Das hdak – Haus der Architektur Köln engagiert sich seit 20 Jahren für die Baukultur in Köln und hier insbesondere für den öffentlichen Raum. Mit dem Projekt 1000 Stühle 1000 Bäume sollen Plätze mit Hilfe bürgerschaftlicher Gruppen verbessert werden und für ein soziales Miteinander sorgen. Einer dieser Plätze ist der Neumarkt, der größte Platz Kölns, der im letzten Sommer durchdie roten Stühle in eine italienische Piazza verwandelt wurde. Durch das gemeinsame Engagement des hdak mit Sponsoren und Förderern gelingt die Aktion auch diesen Sommer. (Text: hdak)
- „100 Stühle auf dem Neumarkt“ Neumarkt, 50667 Köln
streetwise ist keine Retrospektive, sondern ein Blick hinter die Kulissen eines Designbüros. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl weniger bekannter Arbeiten des Designers Konstantin Grcic aus mehr als 30 Jahren gestalterischer Praxis. Viele der gezeigten Objekte sind Prototypen, Mock-ups, beschädigte Modelle und verworfene Ideen – Stücke, die normalerweise hinter den fertigen Produkten verborgen bleiben.
Neben diesen Arbeiten zeigt Grcic Projekte von 25kg, dem unabhängigen Label, das er 2025 gegründet hat. Der Titel streetwise steht für eine praktische Art, die Welt zu verstehen. Es geht um Lernen durch Machen, um Intuition, Versuch und Irrtum sowie um das Wissen, das aus Erfahrung statt aus Theorie entsteht. Die Ausstellung feiert das Rohe, Direkte und Unvollendete – Objekte, die den Designprozess in seiner Entstehung sichtbar machen. (Text: Konstantin Grcic Design)
Ab April 2026 schickt die World Design Capital Frankfurt RheinMain ihren mobilen WDC-Pavillon auf Reisen. Bis September steuert die markante Struktur sechs Stationen in der Region an. Entsprechend dem WDC-Motto „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“ hat das transdisziplinär arbeitende Architektur-Kollektiv Constructlab einen Pavillon entwickelt, der Menschen zusammenbringt und Raum für gemeinsames Gestalten bietet. Das Ziel: Design direkt in die Öffentlichkeit zu bringen und als Anker für Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und demokratische Teilhabe erlebbar zu machen. Den Start markiert der erste Stopp in Bad Homburg, wo der WDC-Pavillon vom 15. bis 26. April 2026 auf der Wiese hinter dem Kurhaus gastiert.
Text: World Design Capital RheinMain
- Bad Homburg: Wiese hinter dem Kurhaus
- Kelkheim: Vor dem Rathaus
- Offenbach: Aliceplatz (in Bestätigung, alternativ Rathausvorplatz)
„Der architektonische Blick. epochal – global“ ist die zweite umfassende Museumsausstellung des Architekturfotografen Hans Georg Esch. Von Pompeji über „den Dom“, vom Chrysler-Building in New York bis zu den Gebäuden von Oswald Mathias Ungers und zu dem erst 2025 in Betrieb genommenen Flughafen von Abu Dhabi, von Beijing über Shibam, der Altstadt der Metropole Jemens, Sanaa, von Hong Kong bis Köln und Neviges im Bergischen Land … die Architekturen der Welt sind Eschs Motive.
Der 1964 in Neuwied geborene Hans Georg Esch arbeitet seit über 40 Jahren gleichermaßen als Auftragsfotograf sowie künstlerisch autonom für seine Fotobücher. Eine Auswahl seines Werkes zeigt das MAKK vom 11. Juni bis zum 27. September 2026. Vertreten sind großformatige Masterpieces und seriell angelegte Bildstrecken, die epochenübergreifend das globale Phänomen der Architektur und deren zeitgenössische Relevanz thematisieren.
Gebäude, Entwurfsdetails, urbane Architekturräume und Panoramen wandeln sich durch Eschs persönlichen „architektonischen Blick“ zu ikonischen Motiven, unabhängig von ihrem kulturellen und geografischen Kontext. Die berühmte These der Pop Art, dass erst das Foto unser Bild vom Objekt bestimmt, wird durch Eschs Architekturfotografien mehr als augenfällig bestätigt. (Text: Museum für Angewandte Kunst Köln)
Seit 2025 wird das Molkenmarkt-Areal konkret beplant. Der zweite Realisierungswettbewerb wurde Ende Juni entschieden. Vorgesehen sind vor allem Wohnungen und Gewerbe, ergänzt um einen Gebäudekomplex für die Bildenden und Darstellenden Künste.
Die Wettbewerbsarbeiten des von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in Kooperation mit der Bauherrin WBM ausgelobten zweiten Realisierungswettbewerbs für die Bebauung „Am Molkenmarkt für den Block B2 und A“ werden nun ausgestellt.
Zur Eröffnung am Montag, 7. September 2026 sprechen Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt, Lars Dormeyer (Geschäftsführer der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte), und Antje Freiesleben, Mitglied der Fachjury des Wettbewerbsverfahrens.
Im Anschluss an die Eröffnung findet ein Get-together statt. Ende der Veranstaltung ist circa 21.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Kunstfestival in Bitterfeld-Wolfen und Gräfenhainichen
Vom 12. bis 27. September lädt das Festival OSTEN unter dem Titel KRAFTWERK – ZUKUNFT ein, Bitterfeld-Wolfen und „den Osten“ als Landschaft der Veränderungen für Mensch, Natur und Zusammenleben zu erforschen und zu feiern. OSTEN ist ein Festival für Kunst und gegenseitiges Interesse.
Im Zentrum der neuen Festivalausgabe in diesem Jahr steht die Energie der Zukunft. Woher kommt in Zukunft unsere Energie? Aber auch: Woher nehmen wir in Krisenzeiten Kraft und Mut? An zwei Orten, dem historischen Kraftwerk Zschornewitz und um den ehemaligen Jugendclub 84 in Wolfen-Nord erzeugen wir gemeinsam Energie, tanken Kraft und versenden Impulse in unser breites Kraftnetz für die Zukunft. Hier zeigen Künstler:innen Theater- und Musikstücke, Performances, Filme und vieles mehr. Workshops und Gespräche werfen einen neuen Blick auf Gegenwart und Zukunft und bieten Anlass, miteinander ins Gespräch zu kommen.
FEUERMAUERN. THE CITY JUMPS is a photographic and typological study focusing on a frequently overlooked urban element of Vienna: firewalls. The city constantly grows, changes, evolves. Different historical phases coexist within a single urban fabric. Humans plan, control, trace lines that define present and future boundaries and heights of the built environment. The aim is to overwrite, juxtapose, erase or align the various urban parts. In historically dense cities like Vienna, however, it is difficult to define all the relationships between individual parts and the entirety of the urban landscape. This generates grey areas, misalignments, conflicts, frictions. Empty vertical surfaces, without windows, highlight these discrepancies.
These blind facades in Vienna are known as „Feuermauern“. Introduced relatively recently as a fire-prevention measure, they are designed to avoid the spread of fire, heat, and smoke from one building to another and must now meet strict regulatory requirements. However, they are not to be seen as mere technical devices. They are visible signs of the continuous evolution of our cities. Blank canvases. Rather than going unnoticed, hidden or covered by advertisements they might provide new ways of interacting with the surrounding city. They could be spaces of collectivity, cultural showcases, open-air cinemas, climbing walls, or simply create moments of wonder when experiencing the city. (Text: FREDIANEspace)
Vernissage & Workshop, 18 Uhr
- Ausstellung „Feuermauern“ Gußriegelstraße 9, 1100 Wien
Am Open House-Wochenende öffnet Zürich seine Türen und lädt architekturbegeisterte Laien und Fachleute ein, herausragende Bauten kostenlos zu besichtigen. Eine Gelegenheit für alle, einen Blick hinter die Fassaden zu werfen, die Stadt neu zu entdecken und zu erleben, wie vielseitig im Großraum Zürich gebaut, gearbeitet und gewohnt wird.
Über 100 ausgewählte Gebäude aus den verschiedensten Zeitepochen und Sparten sowie Außenräume werden ins Programm aufgenommen. Seine eigene Tour durch private Häuser und Wohnungen – Theater, Kirchen, Museen und Schulen – Büros und Studios – Werkstätten und Lagern – Gärten und Parks stellt man sich zusammen unter: www.openhouse-zuerich.org
In den meisten Gebäuden werden Führungen mit Architekt:innen, Denkmalpfleger:innen, den Gebäudenutzer:innen oder unseren Volunteers angeboten. Die genauen Details zu den Öffnungszeiten und den Führungen sind auf einem gedruckten Übersichtsplan oder auf der Website zu erfahren. Neben freien Begehungen gibt es auch Gebäude, für die man sich aus Gründen der Organisation anmelden muss. (Text: Open House Zürich, gekürzt)
- „Open House Zürich“ Besichtigungen im ganzen Stadtgebiet
Unter dem Motto „Denkmale: Wert für alle.“ lädt das Bundesdenkmalamt am 27. September 2026 dazu ein, kulturelles Erbe bei freiem Eintritt zu entdecken. Am letzten Sonntag im September öffnen in ganz Österreich wieder zahlreiche Programmpartner:innen die Türen zu ihren Denkmalen oder bieten spannende Touren zu Denkmalen an: Der vom Bundesdenkmalamt koordinierte Tag des Denkmals findet heuer am 27. September 2026 statt. Interessierte sind dazu eingeladen, kulturelles Erbe bei freiem Eintritt zu erkunden. Ab sofort ist das vollständige Programm mit österreichweit rund 300 Denkmalen und Touren online unter www.tagdesdenkmals.at abrufbar. (Text: Bundesdenkmalamt)
„Tag des Denkmals 2026“ Über 300 geöffnete Denkmale in ganz Österreich
Zertifizierte Weiterbildung der TU München & buildingSMART
Das modulare Zertifikatsprogramm „BIM Professional“ an der Technischen Universität München (TUM) startet – bereits zum 17. Mal – Ende September hybrid in München. Das tiefgehende Weiterbildungsprogramm bereitet die Teilnehmenden gleichzeitig auf zwei buildingSMART-Zertifizierungen vor: Das buildingSMART-Zertifikat „Professional Certification – Foundation“ und „Practitioner openBIM Management/Coordination“.
Berufsbegleitend – online & vor Ort – in München mit Start am 28. September 2026:
Modul 1 (online): 28.09.2026, 02.10.2026, 12.10.2026
Modul 2 (München, Vorhoelzer Forum): 02.–04.11.2026
Modul 3 (hybrid): 16.11.2026 (online), 23.11.2026 (München, Vorhoelzer Forum)
Modul 4 (vor Ort, Vorhoelzer Forum): 24.11.2026, 07.12.2026
Haben Sie Interesse, sich als BIM Professional dieses Jahr weiterzubilden? Die Modulplanung, Zulassungsvoraussetzungen sowie Dozierende finden sich auf der Programmseite.
Anmeldefrist
- Zertifizierte Weiterbildung „BIM Professional“ (Online und in München)
Überall arbeiten Städte daran, ihre Wasserlagen neu zu denken und zu gestalten. Wie gelingt diese Transformation? Wo entstehen die Wasserzugänge von morgen, und wer treibt sie voran? Die 1,5-tägige internationale Fachkonferenz „WATER_CITY WHERE NEXT?“ bringt Expertinnen und Experten aus Planung, Forschung und Praxis zusammen – von Hamburg bis Chicago. Vorträge, Werkberichte und Diskussionen geben Einblick in aktuelle Ansätze und Projekte an der Schnittstelle zwischen Stadt und Wasser.
Die Konferenz findet in deutscher und englischer Sprache statt und richtet sich an Planerinnen und Planer, (Landschafts-)Architektinnen und Architekten, Urban Designer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung. Es sprechen unter anderem Barbara Buser (baubüro in situ, Zürich), Günther Vogt (Vogt Landschaftsarchitekten, Basel), Lars Jensen (Chief City Architect, Kopenhagen), Petra Marko (Metropolitan Institute, Bratislava) Adriaan Geuze (West 8, Rotterdam), Paola Viganò (Studio Paola Viganò, Mailand), Sanjukta Sen (Field Operations, New York) und Peter Tschentscher (Oberbürgermeister Hamburg). Öffentliche Führungen laden dazu ein, die HafenCity, das Billebecken, den Grasbrook und die Innenstadt-Fleete unter fachkundiger Begleitung gemeinsam zu erkunden.
Organisiert wird die Konferenz im Rahmen des Hamburger Architektur Sommers 2026 vom Oberbaudirektor der Stadt Hamburg. Die Teilnahme ist kostenfrei nach vorheriger Anmeldung möglich. (Text: Büro des Oberbaudirektors der Stadt Hamburg)
Öffentliche Führungen zu Hamburger Wasserlagen, 10–17 Uhr Eröffnungsabend, 19–21 Uhr
Wie bleiben unsere Gebäude auch in Zukunft lebenswert, leistungsfähig und energieeffizient – selbst an den aktuellen heißen Sommertagen? Diese Frage gewinnt für Kommunen, Energieversorger und öffentliche Einrichtungen zunehmend an Bedeutung.
Nutzen Sie die Gelegenheit, aktuelle Forschungsergebnisse, innovative Kühltechnologien und Praxisbeispiele kennenzulernen. Der Projektworkshop des Forschungsprojekts CoolSaxony zeigt, welche Herausforderungen auf uns zukommen und wie sich Mitteldeutschland darauf vorbereiten kann. Freuen Sie sich auf spannende Einblicke in aktuelle Projektergebnisse sowie Fachvorträge zu:
den aktuellen und zukünftigen klimatischen Entwicklungen in Sachsen,
dem Kühlbedarf von Gebäuden und dessen Berücksichtigung in der Energieplanung,
technischen Möglichkeiten der Gebäudekühlung,
Praxisbeispielen bereits umgesetzter Kühlprojekte
Der Workshop bietet zudem Gelegenheit zum Austausch mit Fachleuten aus Kommunen, Energieversorgung, Verwaltung und Forschung. (Text: Pressestelle der TU Bergakademie Freiberg)
Die Ausstellung FADED FUTURE im FUTURO-Haus von Matti Suuronen, vor dem Haupteingang der Pinakothek der Moderne, zeigt – in einer kontrastreichen Präsentation einer faszinierenden Auswahl von 15 Fotografien des Münchner Fotokünstlers Michael Nischke – den Verfall eines futuristischen Ferienparks in Taiwan.
Anfang der 1980er Jahre errichtete der Geschäftsmann Su Ming (1922 – 2000) in Wanli, im Norden Taiwans einen Ferienpark mit Gebäuden, bei denen es sich um schlichte Nachbauten der bekannten Kunststoffhäuser VENTURO und FUTURO des finnischen Architekten Matti Suuronen handelte. Doch bereits wenige Jahre nach Fertigstellung wurden die ersten Häuser verlassen. Die ungünstige Lage sowie die herausfordernden Wetterbedingungen führten zum schnellen Niedergang dieser Anlage und verwandelten den futuristischen Ferienpark sukzessive in einen Lost Place. (Text: Pinakothek der Moderne)
Im Mittelpunkt der Ausstellung HAUPTSACHE WOHNEN stehen architektonische Qualität, soziale Mischung und die Entwicklung lebendiger Quartiere. Die gezeigten Projekte verdeutlichen dabei eindrücklich, welchen Beitrag öffentlicher und genossenschaftlicher Wohnungsbau für eine vielfältige und sozial ausgewogene Stadt leisten kann, aber auch wo die Herausforderungen liegen.
Die Gesprächsrunde „Hamburg trifft Berlin“ am 25. August bringt vier ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Architektur, Stadtplanung und Stadtentwicklung in der BDA Galerie Berlin zusammen. Im Fokus stehen gemeinschaftliche Wohnformen, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Frage, welche Impulse die IBA Berlin 2034–37 für eine innovative und sozial gerechte Stadtentwicklung setzen kann.
Ausgehend von den Erfahrungen Hamburgs diskutiert das Podium, wie neue Wohnmodelle, kooperative Verfahren und qualitätsvolle Quartiersentwicklung dazu beitragen können, bezahlbaren Wohnraum und lebendige Nachbarschaften zu schaffen. (Text: BDA Berlin)
Gesprächspartner:innen:
Dr. Christian von Oppen (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen)
Uli Hellweg (Stadtplaner, ehem. Geschäftsführer der IBA Hamburg)
Daniel Luchterhandt (Stadtplaner AKHH BDA)
Regine Siegl (Architektin BDA, Mitglied im Netzwerk Berliner Baugruppenarchitektinnen)
Moderation: Susanne Scharabi (Mitglied im Vorstand und im AK Berufspolitik / Wohnungsbau des BDA Berlin)
Buchpräsentationen in Frankfurt am Main und Berlin
In Mexiko-Stadt finden sich zwei Prozent aller weltweit lebenden Tier- und Pflanzenarten, und die Biodiversität von New York City hat sich seit seiner Gründung mehr als verdoppelt. In Zeiten von Klimawandel und Artensterben stellt sich zunehmend die Frage, wie wir in der Stadt – einem der unterschätztesten Ökosysteme überhaupt – eine neue Koexistenz aushandeln und Spielregeln für panökologische Partizipationsprozesse definieren können.
Eine vielversprechende Möglichkeit bieten die Rechte der Natur, die Mensch und Umwelt auf eine Ebene stellen. In Curridabat werden Bienen aktiv in die Stadtplanung miteinbezogen, die Seine wurde kürzlich zur Ehrenbürgerin von Paris ernannt, und in der Bucht von San Francisco haben Wale und Delfine eine Art Vorfahrtsrecht. Das bei Birkhäuser erschienene Buch Stadt Natur Rechte. Was Bienen und Bäume dürfen müssen von Katja Schechtner, Alex Putzer und Wojciech Czaja ist eine Aufforderung, unsere nicht-menschlichen Nachbar*innen neu zu verstehen. (Text: Birkhäuser)
Buchpräsentation, 19.30 Uhr Bücherbogen am Savignyplatz, Stadtbahnbogen 593, 10623 Berlin
Buchpräsentation, 19 Uhr Deutsches Architekturmuseum DAM, Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main
Ideen für die IBA 2030 und die EXPO 2035 in Berlin-Brandenburg gesucht
Unter dem Motto "Ideen für eine IBA 2030 und EXPO 2035 in Berlin und Brandenburg" ruft unsere Plattform Nachwuchsarchitekt*innen 2026 wieder alle Kreativen auf, ihre ungebauten, nicht realisierten Entwürfe aus den Schubladen und von den Wänden zu holen, die möglichst nicht älter als drei Jahre sind.
Seit 2008 wird eine Internationale Bauausstellung (IBA) in der Metropolregion Berlin-Brandenburg diskutiert – wenig ist in den fast 18 Jahren konkret passiert. Von „Draußenstadt Drinnenstadt“ bis „IBA-KLIMA“ oder aktuell einer IBA zu „Öffentlichen Räumen“ gab es bisher keinen verbalen Allgemeinplatz, der ausgelassen wurde in den Diskussionen. Wir wollen jetzt konkrete Entwürfe sehen!
Wesentliche Kategorien bei der Beurteilung unseres Wettbewerbs in Berlin-Brandenburg sind:
IBA 2030 und EXPO 2035 neu gedacht (Kategorie A)
IBA 2030 und EXPO 2035 (politisch) auf den Punkt gebracht (Kategorie B)
IBA 2030 und EXPO 2035 als (Um)Bauprojekt mit nachhaltigem Potential (Kategorie C)
Eine interdisziplinäre Jury wird sich bei der Beurteilung der eingereichten Arbeiten auf diese Kategorien fokussieren und sie entsprechend gewichten. Mitglieder der Jury 2026 sind Henrike Wehberg-Krafft, Landschaftsarchitektin, WES LandschaftsArchitektur, Daniel-Jan Girl, Vorsitzender des Aufsichtsrats der EXPO 2035 Berlin, Florian Köhl, FAT Koehl Architekten, sowie Preisträgerinnen Hannah Steinborg und Jule Jünger des Nachwuchsarchitekt*innen-Wettbewerbs aus dem Vorjahr 2025.
Verbindlicher Abgabetermin ist der 30. September 2026 bis 24 Uhr.
Interessierte Teilnehmer*innen können sich ab sofort für den Wettbewerb formlos registrieren (Email: info@plattformnachwuchsarchitekten.de), um weitere Informationen zu erhalten. Die prämierten Arbeiten werden bei einem Round Table Talk öffentlich im Oktober 2026 präsentiert.
RAL Forum Kreislaufwirtschaft. Von der Idee zur Praxis
Online und vor Ort in Bonn
Keynotes, Diskussionen, Networking – am 01.10.2026 dreht sich bei RAL in Bonn wieder alles um das Thema Kreislaufwirtschaft. Kreislaufwirtschaft ist längst mehr als ein Zukunftskonzept. Sie entwickelt sich Schritt für Schritt zum neuen Leitbild für ressourcenschonendes und wirtschaftlich erfolgreiches Handeln.
Doch wie gelingt der Weg von ambitionierten Zielen zu konkreten Lösungen? Welche Erfahrungen gibt es bereits? Und welche Rolle können RAL Gütezeichen dabei spielen? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das RAL Forum bereits zum vierten Mal in Folge. Freuen Sie sich auf spannende Impulse aus Wissenschaft, Politik und Praxis, erfolgreiche Best Practices und den Austausch mit Expert:innen rund um die Circular Economy.
Interessierte können sich ab sofort für die kostenlose Teilnahme vor Ort in Bonn oder online verbindlich anmelden. Vor-Ort-Teilnehmende sind zudem herzlich zum Networking beim kostenlosen Frühstück (ab 9.00 Uhr) und Lunch (im Anschluss an die Veranstaltung) eingeladen. Hier geht’s zum Programm mit Vorstellung der Referent:innen und zur Anmeldung: forum.ral-guetezeichen.de
„RAL Forum Kreislaufwirtschaft“, ab 10 Uhr Online oder vor Ort in Bonn
Bauen in Bad Saarow. Zwischen Reet, Rosenthal und Revision
Vortrag in Brandenburg
Bad Saarow war in den 1920er Jahren mehr als ein Kurort, es war ein Landschaftsatelier der Moderne. Künstler der Berliner Secession, Architekten und Schriftsteller fanden hier, fernab der Großstadt, ihren eigenen Resonanzraum. Im Zentrum dieser fast vergessenen Geschichte steht ein Name, den heute kaum noch jemand kennt: Harry Rosenthal (1892–1966). Der jüdische Architekt zeichnete auf dem Dudel ein architektonisches Ensemble von großer Ambition – und erlebte wenige Jahre später jene Karriere-Kurve, die für so viele Architekten seiner Generation typisch werden sollte: rasanter Aufstieg, Emigration, Vergessen.
An diesem Abend nähern sich die Vortragenden Rosenthals Werk und seiner Zeit aus zwei Richtungen. Prof. Dr. Sylvia Claus (BTU Cottbus), die als erste die Biografie und das Schaffen Rosenthals wissenschaftlich umfassend aufgearbeitet hat, gibt einen Überblick über sein Leben und Werk – von der ersten Flachdachvilla Berlins über die Saarower Häuser auf dem Dudel bis zu seinen später kaum noch bekannten Bauten im Exil.
Helene Peters und Emil Brechenmacher weiten den Blick anschließend auf die Baugeschichte Bad Saarows insgesamt und berichten aus einem laufenden Projekt: dem Versuch, Rosenthals Erbe nicht zu musealisieren, sondern weiterzuschreiben. Sie stellen ihren zeitgenössischen Entwurf für den Wiederaufbau der verloren gegangenen „tschechischen Kate“ vor und erläutern die grundsätzlichen Leitlinien für ein Bauen, das diesem besonderen Ort gerecht werden kann. (Text: Vera Jaspers, gekürzt)
Im September dieses Jahres jährt sich der Geburtstag von Joachim Schürmann zum 100. Mal (* 24. September 1926 in Viersen; † 8. Dezember 2022 in Köln). Der BDA Köln nimmt dies zum Anlass im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe welovearchitecture an die Architektur und das Lebenswerk von Margot Schürmann und Joachim Schürmann zu erinnern, wozu wir Sie/Euch herzlich einladen möchten am: Samstag, den 03. Oktober 2026.
14:00 bis 16:00 Uhr: Ein Rundgang durch das vom Büro Schürmann geplante Kölner Martinsviertel mit einem Besuch der Kirche Groß St. Martin, eine der romanischen Kirchen, die vom Büro Schürmann wieder aufgebaut wurde. Erläuterungen von Walter von Lom, Wilfried Euskirchen und Marcin Orawiec. Treffpunkt vor dem Portal der Kirche Groß St. Martin.
Ab 18:00 Uhr: Abendveranstaltung in der Kirche St. Stephan in Köln-Lindenthal mit einem Werkbericht über das Lebenswerk von Margot und Joachim Schürmann mit David Kasparek. (Text: BDA Köln)
Jubiläum „Schürmann 100“, ab 14 Uhr Orte: Martinsviertel und St. Stephan, Köln
Die Manifesta 16 Ruhr findet über 15 Wochen in vier Städten des Ruhrgebiets statt: Bochum, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen. Die 16. Ausgabe im Ruhrgebiet markiert zugleich das 30-jährige Bestehen der Europäischen Nomadischen Biennale, die 1996 in Rotterdam gegründet wurde. Die Biennale entfaltet sich in 12 ehemaligen oder leerstehenden Kirchengebäuden und bringt mehr als 100 Teilnehmende, Kreative, Kollektive sowie vielfältige Vermittlungsprojekte zusammen, die tief in den lokalen Gemeinschaften des Ruhrgebiets verwurzelt sind.
Im Fokus der 16. Ausgabe der Manifesta steht eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie können wir in einer von multiplen Krisen, Desinformation und Polarisierung geprägten Gegenwart zur Entwicklung alternativer Gesellschaftsmodelle beitragen? Wie kann Kultur (urbane) Freiräume und Leerstände nutzen, um Spaltung und Isolation in einer Post-Covid-Gesellschaft entgegenzuwirken? In der vorbiennalen Forschungsphase der Manifesta 16 wurde für das Team besonders deutlich, wie sehr es an Gemeinschaftsräumen mangelt und wie groß der Leerstand ungenutzter moderner Kirchengebäude ist. (Text: Manifesta 16 Ruhr, gekürzt)
- Kunstfestival „Manifesta 16 Ruhr“ Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Duisburg