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26.06.2019

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Betonkrake im Urwald

Maya-Kulturzentrum auf Yucatan von Eduardo Neira


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Nahe des kleinen Dorfes Francisco Uh May auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan ragt seit November 2018 ein seltsamer Berg aus dem dichten Grün des tropischen Regenwaldes. Was auf Luftaufnahmen aussieht wie das Set eines Fantasyfilms, ist das transdisziplinäre Zentrum AZULIK Uh May, das sich der Bewahrung und Pflege der lokalen Maya-Kultur verschrieben hat.

Initiiert, entworfen und gebaut wurde es von dem argentinischen Künstler und Multitalent Eduardo Neira alias Roth, der mit seinem holistischen Projekt Enchanting Transformation die Verknüpfung von traditionellem Wissen, Spiritualität und Naturverbundenheit mit dem modernen Leben, seinen Technologien und Innovationen anstrebt. Schon vor 14 Jahren hat er nahe Tulum an der Küste des Karibischen Meeres das Luxus-Strandresort AZULIK ins Leben gerufen. Während sich hier Über-18-Jährige ganzheitlich im Maya-Wellness-Center erholen, soll sich der neue Ableger Uh May zwischen Tulum und den Maya-Ruinen von Cobá vordergründig der indigenen Kunst und Kreativität widmen.

Der auf einem 40.000 Quadratmeter großen Grundstück situierte Komplex beherbergt eine ganze Reihe entsprechender Nutzungen, von Galerie- und Museumsflächen über Mode- und Design-Werkstätten, eine Handwerksschule und ein Musikstudio bis hin zu Residenzen für Künstler. Die biomorphen, ineinanderfließenden Betonstrukturen wurden ohne Pläne gebaut, es gibt weder Grundriss noch Konzeptskizze – das Entwurfsteam, zu dem außer Roth auch die Architekten Fernando Artigas und Jorge Berea gehörten, arbeitete rein intuitiv und von Moment zu Moment. Das Resultat ist eine formale Fortsetzung der Kunstgalerie SFER IK, die Anfang 2018 als Teil des Resorts in Tulum entstand und von einem Urenkel von Peggy Guggenheim mitinitiiert wurde.

Hier wie da fügen sich dynamisch geschwungene Formationen aus Beton mit einheimischen Hölzern und Kletterpflanzen zu einer organischen, rhizomartigen Verbindung. Das Zentrum der Anlage Uh May bildet eine 16 Meter hohe Kuppel. Runde Öffnungen, mäandernde Pfade, freischwebende Brücken und schräge Flächen lassen um sie herum ein skurriles gewölbeartiges Bauwerk entstehen. Es wirkt wie aus Zeit und Raum gefallen und inkorporiert die auf dem Areal befindlichen Urwaldbäume – kein einziger von ihnen sollte wegen des Bauvorhabens weichen. (da)

Fotos: Enchanting Transformation


Zum Thema:

azulikuhmay.com


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Kommentare

2

archi | 26.06.2019 22:07 Uhr

Tja

Da staunt die Revit-, BIM- und sonst noch was, Generation :)

1

gerard | 26.06.2019 18:59 Uhr

susanne wenger

ich empfehle, susanne wenger bzw. oshogbo zu googleen!

 
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Kein Filmset, sondern real: Eduardo Neiras Maya-Kulturzentrum Azulik Uh May auf Yucatan.

Kein Filmset, sondern real: Eduardo Neiras Maya-Kulturzentrum Azulik Uh May auf Yucatan.

Es ist ein mäanderndes Raumkonstrukt aus Beton und Kletterpflanzen ...

Es ist ein mäanderndes Raumkonstrukt aus Beton und Kletterpflanzen ...

... in das die auf dem Grundstück stehenden Bäume sorgsam integriert wurden.

... in das die auf dem Grundstück stehenden Bäume sorgsam integriert wurden.



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