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30.11.2021

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Grober Granit für Xu Wei

Museum in Shaoxing von ACRC (UAD)


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Der Maler, Dichter und Dramatiker Xu Wei prägt dank seines expressiven Stils bis heute westliche Vorstellungen von chinesischer Kunst, und das 500 Jahre nach seiner Geburt in der Stadt Shaoxing. Anlässlich des runden Jubiläums entstand dort ein neues Museum, das seiner Kunst gewidmet und sich im historischen Zentrum der Stadt befindet. Zuständig für den Entwurf war ein Team der Universität UAD aus der benachbarten Metropole Hangzhou. Unter dem Akronym ACRC firmiert dieses als Architectural Creation Research Center.

Der Neubau für die Kunst Xu Weis ist Teil eines größeren Stadterneuerungsprozesses und umfasst auch die Gestaltung des vorgelagerten Qingteng-Platzes. Dort befand sich jahrzehntelang ein alter Buchladen, der wiederum Teile des einstigen Wohnhauses von Xu Wei integrierte. Das Museum selbst entstand auf den Überresten einer alten Maschinenbaufabrik nördlich des Buchladens. Es verteilt sich über mehrere Volumina und umfasst auch Höfe und kleine Gärten. Umgekehrt wird der Vorplatz selbst teilweise zu einem Gebäude, dessen Masse sich unter einer ansteigenden Pflasterung versteckt. Hier befindet sich das zentrale Besucherzentrum, das auch weiteren Xu Wei-bezogenen Einrichtungen in der Umgebung dient.

Das Museum mit seinen drei hängenden Giebeldächern bildet hierbei den klar definierten Mittelpunkt des Umfeldes. Die Silhouette ist in schwarzem Metall nachgezogen, während die geschlossenen Fassadenflächen aus grob behauenen weißen Granitplatten bestehen – eine Farbgebung, die sich auch an historischen Bauten finden lässt. Das verglaste mittige Volumen markiert sowohl den Zugang als auch die innere Erschließung. Letztere führt in gerader Linie durch das Gebäude hindurch, während sich links und rechts auf zwei Geschossen die Ausstellungsräume erstrecken. Eine Treppe führt außerdem ins Untergeschoss, das eine kleine Tiefgarage und verschiedene dienende Nutzungen umfasst.

Bezüge zu Xu Wei lassen sich auch im Außenraum entdecken, beispielsweise in der Pflasterung des Vorplatzes, die in abstrahierter Form eine seiner Zeichnungen zitiert. Ansonsten überzeugt das Projekt, das unter Leitung von Hu Huifeng entstand, insbesondere durch die Qualität seiner Außenräume. Die sind in ihrer Gestaltung klar zeitgenössisch, sie fügen sich aber trotzdem gut in die kleinteilige historische Nachbarschaft ein. (sb)



Fotos: Jonathan Leijonhufvud / Lei Tantan, Jia Fang, Zhang Chenfan, Jiang Lanlan
 


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