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25.05.2022

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Neu gemischt am Pariser Seineufer

Umbau von David Chipperfield Architects


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Im zentral gelegenen 4. Arrondissement am rechten Seineufer, auf Höhe des Quai Henri IV., entstand um 1960 nach Plänen von Albert Laprade (Paris) das dominante Gebäude der Pariser Präfektur, dem Sitz der Stadtverwaltung, als großmaßstäbliches Ensemble. Dieses besteht aus einem 16-geschossigen Hochhaus mit zwei 9-geschossigen Flügeln, die sich um einen Platz am Boulevard Morland gruppieren. Seit 2016 wurde der Komplex nach Plänen von David Chipperfield Architects (Berlin) saniert, umgestaltet und ergänzt. Ende Juni 2022 wird die neue Morland Mixité Capitale eingeweiht. Das durch die Bauherrschaft Société Parisienne du Nouvel Arsenal beauftragte Projekt ist Teil des ambitionierten, 2015 durch die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo initiierten Ideenwettbewerbs „Réinventer Paris“, der seinerzeit 815 Beiträge interdisziplinär zusammengesetzter Teams aus den Bereichen Architektur, Projektentwicklung, Landschaftsgestaltung und Kunst für insgesamt 23 Grundstücke innerhalb des Périphérique generieren konnte.

Die Architekt*innen transformierten den vormals eher abweisend wirkenden Bau mit strengen Rasterfassaden und den aufgrund seiner Monofunktionalität wenig belebten Platz durch Öffnung und vielfältige neue Nutzungen zu einem städtischen, ins Quartier eingebundenen Ort. Die Bestandsgebäude blieben auch aus Gründen der Nachhaltigkeit erhalten und wurden sowohl zur Seineseite als auch zum Boulevard Morland durch zwei Neubauten ergänzt, die den Versprung der Maßstäblichkeit zu den Nachbargebäuden abmildern. Arkaden im Erdgeschoss der neuen Gebäude bilden eine offene Passage und dadurch eine öffentliche Verbindungsachse vom Boulevard bis zum Seineufer.

Der neue Name „Mixité Capitale“ betont seinerseits das vielfältige Nutzungsprogramm: Das Ensemble mit 63.500 Quadratmetern Bruttogrundfläche bietet Raum für gehobenes sowie soziales Wohnen und beherbergt zudem ein Hotel, eine Jugendherberge, Büros, Geschäfte, eine Galerie, eine Markthalle und einen Kindergarten. Die beiden obersten Geschosse sind erstmals wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Neben einem Restaurant und einer Bar mit Dachgarten gibt es von hier einen weiten Ausblick über die Stadt sowie eine begehbare Kunstinstallation von Ólafur Elíasson und Sebastian Behmann vom Studio Other Spaces (beide Berlin). (uav)

Fotos: Simon Menges


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