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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Mehrheit_fuer_Theaterneubau_auf_dem_Basler_Ganthausareal_4463.html

11.12.1998

Was lange währt...

Mehrheit für Theaterneubau auf dem Basler Ganthausareal


Der Rat des Kantons Basel-Stadt hat in der Debatte über das neue Schauspielhaus für Basel mit einer klaren Mehrheit für einen Neubau auf dem Ganthausareal votiert.
Seit 1988 wird über ein neues Theater für die Stadt diskutiert, da die vor rund 40 Jahren erbaute Komödie den Anforderungen nicht mehr genügt. 1997 wurde ein eingeladener Architekturwettbewerb (Teilnehmer u.a. Diener & Diener, A. Gigon / M. Guyer, R. Moneo, Rem Koolhaas) für den Standort Steinenberg / Theaterstraße durchgeführt, bei dem der Entwurf des jungen Zürcher Büros Steib mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Doch während das Wettbewerbsverfahren noch lief, wurde eine seit längerem ausgearbeitete Alternative des Basler Büros Schwarz - Gutmann - Pfister Architekten für das Ganthausareal öffentlich ausgelegt, für die es eine starke Lobby gab: Die Basler Zeitung torpedierte den Standort für den Wettbewerb, und obwohl das Bauamt eine regelrechte „Werbekampagne“ für das Steib-Projekt startete, gab es keine Zustimmung in der Bevölkerung.
Nun wird bis zum Jahr 2001 die Alternative auf dem Ganthausareal realisiert. Auf dem spitzen Eckgrundstück zwischen Steinentorstraße und Klosterberg entsteht ein Haus mit flexibler Bühne und 490 bis 540 Sitzplätzen. Das Foyer nebst Theaterrestaurant und Bar liegt zur Steinentorstraße. Die Magazine und Garderoben sind unterirdisch angeordnet. Über dem Zuschauerraum liegt noch eine Probebühne.
Das Projekt kostet über 20 Millionen Franken, von denen rund 9,5 Millionen durch private Spendengelder aufgebracht werden müssen. Für Aufsehen sorgte vor wenigen Wochen eine sieben Millionen Franken hohe Spende von „Ladies First“, einer kleinen Gruppe wohlhabender Baslerinnen: Die Damen wünschen sich als Gegenleistung für die Einbringung ihres „Löwenanteils“ ein gewisses Mitspracherecht bei der Gestaltung des neuen Hauses.

Zeichnung: Schwarz - Gutmann - Pfister Architekten


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