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12.11.2019

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Materialität statt Dekoration

Wohntürme und Kita von Querkraft und SAM in Paris


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Das neue Stadtviertel Clichy-Batignolles erstreckt sich über 54 Hektar entlang der Gleise, die zum Bahnhof St. Lazare führen. Im Nordosten wird es vom Martin-Luther-King-Park flankiert. Es gehört zu den ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekten, die gerade in Paris umgesetzt werden. In der ehemals industriell geprägten Gegend mit ihrer von der Stammstrecke abzweigenden Güterzuglinie und der nahen Umgehungsstrasse waren in erster Linie Transport- und Logistikunternehmen angesiedelt, also Parkplätze, Flachbauten und Lagerhallen. Heute bestimmt hier verdichteter Wohnungsbau das Bild.

Die zentrale Parzelle 6A ist an der Rue Mstislav Rostropovich füllen Querkraft Architekten aus Wien zusammen mit Sam Architecture aus Paris mit zwei sich diagonal gegenüberstehenden Wohnbauten: Ein 16-Etagen-Turm mit umlaufenden Balkonen trifft auf der Parkseite auf ein achtstöckiges Türmchen, in dem Sozialwohnungen untergebracht sind. Beide Volumina sind durch ein X-förmiges Gebäude mit Holzfassade verbunden. Hier sind eine Schule und eine Kita untergebracht. Mit dieser Konfiguration soll laut der Architekten möglichst viel Sonne auf auf die Pausenhöfe gelangen.

Der 50 Meter hohe Turm orientiert sich an der Höhe der benachbarten Bebauung. Die geringere Höhe des zweiten Turms erlaubt den Anwohnern hingegen Ausblicke auf den Park, auch der Schattenwurf wird dadurch reduziert. Insgesamt bietet das 19 Millionen Euro teure Projekt rund 9.500 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche. Die Landschaftsarchitekten Atelier Roberta ordnen die Pausen- und Spielflächen so an, dass die Kinder das nahe Grün sehen können. Der Park bleibt auch von der Straße aus sichtbar, aber die Kinder sind auf dem Spielhof vor Einblicken genschützt.

Die Architekten beschreiben ihre Gestaltung als in ästhetischer Hinsicht nachhaltig. Anstatt die konstruktiven Elemente mit einer dekorativen Oberfläche zu verkleiden, bleibt hier alles vergleichsweise reduziert. Insbesondere der Kindergarten ist so entworfen, dass das Material von innen wie von außen erlebbar ist. Das Gebäude bietet die Möglichkeit einer flexiblen Raumaufteilung; Korridore können beispielsweise zu zusätzlichen Klassenzimmern umfunktioniert werden. Auch besteht die Möglichkeit, die Räumlichkeiten für andere Aktivitäten zu nutzen, sobald der Unterricht vorbei ist. (tl)

Fotos: Schnepp Renou


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Kommentare

2

STPH | 13.11.2019 10:34 Uhr

...

paris als Beispiel wie Zentralität fast alles zur periferie entwertet.

1

auch ein | 12.11.2019 16:11 Uhr

architekt

der text von bild 5 ist SPITZE!

 
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