DAM Preis 2021
Werk12 in München von MVRDV und N-V-O Nuyken von Oefele Architekten ausgezeichnet
Der DAM Preis 2021 geht an das Werk12 in München. Heute Vormittag wurde der Sieger in einer digitalen Pressekonferenz bekannt gegeben. DAM-Direktor Peter Cachola Schmal betonte, dass in diesem Jahr ein Bauwerk ausgezeichnet wurde, das mit seinem „puren Konzept“ begeistere und für Luftigkeit sowie Offenheit der Architektur stehe. Entworfen und realisiert wurde das Mixed-Use-Projekt im Münchner Werksviertel von MVRDV (Rotterdam) und N-V-O Nuyken von Oefele Architekten (München).
Wie die Pressemitteilung erklärt, gewinnt mit der Entscheidung das Neue, Freche und Hybride. Das Werk12 erinnert an den ikonischen niederländischen Pavillon der Architekt*innen auf der Expo 2000 in Hannover – nun jedoch in einer „erwachsenen und seriösen Variante“.
Die Jury unter dem Vorsitz von Alexander Schwarz – Partner im Büro David Chipperfield Architects, das mit der James-Simon-Galerie in Berlin den Preis im letzten Jahr gewann – entschied einstimmig. MVRDV gehören laut Preisgericht zu den ersten europäischen Architekten, die sich mit hybriden Nutzungsmischungen beschäftigteten wie sie in Südostasien und China aufgrund der dortigen städtischen Dichte seit Längerem gefordert sind. Zu der zwölfköpfigen Jury gehörten unter anderem Hans-Dieter Nägelke vom Architekturmuseum der TU Berlin und Architekt Peter Kulka.
Die drei weiteren Finalisten wurden im November 2020 bekannt gegeben. Alle 22 Projekte auf der Shortlist des DAM Preises und eine Auswahl von vier deutschen Architekten im Ausland werden im Deutschen Architektur Jahrbuch 2021 vorgestellt, das auch in diesem Jahr bei DOM publishers erscheint und von Schmal, Yorck Förster und Christina Gräwe herausgegeben wird. (mg)
Den von #4 vorgebrachten Einwand kann ich teilweise nachvollziehen, allerdings sehe ich ein klar durchstrukturiertes Haus, was eine Umnutzung problemlos zulässt und dabei nicht ins banale kippt: Plattformarchitektur im besten Sinne, um sich hier mal ein Wort aus der IT zurückzuerobern. Materialen, Ausbau und Technik sind klar ersichtlich und bei Demontage leicht zu trennen und zu recyceln. Klar brauchen wir mehr Holz, Lehm und andere grünen Materialen, bin ich dabei, aber wenn ich mir den Horror im nachhaltigen deutschen Holzbau (z.B. BUGA Heilbronn) so ansehe, bringt uns Holz architektonisch leider auch nicht immer weiter... und was Grün angeht: auf den Hainbuchen-Kajal von Ingenhoven und co kann ich gern verzichten, dann doch lieber Nude...
kann die restlichen kommentare nicht nachvollziehen.