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06.12.2019

Zugänglichkeit als Stilmittel

KDA und Productora bauen für Houston Endowment in Houston


1937 gründete der US-amerikanische Politiker und Unternehmer Jesse H. Jones zusammen mit seiner Frau Mary Gibbs die philanthropische Stiftung Houston Endowment. Sie unterstützt unterfinanzierte Initiativen im Großraum Houston, die sich für die Förderung von Bildung, Gesundheit, Integration, Umwelt und Kunst einsetzen. Rund 70 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln stellte Houston Endowment für 200 Organisationen in den letzten Jahren bereit und gehört mit einem Kapital von 1,8 Milliarden US-Dollarn zu den größten privaten Stiftungen im US-Bundesstaat Texas. In der Stadt Houston ist die Stiftung mit mehreren Büros vertreten, jedoch auf viele Standorte im Geschäftsviertel verteilt. Nun soll ein Hauptsitz errichtet werden, der alle Bereiche und Büros bündelt, entworfen von Kevin Daly Architects (Los Angeles) und Productora (Mexiko-Stadt).

Der Neubau soll in erster Linie für mehr Zugänglichkeit der Stiftung sorgen. Housten Endowment lobte dafür einen offenen, zweistufigen Wettbewerb aus. Insgesamt 120 Vorschläge wurden eingereicht, von denen der gemeinsame Entwurf von KDA und Productora schließlich den Zuschlag erhielt. Für den Neubau mit insgesamt rund 40.000 Quadratmetern Fläche ist ein über 1.5 Hektar großes Areal eingeplant. Es grenzt an das Geschäftsviertel Houstons und liegt nahe dem Stadtfluss Buffalo Bayou und dem Spotts Park. Der Siegerentwurf spiegelt die Lage am 160 Hektar großen Park wider, denn das gesamte Gebäude soll einmal mit einem einheitlichen Gitterdach versehen werden, der „wie der Schatten unter einem Baum“ wirken soll, so die Architekt*innen selbst.

Im neuen Hauptsitz werden außer Büros und Tagungsräumen noch unterschiedliche Einrichtungen untergebracht, die Raum für Zusammenkunft und Zusammenarbeit der Stiftungsmitarbeiter*innen mit ihren Gemeindepartnern bieten sollen. Außen sollen Elemente wie Loggia, Veranda und Vordach eine offene und einladende Architektur bilden. Sie soll für eine Sichtbarkeit der Stiftung in der Stadt sorgen, ohne dabei monumental zu wirken. Der Siegerentwurf sei „ein physischer Ausdruck der sozialen und ökologischen Werte der Stiftung“, so Houston Endowment selbst zu ihrem zukünftigen Neubau. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant. Das Projekt wird der Stiftung rund 20 Millionen US-Dollar kosten. (mg)


Zum Thema:

Dass das mexikanische Architekturbüro Productora vielversprechend ist, hat auch das BauNetz voraussehen können und es in der Shortlist 2017 in Baunetzwoche#478 vorgestellt.


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