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15.06.2010

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Prägnante Antworten zum Ort

Wettbewerb Parklandschaft Tempelhof geht in die 2. Phase


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Was macht man mit einer riesigen Grünfläche mitten in der Stadt – vor allem, wenn diese die Ausmaße von über 500 Fußballfeldern hat und zuvor jahrzehntelang als Verkehrsflughafen genutzt wurde? Einen Park, eine ganze Parklandschaft! Doch wie soll so eine Landschaft, umgeben von Urbanität aussehen, wie soll sie gestaltet sein?

Diese Frage war Grundlage des landschaftsplanerischen Wettbewerbs „Parklandschaft Tempelhof“, der im März 2010 von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ausgelobt wurde. Insgesamt haben 78 internationale Architektenteams eine Antwort abgegeben; am Samstag wurde sechs Arbeiten ausgewählt, die laut Senatsbaudirektorin Regula Lüscher „prägnante Antworten zu dem Ort geben“:

  • BASE Landschaftsarchitekten, Paris; anOtherArchitect, Berlin
  • bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau, Berlin
  • Capatti Staubach Landschaftsarchitekten Berlin; Christoph Mayer Architekt, Berlin
  • gross.max Landschaftsarchitektur Edinburgh; Sutherland and Hussey, Architects, Edinburgh
  • Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden; Rohdecan Architekten, Dresden
  • Topotek1 Landschaftsarchitekten, Berlin; Dürig Architekten, Zürich

Die sechs Arbeiten, die nun in die zweite Phase gehen, wirken zusammen wie ein buntes Ideen-Potpourri. Während bbzl eine „Parkfassung“ um das „Wiesenmeer“ vorschlagen, haben Capatti Staubach ein Spannungsfeld aus Natur, Landschafts- und Agrarpark entwickelt. Topotek 1 verteilen monströse Kreuze in der Landschaft, die an die Vermessungskameratechnik der Luftfahrt erinnern sollen, und „als große Möbel im Verhältnis zur Größe des Parks die Möglichkeit schaffen, Sequenz und Raum auf der Fläche lesbar zu machen“. Die Franzosen von BASE schweben mit ihrem „Airpark“ zwischen Airpot und Park, ein dazwischen, das vielleicht eine „Landstadt“ werden könnte. Eine neue dynamische Figur, die den gesamten Ort umfasst, wollen gross.max etablieren, und Rehwaldt Landschaftsarchitekten verwandeln Tempelhof in ein „Offenland“.  Hier sollen „Temploide“, das sind speziell geformte Ballone, jedem einen persönlichen Luftsprung oder Flugversuche ermöglichen.

Das Ergebnis des Wettbewerbes habe gezeigt, dass kein Entwurf alle Aspekte der Auslobung erfüllen könne, sondern dass Prioritäten gesetzt wurden, um charaktervolle Parkentwürfe zu präsentieren, erläuterte Lüscher das Urteil der Jury.

Die Senatsbaudirektorin ist durchaus zufrieden. Die Entwürfe der ausgewählten Projektteams bilden die Grundlage für eine offene Debatte über die Zukunft des Parks. Gemeinsam mit den anderen Wettbewerbsentwürfen sollen die ausgewählten Vorschläge voraussichtlich Ende August 2010 öffentlich ausgestellt werden. Die endgültige Entscheidung über das Konzept für die Parklandschaft fällt dann Mitte Dezember 2010. 2017 soll auf dem Gelände eine Internationale Gartenschau stattfinden.


Zum Thema:

Download der Baunetzwoche#165 „Wiederkehr der Landschaft”


Kommentare

8

Gerd zum Felde | 19.10.2012 11:35 Uhr

Tempelhof -DIE NEUE MITTE

Tempelhof Gelegenheit - Die neue Mitte
Das Gelände ist weitläufig genug, um eine Stadt in einer Stadt zu bauen!
Ein Ort für die Zukunft, der die Korrekturen der Fehler aus Vergangenheit und Gegenwart erfolgreich umsetzt. Ein Ort mit Anziehungskraft gewaltig genug, Menschen aus der Umgebung und aus aller Welt zu bewegen, neugierig zu machen und zu inspirieren.

Architektur
Einzigartige und vielfältige,verständliche Architektursprache.
Konzentration auf Einsatz von natürlichem Licht.
Angemessener und innovativer Umgang mit Raum zur Förderung des Sinnes für Gemeinwesen und -wohl.
Verbindende und kommunikationsfördernde Architektur

7

ImmerDasGleiche | 16.06.2010 11:13 Uhr

Hinter jedem Baum steht ein Nazi

Können die Antifa-Kommentatoren einfach mal ihre hasserfüllten FaschoParolen zuhause lassen?
Nervt einfach nur noch. Es geht hier um einen Park und weder um Germania noch um Scheiss-Germania noch um das "unmenschliche Herrscherschloss am Schlossplatz" noch um "Nazi-Wumme".
Es geht nur um Gänseblümchen, Maiglöckchen und vielleicht ein paar Schafe.

Ich würde mir wünschen keinen Park anzulegen, da für die Pflege kein Geld da ist. Und ich das Flugfeld in seiner jetzigen Aura authentisch und spannend finde. Warum das ganze Areal nicht einfach mal so lassen. Warum immer alles etikettieren? Im Gebäude können Messen veranstaltet werden. Die Bundesregierung kann endlich (wenn sie geistig mal soweit ist) die letzten Ministerien aus Bonn im Haus unterbringen (ohne angebliche 5 Milliarden Umzugskosten). Und das Areal einfach mal so lassen wie es ist. Nächste Generationen wären darüber dankbar. Vielleicht wird Tempelhof auch wieder mal als Flughafen genutzt. Oder in 20 Jahren hat man hierfür wirklich eine sinnvolle Verwendung. Dieser Park ist Klimbim ohne Sinn.

6

Schwarzer | 16.06.2010 10:24 Uhr

Weite

Feldfreund trifft es auf den Punkt. Die plötzliche Weite mitten in der Stadt ist die große Qualität dieses Areals - auf einmal ist man in der Landschaft und die Stadt verschwindet am Horizont. Seit der Öffnung des Geländes war ich jedes Wochenende dort und habe die Leute beobachtet. Es braucht nichts weiter als zwei asphaltierte Landebahnen und einen Taxiway um die Menschen glücklich zu machen. Tempelhof ist ein wunderbarer Möglichkeitsraum, bei dem jeder Versuch, dem Gelände irgendeine weitere Struktur überzuziehen, überflüssig ist. Ich weiß nicht, was eine mögliche Bundesgartenschau dort zeigen soll. Lasst es.

5

visu | 16.06.2010 09:45 Uhr

Tempelhof

Die Bäume in der Perspektiven haben Mamouth-Bäume Dimention (...).

4

tempelhofvorschlager | 15.06.2010 20:42 Uhr

tempelhof

Ich finde, das Flugfeld von Tempelhof ist so ziemlich das einzige räumliche und strukturelle "Blindfeld", das man in Berlin mit positiven Konnotationen aus dem 20. Jhdt. verknüpfen kann. Stichwort "airlift". Die Berliner haben sich gefreut dass die GERMANIASCHEISSE mit Kohle, Kaugummis und Schokolade beworfen wurde. Ich finde hier könnte man den postideologischen Dreck, der in Berlin auf dem Schlosspatz, dem Wertheim Areal und am Humboldthafen realisiert zu werden droht in einem Zentrum für GERMANIASCHEISSE zur disposition stellen und mit Kohle, Kaugummis, Schokolade oder anderen Ideen bewerfen.

3

bibabou | 15.06.2010 16:38 Uhr

tempelhof

die ergebnisse - jury - wiederspiegeln die angst vor der gestaltung, so ist alles offen.......................

2

Feldfreund | 15.06.2010 16:10 Uhr

Bitte freilassen!

Die für einen Stadtpark weltweit singuläre Qualität des Geländes besteht in seiner Weite: Du kommst aus Neukölln und siehst plötzlich Horizont. Ein Teil der Büros hat das offenbar verstanden. Andere sind der Versuchung erlegen, vor allem eigene Duftmarken draufzusetzen, die diese Qualität stören bis zerstören würde. Was immer dort passiert: Ich hoffe, es wird auf dem zentralen Gelände innerhalb der Ex-Taxiways wenig sein. Wohnungs- und Gewerbebau am Rand schadet dagegen nicht - er ist hier allemal besser als am Stadtrand. Was dringend nötig wäre, ist ein Direktzugang von Nordwesten nahe dem Platz der Luftbrücke. Bitte Hangars durchlöchern! Die 1,3 Kilometer lange Nazi-Wumme ist nicht heilig.

1

neo | 15.06.2010 15:39 Uhr

...

lasst das tempelhofgelände so wie es ist. die zeit, die stadt und die menschen werden es formen.

 
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