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18.04.2017

Holz und Stein sollen es sein

Hotel in Cornwall von Tate Harmer


Weit im Südwesten Cornwalls liegt eine der wichtigsten Touristenattraktionen im Süden Englands: The Eden Project – ein botanischer Garten, der für Architekturfreunde vor allem aufgrund seiner beiden großen Gewächshäuser interessant ist. Diese sind als geodätische Kuppeln in der Bauweise Richard Buckminster Fullers konstruiert. Verantwortlich für die 2001 eröffneten Kuppelbauten war Nicholas Grimshaw. In den Gewächshäusern werden vor allem bedrohte, seltene und alte Nutzpflanzen gezeigt, die dadurch bewahrt und der Öffentlichkeit vermittelt werden sollen. Über eine halbe Million Besucher kommen jedes Jahr in den Garten.
 
Für einen kleinen Teil dieser vielen Gäste entsteht nun unter der Ägide des Londoner Büros Tate Harmer Architects ein Hotel mit 109 Zimmern, das bereits im nächsten Jahr bezugsfertig sein soll. Das Haus liegt ganz am Rande des Areals, auf dem die Architekten bereits zwei kleinere Projekte umsetzen konnten. Es besteht aus zwei Bauteilen mit je drei und vier Geschossen. Wichtig ist den Architekten, dass sich das Haus in die bestehende Landschaft einfügt. Doch nicht nur die Auf- und Verteilung der Baumassen an einem leicht abfallenden Hang geschah mit Rücksicht auf die Natur. Auch die geplante Materialisierung des Hauses schließt an den Charakter der Landschaft Cornwalls an.
 
Hier liegt vielleicht der interessanteste Aspekt des Projekts, soweit man das momentan beurteilen kann: Die öffentlichen Bereiche im Erdgeschoss des Hauses sollen mit lokalem Bruchstein verkleidet werden, die Obergeschosse mit Holzstäben heimischer Baumsorten. Wie so oft bei einem solchen Projekt, kommt es auf die Ausführung an. Mit Blick auf die Qualität der Domes darf man jedoch hoffen, dass ein interessantes Haus entsteht – auch wenn sich die architektonischen Paradigmen des Bauherren in den letzten Jahren klar verschoben haben: Von der technischen zur naturnahen Form. (gh)


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