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08.05.2008

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Dieselkraftwerk

Kunstmuseum in Cottbus eröffnet


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Cottbus in der Lausitz, immerhin die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes Brandenburg, ist Schrumpfende Stadt. Erst kürzlich wurde ein riesiger Plattenbau-Wohnkomplex in Sichtweite des Bahnhofs abgerissen; viele Häuser entlang der Durchgangsstraßen stehen leer. Da ist die Nachricht wohltuend, dass mit der Neueinrichtung eines Kunstmuseums ein Zeichen gegen den Niedergang der Stadt gesetzt werden konnte.

Das Museum wurde am 8. Mai 2008 in dem ehemaligen Dieselkraftwerk auf der Spreeinsel gleich neben der Altstadt eröffnet. Der backsteinexpressionistische Klinkerbau, der 1927 von Werner Issel erbaut worden war, ist durch das Berliner Büro Anderhalten Architekten umgebaut worden. Das neue Kunstmuseum mit einer Hauptnutzfläche von 2.492 Quadratmetern umfasst zukünftig auf zwei Geschossen 1.179 qm Ausstellungsfläche.

Durch ein Haus-im-Haus-Prinzip wurde das historische Ensemble mit Maschinenhaus, Umformerhaus und Schalthaus auch innen in seiner Eigenart  bewahrt und atmosphärisch erlebbar gemacht. Eingebaute Betonkuben bieten optimal belichtete und klimatisierte Schauräume. Kontrovers und doch respektvoll treten die historische Ausstrahlung des Baudenkmals und die heutige Architektursprache in einen Dialog.

Der Haupteingang befindet sich an der Südfront zwischen Maschinenhaus und Schalthaus. Hier wurde die verbindende Maßwerkswand mit vier Türen durchbrochen.
Die Hauptachsen des Gebäudes überlagern sich im Bereich des ehemaligen Innenhofes, der glasüberdacht als Eingangshalle das Zentrum des Museums bildet. Über eine großzügige Treppe stehen die Ausstellungsebenen der Obergeschosse mit der Eingangshalle in direkter Verbindung.

Im Schalthaus, das der Dauerausstellung dient, wurde die Kleinteiligkeit der ehemaligen Schalträume und Wartungsstege zugunsten großzügiger Ausstellungsräume aufgehoben. Nur in einem Teilbereich des südlichen Schalthauses erinnern die zu Kabinetten umfunktionierten Schaltkulissen noch an die ehemalige Nutzung.

Im Kontrast zum Schalthaus stehen in der Maschinenhalle die Innenwände nicht als Hängeflächen zur Verfügung. Sie wurden vielmehr freigehalten, um auch künftig die Atmosphäre des Kraftwerkes zu transportieren. Ausgehend von den Volumina ehemaliger technischer Einbauten wurden die neuen Ausstellungsräume als geschlossene Kuben frei eingestellt.

Die Baukosten betrugen 8,10 Mio. Euro; die Bauzeit reichte von 2004 bis 2008.


Kommentare

1

Seri | 12.05.2008 14:06 Uhr

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