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10.03.2014

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Backstein, Gotik, Beton

Schulerweiterung auf Mallorca


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Eine neue Material-Tradition zu begründen, das hatte das mallorquinische Büro SMS Arquitectos (Palma) bei seiner Schulerweiterung am Rande von Mallorcas Hauptstadt Palma im Sinn: Einfache Betonziegel sind das einzige Baumaterial, das ausschließlich mit den Mitteln der Insel hergestellt werden und darum als ressourcenschonend und lokal angepasst gelten kann, so die Architekten.

An den bestehenden dreigeschossigen Riegel einer weiterführenden Schule fügen sie einen hellen Kubus an, der das Farbschema des Bestandsgebäudes umdreht. Sind dort die Wandflächen aus rotem Backstein und die tragenden Elemente aus hellem Beton, besteht beim Neubau die Fassade aus weißen Betonfertigteil-Elementen, die von rötlichen Lisenen aus backsteinfarbigen Betonziegeln gegliedert werden.

Die Kubus mit seinen vorfabrizierten Deckenelementen ergänzt die Schule um einen Schwerpunkt im Bereich Lebensmittelproduktion und -verarbeitung. Zur Erschließung wird das bestehende Fluchttreppenhaus genutzt, die Erweiterung erhält aber durch einen Einschnitt im Ortbeton-Sockel seinen eigenen Zugang. Im Erdgeschoss befindet sich eine Lehrküche, in den oberen Geschossen Klassenzimmer, deren Böden zweifarbig ornamentiert sind.

Wie von den Architekten beabsichtigt, macht der Anbau dank seiner strengen Form und komplexen Fassade einen gleichermaßen massiven wie filigranen Eindruck. Im Vergleich zum Bestandsgebäude aus den 70er Jahren lässt sich der Neubau zeitlich nur sehr schwer einordnen. Backsteingotik, maurischer Stil und Expressionismus sind gleichermaßen Bezugspunkte dieser Fallstudie zu den ästhetischen Potentialen eines heute auf Mallorca allgegenwärtigen Materials. (sb)

Fotos:
José Hevia


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Kommentare

5

mr-arcgraph | 18.03.2014 11:34 Uhr

Grottig

Wild auf der Fassade angebrauchte und zum Teil dann noch unterbrochene Lisenen des Neubaues werden mit dem konstruktiven Element hervorragender Decken verglichen ... Eine dünne Dachkante läßt den Neubau wie gerade noch rechtzeitig oben abgeschnitten erscheinen. Wild auf der Fassade und offenbar auch vor Fenster des Innenraumes gezogene Muster ...
Architektur kann ich nicht erkennen, nur Flickwerk, auch wenn die Außenansichten viermal fotografiert werden. Vielleicht taugen ja die Grundrisse etwas, nur wird das hier auch nicht belegt.

4

Georg D | 11.03.2014 15:51 Uhr

Meiner Meinung nach,

ein super schönes Projekt!
Sowohl aussen als auch innen.

Ruft Erinnerungen wach an die letzte Blütezeit der spanischen Architektur vor der Krise 2008 (Abalos Herreros, etc..)

3

Andrea Palladio | 11.03.2014 11:53 Uhr

@ Chris Gant

Geil, gell?

Von innen finde ich es eigentlich heimelig, auch der Boden ist ganz nett. Von aussen zerfällt das Ganze für meinen Geschmack einfach zu sehr.

2

Chris Gant | 10.03.2014 20:15 Uhr

Die Decken,

als säße man unter einer Autobahnüberführung.

1

Algermissen | 10.03.2014 17:30 Uhr

Anbau an dem sich die Geister scheiden

Es ist interessant wie darum gerungen wird diesen Anbau schön zu reden und auf Bezüge zum Altbau zu verweisen. Mein Eindruck ist ein UFO ist gelandet bzw. ein Student hat sich in Fotomontagen geübt.
Aber wirklich schockiert haben mich die Innenaufnahmen und ich bin Glücklich nicht in solchen Räumen lernen zu müssen.
Formal sicherlich toll, aber als Bau für lebende Menschen ?

 
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