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15.01.2021

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Nachhaltige Magistrale

PCA-Stream planen Umgestaltung der Champs-Élysées in Paris


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Städte verursachen massenweise Schadstoffemissionen, verbrauchen in hohem Maße Ressourcen und erzeugen Unmengen an Abfall. Die Umweltauswirkungen der Metropolen zu mindern, ist eine dringende Herausforderung der heutigen Stadtentwicklung – auch für die Stadt Paris. Deren schlechte Luftqualität zeigt sich besonders an der weltberühmten Avenue des Champs-Élysées. Die einstige Prachtstraße aus der Zeit Ludwig XIV. leidet zunehmend unter der vergangenen Maxime einer auto- und touristengerechten Stadt. Zurück also zu den elysischen Feldern, nach denen der Boulevard benannt ist?

2018 lud das Comité Champs-Élysées, ein Zusammenschluss der wichtigsten öffentlichen und privaten Akteure am Boulevard, das Pariser Büro PCA-Stream zu einer ersten Studie ein. Bis April 2019 entstand ein ganzheitliches urbanes Konzept, das die Champs-Élysées bis 2030 zum Vorbild für eine nachhaltige und integrative Stadt machen soll. Nun hat die Kommune eine öffentliche Finanzierung in Höhe von 250 Millionen Euro zugesagt. Das Umbauprojekt soll weitgehend nach den Olympischen Spielen 2024 realisiert werden.

Das Konzept beinhaltet einen vierstufigen Aktionsplan: Datenerhebung für den Planungs- und Umsetzungsprozess, Definition neuer Nutzungen, Emissionsverringerungen und intensivere Begrünung. Als grundlegende Maßnahme wollen PCA-Stream einen Gegensatz am Boulevard auflösen: Der überlastete „Hyperplace“ zwischen dem Kreisverkehr Champs-Élysées und dem Arc de Triomphe soll entlastet werden und das geradezu vergessene „Hypervoid“ am anderen Ende des Boulevards Richtung Port des Champs-Élysées soll belebt werden.

Präziser: Am „Hyperplace“ soll die Kreuzung Étoile als öffentlicher Ort für Tourist*innen und lokale Bevölkerung gleichermaßen umdefiniert werden. Gleichzeitig soll sich der Boulevard durch Begrünung, Angleichen der Straßenniveaus und eine Reduktion des Autoverkehrs stärker für alle Verkehrsteilnehmer*innen öffnen. Die geplante Minderung der Fahrspuren soll dabei phasenweise erprobt werden.

Demgegenüber soll das „Hypervoid“ an der Seine mit seinen Grünanlagen durch Gastronomie, Sport, Kunst und Spielplätzen neu bespielt werden. PCA-Stream wollen das Comité Champs-Élysées im Rahmen eines „Co-Design“ wiederholt in den Gestaltungsprozess einbeziehen. Somit hat der Absolutismus, dem die berühmte Champs-Élysées historisch entstammt, zumindest auf der Planungsebene ausgedient.

Text: Marius Birnbreier


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Kommentare

3

Lance Ullrich | 19.01.2021 10:34 Uhr

l'amour toujours

Öffentlicher Raum sollte auch Raum für Demonstrationen und Sport sein. Wie in diesem enge Straßenprofil öffentliches Leben, das über Konsum und Spazieren im linearen Park, stattfinden soll ist mir unklar.
Die Bilder mögen verlockend aussehen, tragen für mich aber höchstens für die Umgestaltung einer Anwohnerstraße.

2

Hansjörg Reupk. | 17.01.2021 14:37 Uhr

unabsolutistisch?

welch absurde Schlußfolgerung ....
die vielen Beete werden kaputtgetrampelt werden, die hässlichen Kaffeebüdchen werden an "nails" untervermieten, die Sitztreppchen werden vermüllt werden, wir kennen das doch...... aus dem turbulenten Zentrum einen Garten Eden machen zu wollen ist naiv und "absolutistisch" grün hinter den Ohren....



1

Dr. Yikes | 15.01.2021 20:06 Uhr

Nie wieder Asphalt

Keine Ahnung, wie das heute im Detail aussieht, aber dieser strahlend helle Straßenbelag ist, wenn auch unsinnig, in jeder Hinsicht wegweisend für die Genesung auch unserer Straßen und Stehte. Immerhin ist ein Großteil der erlebten urbanen Realität Infrastruktur, für die wir heute mehrheitlich so liebreizende Materialien wie Beton und Asphalt vorgesehen haben. Und das freut wirklich nur den Dealer.

 
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Das Konzept von PCA-Stream soll die Champs-Élysées bis 2030 zum Kern einer nachhaltigen und integrativen Stadt machen.

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Der Boulevard soll sich mehr für alle Verkehrsteilnehmer öffnen.

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Am „Hyperplace“ soll die Kreuzung Étoile als öffentlicher Ort umdefiniert werden.

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Das „Hypervoid“ an der Seine soll durch ein neues Programm bespielt werden.

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