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07.04.2011

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Schwimmen im Stampflehm

Bad in Spanien fertig


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Die spanische Kleinstadt Toro, nordwestlich von Madrid gelegen, darf sich seit kurzem über ein öffentliches Schwimmbad freuen, das vor allem durch sein Fassadenmaterial aus der Masse der umliegenden Gebäude heraussticht. Das Büro Vier Arquitectos (A Coruña) konnte seinen im Januar fertig gestellten Entwurf aufgrund eines 2004 gewonnenen Wettbewerbs realisieren.

Der Baukörper des Schwimmbads besteht aus zwei rechteckigen, aneinandergesetzten Kuben. Während sich in dem einen die Schwimmhalle befindet, sind in dem anderen Eingangsbereich, Umkleiden, Cafeteria und Nebenräume untergebracht. Vor allem die braunen Außenwände aus nur durch wenige Fensterschlitze unterbrochenem Stampflehm verleihen dem Bau einen monolithischen, archaischen Charakter. Eine Wirkung, die noch durch die grobe Oberflächentextur des Materials verstärkt wird.

Die Belichtung der Innenräume erfolgt durch mehrere Innenhöfe und in der Schwimmhalle durch in die Holzbalkendecke integrierte Oberlichter. Die Struktur der durch das das einfallende Licht abgebildeten Schatten der Holzträger prägen den Innenraum und verleihen ihm eine fast sakrale Atmosphäre.

Fotos: Héctor Fernández Santos-Díez



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Kommentare

11

solong | 11.04.2011 07:52 Uhr

... die hoffnung nie aufgeben ...

... ist eine gute einstellung ... die tatsachen nicht sehen wollen ..."dummheit"... natürlich kann man so schöne stampflehmwände auch in bottrop bauen ... in dieser form ohne jeglichen witterungssschutz ... dann viel spass beim kurzfristigen einstampfen der reste ... zahlt aber keine berufshaftpflicht ... also nur ein feldversuch für kollegen mit übermäßig viel geld und großer experimentierfreude ... dann ist es aber doch besser ein regionaltypisches schulgebäude in afrika sponsern ... weil es dann sinn macht und nicht nur "unfug" ist ....

10

soscha | 08.04.2011 17:14 Uhr

wunderschön ...

... und auch wunderbar fotografiert ! glückwunsch.

9

rauke rübenstrauch | 08.04.2011 16:12 Uhr

werter (ohne h) kollege

ich dachte eigentlich gar nicht an den baustoff lehm sondern an den entwurf, speziell hier die angesprochene eingangssituation ("...zum städtischen hallenbad..." sowie die lichtführung im gebäude. diese aspekte lassen auf ein gebäude unter südlicher schliessen und nicht auf ein gebäude in bottrop-kirchhellen (ausser vielleicht im movie-park).

der baustoff lehm funktioniert natürlich auch in kälteren und feuchteren regionen, bedarf hier jedoch baukonstruktiv anderer maßnahmen im detail. tatsächlich kann man auch dies bei den publikationen von rauch finden...

8

gunnar | 08.04.2011 13:46 Uhr

stampflehm

wehrte kollegen,

zum thema stampflehm würde ich mich ersteinmal informieren bevor ich schreiben würde "da wären wir wieder beim regionaltypischen bauen" oder "es würde einen unterschied machen ob es im nieselregen von bottrop-kirchhellen stehen würde".
es kann nämlich sehr wohl auch im nieselregen stehen und warum ist stampflehm regionaltypisch für spanien. auch in unseren breitengraden haben menschen in stampflehm gebaut. manche, wenn auch wenige tun es wieder. es lebt sich allemal besser in einem stampflehmhaus als in einem wdvs-häuschen.
zur ansicht empfehle ich bauten an denen martin rauch mitgewirkt hat und auch von ihm publizierte bücher.

viel spaß beim einstampfen der vorurteile!
sonniges wochenende allerseits
/gunnar

7

hliebau | 08.04.2011 12:24 Uhr

Lehm: Sonne – Regen

Bei Stark- oder Dauerregen macht das durchaus einen Unterschied .... egal wo das Gebäude steht.

6

rauke rübenstrauch | 08.04.2011 12:06 Uhr

@bauschlumpf

absolut richtig!

wobei wir erneut bei dem "regionaltypischen bauen" wären, und zwar nicht auf grundlage von STILfragen, sondern festgemacht an notwendigkeiten.

5

Bauschlumpf | 08.04.2011 09:54 Uhr

@Peter:

Brauchst Du ein Taschentuch? Glaubst Du das es einen Unterschied macht ob ein Gebäude unter Spanischer Sonne oder in Bottrop-Kirchhellen im Nieselregen steht?

4

peter | 07.04.2011 20:25 Uhr

lehmbad

super! meine güte, was für eine offenbarung! sehr, sehr geil.
achtung bei bild 3: würde sich irgendwo in deutschland eine gemeinde trauen, den eingang zu einem städtischen hallenbad so gestalten zu lassen? ich wette - niemals. rostiger stahl und roher stampflehm, pfui, da macht man sich doch schmutzig. das sieht ja aus wie eine bauruine. nicht repräsentativ genug. nicht dauerhaft. uswusf.
und keine deutsche jury würde so einen entwurf im wettbewerb vermutlich weiter bringen als bis zu den anerkennungen. ganz nett, ja, aber das ist doch spinnerei. oder?

meine güte, sind wir spießig. experimente täten uns so gut.
spanien ist da viel weiter.

3

Conny | 07.04.2011 18:36 Uhr

Gute Architektur....

..braucht gute Bauherren...wo gibt es die noch in Deutschland? Wenn ich an das Gezetere mit Lokalpolitikern, Behörden und Ortsvereinen denke...die haben das Sagen...und was die sagen is immer: das absolut billigste muss es sein, niemanden schert es wie es ausschaut...

2

auch ein | 07.04.2011 17:51 Uhr

architekt

wow !

chapeau

1

till | 07.04.2011 16:55 Uhr

gratulation!

ein wunderbare komposition von volumen, licht und material. die ästhetik der lehmoberflächen ist beeindruckend, man möchte sie gleich angreifen...

 
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