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07.03.2019

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Rohling mit Sonnendeck

Muck Petzet und Brandlhuber+ bauen in München


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Mit dem Projekt Hammerschmidt bauen die Architekten Brandlhuber+ und Muck Petzet erstmals gemeinsam in München. Die sechsstöckige Scheibe aus Sichtbeton und mit raumhoher Verglasung liegt an der Karl-Hammerschmidt-Straße in Dornach im Nordosten der bayerischen Landeshauptstadt und bietet 16.000 Quadratmeter Nutzfläche für Büros und Gewerbe.

Highlight des Entwurfs ist die 2.000 Quadratmeter große Dachterrasse, die neben viel Platz für Erholung und Freizeitaktivitäten zudem mit Reflecting Pool, Community Garden und Freitreppe über einem Konferenzraum mit Panoramablick aufwartet. Das Stützenraster aus Stahlbeton lässt die Etage auf Bodenniveau als Parkdeck offen und ermöglicht maximale Flexibilität in der Innenraumgestaltung.

Aufgeständertes Erdgeschoss, Dachgarten, Stützenraster, offenes Raumkontinuum – unverkennbar manifestiert sich im Projekt von Brandlhuber+ und Muck Petzet der Geist von Le Corbusier. Neben drei innen liegenden Aufzügen besitzt der langgestreckte Bau zudem mehrere vorgelagerte und damit fassadenbildende Kaskadentreppen: Die Corbusianische „Rue intérieure“ wird damit zu einer offenen, durch Baumbestand vom Gebäude abgegrenzten Galerie umgedeutet und hat so tatsächlich das Potential, als gemeinschaftlicher Treffpunkt im Haus zu funktionieren.

Energetisch setzt das Gebäude auf nachhaltige Quellen: 85°C warmes Thermalwasser aus 2.700 Meter Tiefe liefert Energie, lokales Grundwasser kühlt im Sommer.

Ähnlich wie schon im Terrassenhaus Lobe Block in Berlin-Wedding planen die Architekten das neue Projekt als „Rohling“, in dem die Innenräume beliebig unterteilt und von den Nutzerinnen und Nutzern je nach Bedarf frei konfiguriert werden können. Nachdem Brandlhuber+ und Muck Petzet mit ihren innovativen Raumkonzepten in Berlin viel Anerkennung ernten konnten, werden die Ideen in der Hammerschmidt-Straße nun auf Kreuzfahrtschiff-Maßstab hochskaliert. Bauherr ist Euroboden, die Fertigstellung des Projekts für 2020/21 geplant. (stu)


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Kommentare

5

Lars K | 09.03.2019 12:41 Uhr

Yes

Ich glaube, Petzet ist genau der richtige Realist an der Seite des Rohlings Brandlhuber. Ich finds super und wünsche gutes Gelingen. gebaut wird wahrscheinlich erst nach 40% verkaufter Fläche? Und das in Dornach?? Viel Erfolg! Sonst bleibts bei rauen Renderings.

4

Davide | 08.03.2019 17:12 Uhr

man mag ja spotten

über vieles an dem System Brandlhuber. Die Nähe zu oder Personalunion mit den Bauherren, die über-Rezeption in der Arch+ und Theoriedebatte, die Sozialromantik...
Aber was man nicht abstreiten kann ist: die Bauten sind konzeptionell radikal und konsequent, sie sind ästhetisch schlüssig und in der Ausarbeitung erstaunlich überzeugend und solide.
Bei aller berechtigter Kritik, halte ich Brandlhuber für einen der sehr wenigen relevanten (damit meine ich nicht nur erfolgreich) deutschen Architekten.

Ich kann mir gut vorstellen, dass auch dieses Projekt am Ende überzeugt.

3

Thomas | 08.03.2019 09:46 Uhr

immerhin ehrlich

immerhin ehrlich dargestellt - wie zukünftig räudig.

2

Villa Malarparte, Capri | 07.03.2019 18:23 Uhr

Unité d'Habitation, Marseille

Das Dach als Reminiszenz von Capri bis Marseille.
Nur nicht so schön...
und dann noch ein wenig BIG.

1

Rudi | 07.03.2019 16:00 Uhr

sprachlos

einfach nur Wow

 
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Rendering der Außenansicht des Projekts Hammerschmidt von Brandlhuber+ und Muck Petzet

Rendering der Außenansicht des Projekts Hammerschmidt von Brandlhuber+ und Muck Petzet

Die spektakuläre Dachterrasse mit Reflecting Pool und Blick auf das Alpenpanorama

Die spektakuläre Dachterrasse mit Reflecting Pool und Blick auf das Alpenpanorama

Mehrere Kaskadentreppen verbinden die Etagen der außenliegende Galerie, die mit viel Grün für Aufenthaltsqualitäten sorgen will

Mehrere Kaskadentreppen verbinden die Etagen der außenliegende Galerie, die mit viel Grün für Aufenthaltsqualitäten sorgen will

Vom halboffenen Parkdeck erschließt sich das Gebäude via drei interne Aufzüge und die Außentreppe (rechts im Bild)

Vom halboffenen Parkdeck erschließt sich das Gebäude via drei interne Aufzüge und die Außentreppe (rechts im Bild)

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