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22.07.2010

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Vertikale Staffelung

Riegler Riewe gewinnen Wettbewerb in Graz


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Eines der größten aktuellen Wettbewerbsverfahren der Steiermark wurde jetzt entschieden: Der internationale, offene, zweistufige, anonyme Realisierungswettbewerb für den Med Campus Graz. Gewonnen haben Riegler Riewe (Graz), die sich in der zweiten Stufe gegen zehn Mitbewerber durchsetzen konnten.

Während es in der ersten Stufe um die städtebauliche Setzung ging, lag der Schwerpunkt der zweiten Stufe auf der baukünstlerischen Qualität des Entwurfs. Gesucht war ein Ensemble für die Erweiterung des medizinischen Campus' der Universität mit ihren 1.200 Studenten, 840 Mitarbeitern und 250 Wirtschaftstreibenden. Die elfköpfige Jury unter dem Vorsitz von Daniele Marques entschied sich bei einer Preissumme von insgesamt 483.000 Euro für folgende Rangfolge:

  • 1.Preis: Riegler Riewe Architekten (Graz)
  • 2.Preis: Delugan Meissl (Wien) mit Gobiet & Partner (Wien) und Werner Sobek (Stuttgart)
  • 2.Preis: Designed by Erick van Egeraat (Rotterdam)
  • 3.Preis: Wolfgang Tschapeller  mit Ernst Mayr und Werner Silbermayr (alle Wien)

Die Wettbewerbssieger schlagen ein „klar strukturiertes Ensemble aus kohärenten Baukörpern“ vor. Deren einheitliche Gestaltung soll einerseits für ein großes Identifikationspotenzial sorgen, gleichzeitig ergebe sich aus der „differenzierten Strukturierung der Volumina ein spannungsvolles Wechselspiel zwischen Bebauung und Freiräumen“.

Im Wettbewerb war die Integration der Arbeits-, Lehr- und Frei(zeit)räume auf einem gemeinsamen Areal gefordert. Die ersten Preisträger lösen diese Aufgabe durch eine vertikale Staffelung der Nutzungsbereiche:



„Auf Straßenniveau wird im Westen über der bestehenden Tiefgarage und östlich des Stiftingbachs der großflächige Lehrbereich zweigeschossig angesiedelt. Eine Rad- und Fußgängerbrücke verbindet den gefassten Naturraum auf Straßenebene und bietet so auch eine direkte Anbindung des Lehrbereichs im Osten an den öffentlichen Verkehr im Westen. Über der Ebene der Lehre befindet sich die eigentliche Campus-Ebene. Auf dieser Ebene werden durch rad- und fußläufige Ost-West-Verbindungen beide Bereiche miteinander verbunden. Sie bietet gleichzeitig Zugang zu gemeinsamen Einrichtungen wie der Mensa und dem Cafe.“

Die Jury lobte an dem Projekt vor allem seine „kommunikativen Möglichkeiten, seine hohen außen- und innenräumlichen Qualitäten, sowie die sehr gute Einbindung in das städtische Umfeld.“ Auch die Auseinandersetzung mit energetischen Aspekten sei „sehr gut gelungen.“

Die Inbetriebnahme des Med Campus ist schrittweise ab Mitte 2014 vorgesehen, Baubeginn des ersten Bauabschnittes soll im Frühjahr 2012 sein. Die Gesamt-Nutzfläche liegt bei 44.000 Quadratmetern bei einem Kostenrahmen von 155 Millionen Euro netto.


Kommentare

1

egal | 01.09.2010 09:30 Uhr

Schon klar..

Da hat mal wieder ein No-Name-Büro gewonnen, das zufällig aus der selben Stadt kommt. Komisch. Österreicher Vetternwirtschaft. Der Entwurf ist gruselig und banal: diese Scheiben. Wer war denn da in der Jury, ich würde mich sehr schämen. In anderen Architekturportalen kann man noch die anderen Teilnehmer sehen. Es kann doch wirklich nicht sein, wozu gibt es denn da noch einen Wettbewerb.

 
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1. Preis Riegler Riewe

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