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10.11.2023

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Benko wankt

Krise und Baustopps bei Signa


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Signa-Gründer René Benko zieht sich aus der Führung der Signa Gruppe zurück. Das hat Signa vorgestern bekanntgegeben. Es ist ein Schritt, der allseits erwartet wurde. Allerdings sind die Machtverhältnisse im kriselnden Immobilienunternehmen damit wohl nicht geklärt.

Benko hat den Vorsitz des Beirats der Signa Holding abgetreten. Unter deren Dach gliedert sich die gesamte Gruppe in mehr als 750 Unternehmen auf. Benkos Posten wird vom Insolvenverwalter und Unternehmenssanierer Arndt Geiwitz übernommen. Der hatte bereits zweimal die Signa-Tochter Galeria Karstadt Kaufhof durch ein Insolvenzfverfahren geführt. Der Beirat verfügt allerdings über keine operative Befugnis, sondern besitzt lediglich eine beratende Funktion.

In einem Brief an Benko hatten mehrere Investoren der weit verzweigten Signa Gruppe gefordert, dass der Firmengründer seine Anteile als Haupteigner treuhänderisch an Geiwitz übergibt – und somit auch die Position als Generalbevollmächtigter. Laut Signas Pressemitteilung übernimmt Geiwitz zwar auch den Vorsitz des Gesellschafter-Komitees der Signa Holding, aber „die Familie Benko Privatstiftung bleibt weiterhin größter Gesellschafter der Holding“. Alle wichtigen Entscheidungen dürften damit auch in Zukunft bei Benko liegen, urteilt die Süddeutsche Zeitung.

Es bleibt also unklar, wer nun bei Signa die Fäden in der Hand hat. Laut Medienberichten soll Geiwitz die Insolvenz verhindern. Dafür müsse er das verstrickte Firmendickicht durchdringen, heißt es etwa bei der Immobilien Zeitung. Viele wichtige Informationen habe allerdings ausschließlich Benko selbst. Ohne Transparenz der tatsächlichen Finanzlage dürfte es jedoch schwer werden, die notwendigen Geldquellen für die Konsolidierung der Unternehmensgruppe zu generieren.

In der Zwischenzeit haben die Liquiditätsprobleme bereits zu etlichen Planungs- und Baustopps der beiden Tochterfirmen Signa Prime und Signa Development geführt. Betroffen sind etwa der Bau des Hamburger Elbtowers und die Planungen der Karstadt-Standorte in Berlin, darunter der am Kurfürstendamm. Beim Umbau der Alten Akademie in München soll es vorerst weitergehen. (mh)


Kommentare

5

solong | 13.11.2023 13:11 Uhr

...ach ihr

... die immer als besser wisst ... aber nur zur substanzlosen polemik befähigt seid ... und nie irgendetwas bewegt ... in der angst das es so enden könnte ...

4

peter | 13.11.2023 09:44 Uhr

es sind nicht nur die berliner politiker

sondern auch die aus hamburg, die sich nun mit stillgelegten baustellen in der innenstadt auseinandersetzen dürfen. ich würde mich kaputtlachn, wenn gerade bei dem elbtower millionen von steuergelder verpulvert werden. vielleicht kann man dann scholz verklagen?!

3

arcseyler | 11.11.2023 09:55 Uhr

@1 maestrow

....wenn das alles Steuerfluchtgelder von hier sind, ist das nicht schade drum.

2

maestrow | 10.11.2023 18:58 Uhr

Signadämmerung

Ob die Angelegenheit wie so oft in der österreichischen Wirtschaftselite endet: Im Häfn? Eine Dachgesellschaft mit 750 Untergesellschaften über die alle ein Einziger entscheidet der (hoffentlich) noch einen Überblick hat? Seriös ist anders. Erstaunlich umso mehr, dass die Berliner Landespolitik unverdrossen den vermutlich wertlosen Absichtserklärungen von Signa vertraut.

1

Hinrich Schoppe | 10.11.2023 16:04 Uhr

Beton muss fließen

Hin und wieder hilft eine große Grube auf einer schlecht und unterbezahlt bewachten Baustelle, in denen man missliebige Leute verschwinden lassen kann.
Da sowieso nicht zu erwarten ist, dass Verantwortliche Verantwortung tragen und die Leidtragenden entschädigen.
Auch nicht in der Baubranche.
Schon gar nicht.
Danke.




 
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Baufortschritt des Elbtowers im September 2023. Bild: Uwe Rohwedder, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Baufortschritt des Elbtowers im September 2023. Bild: Uwe Rohwedder, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0


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