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06.07.2021

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70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland

Wanderausstellung hält in Rostock


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Wenn eine Ausstellung „70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland“ heißt, dann kann man sich durchaus fragen, welches Deutschland denn im Titel gemeint ist: die DDR oder die BRD? Doch Kunst am Bau war Bestandteil der Kulturpolitik auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs. Erstaunlicherweise beschlossen sowohl die Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik wie auch der Deutsche Bundestag im gleichen Jahr – 1950 –, bildende Künstler*innen bei staatlichen Baumaßnahmen zu beteiligen und einen festen Anteil der Bausumme bei Neubauten und Instandsetzungen von öffentlichen Bauten für Kunst vorzusehen. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) nehmen dieses deutsch-deutsche Jubiläum zum Anlass, eine Ausstellung über die besondere Kunstgattung durch verschiedene Städte wandern zu lassen, begleitet von einer 300-seitigen Publikation. Nach Stationen in Berlin und München eröffnete die Schau am Wochenende in der Rathaushalle Rostock, wo sie noch bis zum 1. August 2021 zu sehen ist.

Viele bedeutende Kunstschaffende haben zur Kunst am Bau beigetragen, mehr als 8.000 Werke entstanden und bilden heute eine ganze Kulturlandschaft ab. Manche Kunstwerke sind im Inneren der Gebäude verborgen, andere sind Teil des öffentlichen Raums. Insbesondere an den Fassaden und Plätzen repräsentativer Bauwerke der früheren DDR nehmen sie diese Rolle ein, deren Wert man sich offenbar gerade wieder neu bewusst wird, was ein gänzlich ausgebuchtes Symposium zum Thema im Januar letzten Jahres verdeutlicht. 59 Kunstwerke aus der Zeit des geteilten als auch des wiedervereinten Deutschland stellt die Schau vor, die der BBR gemeinsam mit schmedding.vonmarlin. und Studio Krimm in einer Ausstellungsarchitektur mit großformatigen Tafeln zusammenstellt. In Rostock ist sie ergänzt um Beispiele, die das Bild der Hansestadt noch bis heute prägt. Insgesamt soll diese repräsentative Auswahl einen Überblick über die Themen, Ausdrucksformen und die Art geben, wie Kunst am Bau schließlich auch Bezüge zu Architektur und Stadt herstellen kann.

Ausstellung: Bis 1. August 2021, Mo.–Fr., 7 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei
Ort: Rathaushalle Rostock, Neuer Markt 1a, 18055 Rostock

„70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland“, weitere Termine und Ausstellungsorte:

  • 5. August bis 6.September 2021 im Händelhaus Halle
  • 18. September bis 31. Oktober 2021 in der Hochschule Bremen
  • 4. November bis 5. Dezember 2021 Musiktheater im Revier Gelsenkirchen
  • 6. Januar bis 8. Februar 2022 in der Volkshochschule Hannover


Zum Thema:

www.bbr.bund.de/70-jahre-kunst-am-bau-in-deutschland.html

Das BauNetz veröffentlichte 2016 eine Themenreihe zu „Kunst am Bau“ mit Essays und Interviews. Außerdem widmete sich die BAUNETZWOCHE#526 „Baubezogene Kunst der DDR“ der Arbeit des Fotografen und Dokumentaristen Martin Maleschka
.


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Aus DDR-Zeiten: Leipzig, Gewandhaus, außen sichtbar ist das 714 Quadratmeter große Deckengemälde „Gesang vom Leben“ von Sighard Gille aus dem Jahr 1981.

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„70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland“, Ausstellungsansicht mit den Wandtafeln von Studio Krimm und schmedding.vonmarlin.

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Kunst am Bau von 2015: Eine der Palmen von Antje Schiffers und Thomas Sprenger vor dem BND-Neubau an der Berliner Chausseestraße.

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Aus Zeiten der Bonner Republik: „Aufsteigender Phönix“ von Hannes Schulz-Tattenpach im Eingangsbereich des Bundeshauses in Bonn, 1953.

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