Zementwerk in Gefahr!
Industriebau in Geisingen vor dem Abriss
Die Zementwerke in Geisingen sollen am 17. Januar 2007 gesprengt werden, obwohl der richtungsweisende Bau von 1971 nicht nur die südwestdeutsche Industriebaugeschichte mitgeprägt hat, sondern auch den Landschaftsraum maßgeblich prägt. Das Gebäudeensemble der Architekten Barbara und Fritz Wilhelm hatte einst den Deubau-Preis und Hugo-Häring-Preis gewonnen und wurde 2001 in die Denkmalliste des Landes Baden-Württemberg aufgenommen.
Die Bauform des Zementwerkes wurde aus der Funktion entwickelt und in die Umgebung sorgfältig eingefügt. In ihrer Geschlossenheit wirkte die Anlage der Zersplitterung der Industrielandschaft entgegen. Die Silos, Haupt- und Nebengebäude galten als Wahrzeichen der Region. Das Zementwerk wurde in verschiedenen Variationen des Werkstoffs Beton erstellt.
Wir fanden in diesem Zusammenhang folgenden Einladungstext für eine Sitzung des Gemeinderats Geislingen, die bereits schon am 19.09.2007 stattfand, allerdings bezeichnend: "Während der Ausbau der Maschinenteile noch bis zum Frühjahr 2007 läuft, soll der Abbruch der Gebäude bereits im Oktober 2006 starten. Im östlichen Teil des Zementwerkes wird eine Baustraße angelegt bis zur Tuttlinger Straße, damit die Rückbauarbeiten schneller vorangehen. Vertreter von Holcim, Architekt Thomas Kreuzer und Vertreter der Rückbauunternehmen werden in der Sitzung des Gemeinderates über den weiteren Verlauf berichten."
Wurden tatsächlich Alternativen zum Rückbau untersucht und wenn ja, welche? Der Zeitraum bis zum 17.01.2007 bleibt nun allerdings knapp bemessen.
Siehe: www.das-silo.de
Welche Rolle spielt das Recht des Denkmalschutzes?
Monument und Wahrzeichen neben der Autobahn auf dem Wege zum Bodensee.
Herausragendes Dokument großartiger Architektur in der Landschaft aus der der oft verkommenen Arcitektur der 70er Jahre.