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11.09.2019

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Kulturschaffen am Gleisbett

Atelierhaus in Bern von Holzhausen Zweifel Architekten


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Atelierräume für eine kombinierte Wohn- und Arbeitsnutzung zu bezahlbaren Konditionen zu finden, ist im städtischen Raum schwierig und häufig nur befristet möglich. Um in Bern Abhilfe zu schaffen und experimentelle Wohnformen ausprobieren zu können, gründete sich 2016 dort die Arbeitsgemeinschaft Tatraum. Nach nur einem Jahr Bauzeit konnte sie Ende vergangenen Jahres das Projekt Bahnstraße 44 eröffnen – den Umbau eines ehemaligen Mineralölhandels am mehrsträngigen Gleisbett des Berner Hauptbahnhofes planten Holzhausen Zweifel Architekten. Das Büro bezog selbst Räume am Kreativstandort und betreibt nun dort neben Zürich seine zweite Niederlassung.

Das Haus, das seit den 1990er Jahren als Trödel genutzt wurde, bietet nach dem Eingriff Wohn- und Arbeitsräume für Kulturschaffende unterschiedlicher Sparten auf 2.000 Quadratmetern. Die Hälfte der Räume sind als Wohnateliers ausgelegt, von kleinen Studios bis hin zu größeren Lofts und Clusterwohnungen. Dazu kommen reguläre Atelier- oder Gewerberäume in den ersten beiden Geschossen, die sich durch hohe Decken auszeichnen und der kulturellen Nutzung vorbehalten sind. In von der Straße zugänglichen Gewerberäumen finden öffentliche Veranstaltungen statt.

Um die Kosten niedrig und den gewerblichen Charakter des Gebäudes zu erhalten, wurde der Ausbaustandard, wie beim ebenfalls von Holzhausen Zweifel geplanten Wohnhaus am Hang, bewusst roh belassen. So kommen die Innenräume ohne Verkleidungen oder Beschichtungen aus. Bei größeren Einheiten wurden keine  Raumaufteilungen vorgenommen, um Nutzer*innen größtmögliche Flexibilität zu geben. Auf den bestehenden Flachdächern sind gemeinschaftlich genutzte Außenräume entstanden, die von allen Wohnungen oder über das Treppenhaus zugänglich sind. Die Gleisanlage im Norden des Gebäudes bietet eine spektakulär urbane Aussicht – Wohn- und Schlafräume wurden hingegen auf die Südseite zum Quartier hin ausgerichtet. (tl)
 
Fotos: Marco Frauchiger


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Kommentare

2

STPH | 12.09.2019 10:23 Uhr

...

da schaut einen doch fast ein Scharoun an, mit Zweigraufassade und viel Licht innen, Bindung um die Ecke, Wand lediglich als Reduktion der Fensterfläche, die Notenstriche der Fensterpfosten. Geht's hier weiter, partizipatorisch, organisch?

selbst TEIL endlosen FÜGENS

1

zoio | 12.09.2019 08:23 Uhr

...

ich bin zwiegespalten.

einerseits ist es eine reduktion, es sollte mir also grundsätzlich gefallen.andererseits passt hier der spruch "less is more" nicht so recht, denn dies würde ja bedeuten das die materialität reduziert würde, was hier nicht der fall ist. es wurde einfach gelassen wie es vorgefunden wurde um es dann durch ein wenig osb oder ks-steinen "industriell" wirken zu lassen.

von außen, puh, leider absolut beliebig.

ist es radikal? wahrscheinlich. aber nicht eine konsequente radikale minimierung.

 
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Mit Verkehrsanschluss: Das Wohn- und Atelierhaus grenzt direkt an den Schienenstrang des Berner Hauptbahnhofs an.

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Die Fassaden der ehemaligen Mineralölhandlung wurden neu gedämmt und die Fenster vergrößert.

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Less is more: der Innenraum.

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