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26.06.2018

Museum in Frankfurt gewinnt

Natursteinpreis 2018 vergeben


Er gehört zu den ältesten Architekturpreisen der deutschen Baustoffbranche. Seit 1987 lobt der Deutsche Naturwerkstein-Verband DNV unter Mitwirkung des Bundes Deutscher Architekten BDA alle zwei Jahre den Deutschen Natursteinpreis aus. In diesem Jahre wurde er zum 18. Mal verliehen, mit einer kleinen Änderung. Die Fachmesse für Naturstein Stone+tec, die den Preis finanziell unterstützt, hatte entschieden, die Auszeichnung um ein Jahr zu verschieben. Anstelle von 2017 wurde der Preis erst jetzt, und damit einmalig im Dreijahresabstand, verliehen.

Die längere Pause schlug sich in der vergleichsweise hohen Zahl an Einreichungen nieder. Teilnehmen konnten Projekte mit Naturstein in Deutschland und im europäischen Ausland. 90 Projekte lagen der Jury vor, der unter anderem BDA-Präsident Heiner Farwick, Gunther Bayer und Christoph Mäckler angehörten. Vier Kategorien waren gesetzt:


  • Preisträger und Sieger Kategorie Öffentliche Gebäude und Gewerbebauten (15.000 Euro):
    Neubau Historisches Museum, Frankfurt
    Lederer Ragnarsdóttir Oei (Stuttgart)
    Verwendeter Naturstein: Neckartäler Hartsandstein, Basalt

  • Sieger Kategorie Landschaftsbau und Freiraumgestaltung (5.000 Euro):
    Neugestaltung Markt und angrenzende Bereiche, Bad Lauchstädt
    WES LandschaftsArchitektur mit H.-H. Krafft (Hamburg)
    Kooperationspartner: Ingenieure Rinne & Partner / Dirk Godehardt (Straßenbau) und Michael Zech
    Verwendeter Naturstein: Gomeraner Quarzit (Bestandspflaster), hellbeiger Granit

  • Sieger Kategorie Massive Bauteile und Bauen im Bestand (5.000 Euro)
    Museum Barberini, Potsdam
    Hilmer & Sattler und Albrecht (München, Berlin)
    Verwendeter Naturstein: Sandstein aus dem Elbsandsteingebirge und Schlesien

  • Sieger Kategorie Ein- und Mehrfamilienhäuser (5.000 Euro)
    Schwabinger Tor N10, München
    Max Dudler (Zürich, Berlin)
    Verwendeter Naturstein: Kalkstein Trosselfels feinporig

Die Wahl der Jury lässt vermuten, dass es hier vor allem darum ging, den Einsatz von Naturstein für unterschiedlichste Bauaufgaben abzubilden und zudem eine Bandbreite an Steinen ins Licht zu rücken. Die prämierten Projekte zumindest stehen für die Verwendung von Basalt, Quarzit, Granit, Sandstein und Kalkstein. Die Jurybegründung freilich liest sich differenzierter.

Beim Neubau des Historischen Museums in Frankfurt, so erklärt die Jury, entschieden sich die Architekten für den Neckartäler Hartsandstein, der in Frankfurt am Main und im Rhein-Main-Gebiet an historischen Gebäudefassaden immer wieder eingesetzt wurde. Die Besonderheit: Der Stein wurde nicht als Plattenware, sondern in einer Stärke von 11 Zentimetern mit anthrazitfarbenem Vormauermörtel aufgemauert, was den Architekten die Möglichkeit gab, seine Oberfläche zu ornamentieren und ihm jenen Charakter zurück zu geben, der ihn seit Jahrhunderten für das Auge zu etwas Besonderem macht.

An der neu gestalteten Marktplatzfläche in Bad Lauchstädt aus ortstypischem Gomeraner Quarzitpflaster in verschiedenen Formaten beeindruckte die Jury die planerische, organisatorische und handwerkliche Sorgfalt, die bei der Wiederverwendung des bestehenden, in der Passe verlegten Pflasters an den Tag gelegt wurde. Die teilweise polygonalen und trapezförmigen Steine wurden aufgenommen, sortiert, geschnitten und in der regionaltypischen Verlegeart wieder eingebaut.

Das Museum Barberini zeichnete sie für die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Rekonstruktion sowie die differenzierte Detaillierung der Natursteinarbeiten unter Einsatz modernster technischer Möglichkeiten im Zusammenhang mit den hohen handwerklichen Qualitäten aus. Und beim Schwabinger Tor heißt es: Die unterschiedlichen Oberflächenbearbeitungen der schrägen und ebenen Flächen nutzten geschickt den Gestaltungsspielraum des Werkstoffs Naturstein und betonten die plastische Erscheinung der Fassade. Die Präzision der Fassade zeuge von höchster Qualität in Planung und Ausführung. (fm)


Zum Thema:

www.natursteinverband.de


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Zu den Baunetz Architekten:

LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei


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Preisträger DNP 2018 und Sieger Kategorie Öffentliche Gebäude und Gewerbebauten: Neubau Historisches Museum, Frankfurt; Lederer Ragnarsdóttir Oei, Stuttgart

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Sieger Kategorie Landschaftsbau u. Freiraumgestaltung: Neugestaltung Markt und angrenzende Bereiche, Bad Lauchstädt; WES LandschaftsArchitektur mit H.-H. Krafft

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Sieger Kategorie Massive Bauteile u. Bauen im Bestand: Museum Barberini, Potsdam; Hilmer & Sattler und Albrecht Gesellschaft von Architekten

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Sieger Kategorie Ein- und Mehrfamilienhäuser: Schwabinger Tor N10, München; Max Dudler

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