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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Grundschule_in_Hamburg_bezogen_2458795.html

13.02.2012

Kompakt und klimaneutral

Grundschule in Hamburg bezogen


Im November 2007 wurde der Wettbewerb entschieden, im Sommer 2010 begann der Bau, und Ende Januar 2012 wurde der erste Bauabschnitt bezogen:  Die Grundschule am Klein Flottbeker Weg in Hamburg-Othmarschen ist die erste CO2-neutrale Grundschule der Stadt. Die Pläne stammen von dem Hamburger Büro Trapez Architektur Dirk Landwehr in Zusammenarbeit mit Götz Schünemann und zwei Ingenieurbüros für Gebäudetechnik und Klimaberatung.

Bei der Wettbewerbsentscheidung unter neun eingeladenen Büros hatte Oberbaudirektor Jörn Walter zum ersten Preis gesagt, es handele sich „um einen Entwurf, der mit einer eleganten Geste wie selbstverständlich einen Schuleingang zu formen vermag und der im Inneren mit einer zentralen Erschließung eine optimale Orientierung für die Schüler ermöglicht. Die Setzung des wohltuend gegliederten Baukörpers schafft darüber hinaus gut nutzbare Freiräume. Mit der Einbindung der Sporthalle in das Grundschulgebäude gelingt es, sowohl ein städtebauliches Gesamtensemble aus bestehenden und neuen Bauten zu bilden und gleichzeitig die Vorteile einer kompakten Bauweise für die Energiebilanz zu nutzen.“

Das fertig gestellte Bauteil beschreibt bereits das neue Erscheinungsbild und die Einbindung der Schule in die Umgebung. Straßenseitig leicht zurückgesetzt, erweitert es den öffentlichen Weg und schafft eine Vorplatzsituation als Puffer und Ankunftsbereich.

Bezogen wurden jetzt neben vier Klassenräumen zwei Differenzierungsräume, zwei Sachunterrichtsräume, ein Musikraum mit Anbindung an das Foyer sowie ein Leseraum und der Verwaltungsbereich. Der kommunikative Mittelpunkt des Gebäudes ist das Foyer mit einem offenen Treppenraum und Sitzstufen. Von hier aus sind später der zweite Trakt und die Dreifeldsporthalle zu erreichen. Die große Öffnung zum Musikraum lässt eine Verbindung der beiden Bereiche für Veranstaltungen zu. Um das soziale Miteinander ebenso zu fördern wie die konzentrierte Vermittlung von Lerninhalten, ermöglicht der Neubau außerdem ein Nebeneinander von abgeschlossenen und offenen Räumen.

In einem Jahr soll auch der zweite Bauabschnitt mit zweitem Klassentrakt, Sporthalle und freien Lernlandschaften für die Vorschule fertig gestellt sein.

Fotos: archimage, Meike Hansen, Hamburg


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