstplatzierte Arbeit La Fabrica del Flamenco von Manon Jochem am Plaza de la Encarnación in Sevilla das fliegende Dach des Metropol Parasol. Auf den zweiten Platz schaffte es die Abschlussarbeit Campus Salzufer Berlin von David Wegner und Simon Lehmann. Sie sehen für den neuen Campus der TU Berlin eine riesige Dachstruktur über einem gleichseitigen Dreiecksgrundriss vor. Den dritten Platz erhält Vadim Sky für die Arbeit Wasser. Ruhe. Raum, ein Badehaus an der Baltischen Ostseeküste. Die monolithische Konstruktion besteht aus geschichtetem und pigmentiertem Dämmbeton.

Der Architektenpreis – vergeben durch Barbara Holzer vom Büro Holzer Kobler Architekturen (Zürich / Berlin) – ging an die Arbeit Tales from Trash to Treasure von Florian Bengert, eine Masterarbeit, die am Karlsruher Institut für Technologie entstand. In der Begründung der Architektin heißt es: „Die Arbeit überzeugt durch ihre inhaltliche und theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema Architektur im digitalen Zeitalter. Das Smartphone als digitaler Speicher und mediale Verknüpfung mit der Welt zeichnet die Spuren jedes einzelnen Menschen, der ein solches Gerät besitzt, minutiös nach.“ Bengert übersetzt seine Überlegungen zur „Architekturmaschine Smartphone“ in eine Recyclingarchitektur, einer Art „Mühle des 21. Jahrhunderts“. Diese Idee eines „kommunalen Orts der Entsorgung und gleichzeitigen Neubeschaffung eines Smartphones ist faszinierend und irritierend zugleich“, so Holzer weiter. „Die Verknüpfung von historischen Zitaten mit Zukunftsbildern prägt den experimentellen Charakter des Projektes. In einer Zeit der politischen und sozialen Umbrüche müssen ArchitektInnen wieder eine relevante und verantwortungsvolle Postion in der Gesellschaft einnehmen.“

Alle Preisträger werden in dieser Wettbewerbsrunde wieder mit aktuellen Publikationen von DOM publishers belohnt. Gleichzeitig haben sie sich für die Teilnahme an der Jahreswertung qualifiziert. Aktuelle Informationen zum Wettbewerb und interessante Termine gibt es auf der Facebook-Seite von BauNetz Campus. Die Campus Masters werden unterstützt von Vectorworks.




Zum Thema:

www.baunetz.de/campus-masters


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1. Preis: „La Fabrica del Flamenco: Instituto Flamenco Sevilla“ von Manon Jochem, Innenperspektive

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2. Preis: „Campus Salzufer Berlin: Visionen für den neuen Campus der TU Berlin“ von David Wegner und Simon Lehmann, Modell

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3. Preis: „Wasser. Ruhe. Raum: Ein Badehaus beim ehemaligen Ostsee- und Moorbad Cranz“ von Vadim Sky, Außenperspektive

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Architektenpreis: „Tales from Trash to Treasure“ von Florian Bengert, digitale Collage

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