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18.04.2024

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Ferien in der Wellblechkapsel

Umbau von monotrum in Toyohashi


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Toyohashi liegt an der Südküste Japans rund 300 Kilometer von Tokio entfernt. In den Ausläufern der Stadt steht zwischen Solaranlagen, Wäldern und kleinen landwirtschaftlichen Flächen ein Gebäude, das auf den ersten Blick nicht ganz einzuordnen ist. Es handelt sich um einen kapselartigen Baukörper, genauer gesagt einen Zylinder mit ellipsenförmigen Stirnseiten. Erbaut wurde das Haus 1965 von Kenji Kawai, einem Ingenieur, der unter anderem bei der Kagawa City Hall des Pritzker-Preisträgers Kenzo Tange mitwirkte. In Toyohashi errichtete Kawai den tunnelartigen Solitär als einräumiges Wohnhaus zunächst für sich selbst. Dazu nutzte er prägnante Elemente wie wabenartige Gitterstrukturen an den Stirnseiten sowie Wellbleche für die volumenhüllende Fassade.

Das ungewöhnliche Bauwerk mit einer Fläche von 134 Quadratmetern sanierte und ergänzte das Büro monotrum (Osaka/Tokio) vergangenes Jahr. Da das Corrugated House nun nicht mehr als Wohn-, sondern als mietbares Ferienhaus für bis zu fünf Personen genutzt wird, wurden Wände in den Raum gezogen. Ein zentraler Wohn- und Essbereich auf der ersten Ebene grenzt an ein Schlafzimmer, ein Bad und eine Küche. Geht man eine halbgewendelte U-Treppe hinauf, erreicht man drei weitere Schlaf-, ein kleines Badezimmer und einen offenen Bereich, der mit Tatami-Matten ausgelegt ist. An diesen schließt ein Luftraum an, der sich über beide Ebenen erstreckt.  

Die neuen Wände sowie Möbel und Betten oder Schreibtische wurden mit dunkelbraunem Holz vertäfelt und passen sich damit dem bestehenden Bodenbelag aus dunkelrotem Riffelblech an. Zum Teil bestehen die Wände aus lichtdurchlässigem Polycarbonat-Hohlkammerplatten, um jene Schlafzimmer zu belichten, die an den gewölbten Außenseiten liegen.

Da durch die beiden Stirnseiten zu viel Licht in das Haus eindrang, wurde vor die südliche Öffnung innenseitig eine Leinwand gespannt. Das Sonnenlicht wird dabei gedämpft, das Wabengitter blieb jedoch vollständig sichtbar und erhalten. Eine Nacht in dem geschichtsträchtigen Gebäude kostet umgerechnet rund 900 Euro. (gk)

Fotos: Yoshiro Masuda


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