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Königreich Schweden

Das Königreich Schweden befindet sich mit seinem Botschaftsbau in dem gemeinschaftlich errichteten Ensemble der nordischen Länder. Das Haus steht an der nordöstliche Ecke dieser Anlage.
Der Göteborger Architekt Gert Wingardh hat einen kompakten Baukörper entworfen, der mit seiner längsten Seite an das alle nordischen Botschaften umfassende Kupferband andockt.
Der Besucher gelangt durch den Eingangsbereich vorbei an einer geschwungenen und in die Haustiefe anwachsenden Steinwand in den hinteren Bereich der Botschaft. Südlich dieser Kalksteinwand befindet sich ein großer Konferenzsaal, gleichsam über dem Wasserbecken im Zwischenraum zur finnischen Botschaft schwebend. Die Vollverglasung der Erdgeschosszone bildet einen starken Kontrast zu den anderen eher introvertierten Botschaftsbauten.
Am Ende der Wand befindet sich das viergeschossige Atrium. Von hier aus werden alle Stockwerke durch eine mit Birkenholz verkleidete Wendeltreppe erschlossen. Ihre Holzelemente sind, wie bei allen Wandverkleidungen im Gebäude, mit Kupferbändern verfugt worden. Dadurch entsteht im ganzen Haus eine aus grünem Gitternetz bestehende artifizielle Wandstruktur.
Die beiden zum Platz liegenden Fassaden unterscheiden sich stark voneinander: Im Süden wurde die vorgehängte Kalksteinfläche zugunsten einer großen Glasfläche mit davor liegendem Sonnenschutz aufgebrochen, gen Westen besitzen alle drei oberen Geschosse traditionelle Fensterbänder. Zwischen diesen Fenstern besteht die Fassade aber im Deckenbereich aus sich überlappende Platten aus poliertem schwarzen Granit. Beiden Außenansichten gleich ist die betont horizontale Gliederung, die deutliche Reminiszenzen an das alles umgebende Kupferband aufweist.


Bei einer der seltenen Gelegenheiten zur Besichtigung kann ein Traum von Treppe entdeckt werden, inmitten von Beton, Stein und Glas steht ein echtes Kunstwerk in rötlichem Holz.

Grundstück

Rauchstraße 1, 10787 Berlin

Architekten

Wingardh Arkitekt Kontor AB, Göteborg Kontaktarchitekten und Bauleitung: Pysall + Ruge Architekten, Berlin

Bauherr

Schwedische Staatliche Grundstücksverwaltung

Verfahren

nichtanonymes Architektenauswahlverfahren

Baubeginn

Mai 1997

Fertigstellung

Oktober 1999

Links

Website der Botschaft
Website der Architekten

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