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09.09.2019

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Kaffegenuss in Schwarz und Gold

Interieur von Dongqi Architects in Shanghai


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Der Genusstrend zu gutem Kaffee zieht sich rund um den Globus, Italian Coffee oder Cold Brew schlürft man nun auch von Osaka bis Shanghai. Nach ihrem gelungenen Umbau für Seven Coffee in Shanghai hat das Team von Dongqi Architects (Shanghai) jetzt einen Ausbau für die neue Filiale von White Bird Café & Diner, ebenfalls in der chinesischen Metropole, realisiert.

Edel, klassisch und europäisch lautete der Auftrag für den 60 Quadratmeter großen Raum, in dem Gäste verschiedene Kaffeespezialitäten konsumieren können. An zwei Theken wird entweder Espresso oder Filterkaffee zubereitet, den man im Stehen an einer langen Bar oder an kleinen runden Bistro-Tischen serviert bekommt. Die T-förmige Theke wurde um einen Stahlflügel erweitert, der sich um eine quadratische, frei im Raum stehende Betonstütze legt. So sollen laut der Architekten mehr Kunden gleichzeitig bedient werden können. 
 
Für den Innenausbau verwendeten die Architekten überwiegend schwarz gestrichenen Stahl und Leimholzplatten aus Birke. Ein Wandpaneel aus Kanthölzern im 45-Grad-Winkel fungiert als dynamisches Element zwischen Kundenraum und Küche. Die offenen Abstände zwischen den Hölzern lassen Licht hindurch und ermöglichen Einblicke in den Arbeitsraum. Es enstehen außerdem Vorsprünge, die als Kleiderhaken nutzbar sind. Ein Hingucker ist die freigelegte Pumpe der Espressomaschine, die durch einen Auschnitt in der Vorderseite der Theke zelebriert wird und die besonders den Kontrast zwischen den Materialien hervorhebt.

Dongqi Architects, deren Gründer Jian Nan an der ETH Zürich studierte, arbeiten gerne mit Konzepten, die wiederkehrende Materialien und Farbtöne reduziert einsetzen. Nicht immer nur in dunklen Tönen, wie die pastellgrüne Farbgebung einer Saftbar nach einem Entwurf der Architekten zeigt. Im White Bird Café & Diner kommen neben der goldfarbenen Birke und dem schwarzen Stahl noch ein Terrazofußboden vor, dessen Haptik und Farbigkeit den seitlichen Wänden aus gewaschenem Beton entspricht. Die Materialität und der Kontrast zwischen den dunklen Grau- und Schwarztönen und dem warmen Holzton der Leimplatten findet sich auch an der vollverglasten Fassade wieder, die ebenfalls aus gestrichenem Stahl und Birkenholz besteht. (kg)

Fotos: Raitt Liu


Kommentare

2

eon | 09.09.2019 17:41 Uhr

...

auch nach dem sommerloch sollte sich die baunetz redaktion nicht von den trolls beinflussen lassen.

on topic: sehr schönes design

1

Auch ein | 09.09.2019 15:55 Uhr

Architekt

9. september,
Sommerloch vorbei.

Sie müssen also keine 08/15- buden mehr zeigen....

 
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