Grüne Finger als Leitgedanke für die Stadtplanung
Baukulturgespräche Osnabrück mit Landschaftsarchitekt Andreas Kipar
Wie können die Grünen Finger die Stadtentwicklung von morgen prägen? Dieser Frage widmet sich das nächste Baukulturgespräch am 6. Oktober 2026 um 18.30 Uhr im Felix-Nussbaum-Haus. Zu Gast ist der international renommierte Landschaftsarchitekt Andreas Kipar vom Büro LAND mit Sitz unter anderem in Mailand und Düsseldorf.
Kipar beschreibt die Grünen Finger als frühes, vorbildliches Beispiel für die Nutzung von Natur als Infrastruktur: Seit den 1920er-Jahren verbinden die keilförmigen Grünräume die Landschaft um Osnabrück mit der Stadt. Im Jubiläumsjahr „100 Jahre Grüne Finger“ richtet er den Blick darauf, wie dieses planerische Erbe mit neuem Leben gefüllt werden kann. Dabei geht es um Freiräume, die das Stadtklima verbessern und zugleich Platz für Bewegung, Erholung und Begegnung bieten.
In seinem Vortrag stellt Kipar Bezüge zu den „Grünen Strahlen“ in Mailand, den historischen Plänen Fritz Schumachers für Hamburg und den „Neuen Wegen zum Wasser“ in Essen/Ruhr her. Die Beispiele zeigen unterschiedliche Wege, Stadt und Umland über Grünräume zu verbinden. Für Kipar liegt darin ein Leitgedanke zeitgemäßer Stadtplanung: Die Entwicklung der Freiräume soll mitbestimmen, wie eine Stadt wächst und sich verändert. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (Text: Kuhl|Frenzel, Osnabrück)
Baukulturgespräche Osnabrück, 18.30 Uhr
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