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09.04.2021

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Holzhybrid als Typhybrid

Gerner Gerner Plus und AllesWirdGut bauen Wohnanlage in Wien


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Anders als viele deutsche Städte hat Wien nie seine kommunalen Wohnungen verkauft, sondern im Gegenteil kontinuierlich neue gebaut. So ist es quasi städtebauliches Alltagsgeschäft, dass die Stadt Wien in den letzten Jahren für die Attemsgasse im 22. Bezirk die Errichtung eines Wohnquartiers mit rund 600 Wohnungen vorantrieb – mit grünen Gemeinschaftsflächen, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Geschäftslokalen sowie der Erweiterung des Wegenetzes für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Mit dem kürzlich entschiedenen Wettbewerb für zwei Baufelder wurden nun die finalen Puzzleteile in das Gebiet eingefügt: AllesWirdGut werden in einer Arbeitsgemeinschaft mit Gerner Gerner Plus (beide Wien) auf diesen Grundstücken voraussichtlich bis 2024 rund 360 geförderte Mietwohnungen errichten. Bauherren sind die BWS Gemeinnützige allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft und MIGRA Gemeinnützige Wohnungsges.m.b.H.

Die Baukörper in Holzhybridfertigung sollen sich als „alltagstauglich und gendersensibel“ erweisen­ – eine Beauftragte für soziale Nachhaltigkeit ist für die Einhaltung dieser sozialen Ziele eigens eingeplant. Wie sieht das konkret aus? Rund 190 der Wohnungen werden für besonders günstige Mieten errichtet. Alle Grundrisse ermöglichen die Einrichtung eines Arbeitsplatzes. Und jede Etage könnte über einen kollektiv nutzbaren Multifunktionsraum sowie einen separat anmietbaren Coworking Space verfügen. Eine Selbstverständlichkeit ist es da natürlich auch, dass die durchgehend vier Meter hohen Erdgeschosse mit ihren öffentlichen Nutzungen barrierefrei geplant sind. Rund 800 Personen werden hier schließlich leben.

Die ARGE versteht ihr Projekt mit dem Namen Rote Emma außerdem als umweltsensibel und naturverbunden. Die Trakttiefe sämtlicher Baukörper wollen sie etwa derart reduzieren, dass jede der dadurch breiteren Wohneinheiten einen größeren Fassadenanteil bekommt. Die Balkone sollen dann als „grüne Räume“ im Freien interpretiert und die Wohnungen somit in den Außenbereich verlängert werden. Pergolen mit Photovoltaikanlagen bilden auf dem Dach witterungsgeschützte Möglichkeiten zum Gärtnern. Als Gemeinschaftsorte für alle Bewohner*innen geplant, sollen sich diese Dachterrassen mit ihren aufgesetzten Satteldächern in der Typologie und in der Nutzung an der lokalen Landwirtschaft orientieren. Verbaute Flächen, so die Architekt*innen, werden dann vollumfänglich durch die Dachgestaltung ausgeglichen. (sj)


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Kommentare

2

roman | 10.04.2021 08:35 Uhr

sehr schön.

sehr schön.

1

maestrow | 09.04.2021 16:27 Uhr

alter & gender & holzsensibel

bei aller verschrobenen Projektprosa muss man doch voller Neid wieder einmal aus dem troslosen Berliner Wohnungsneugeschehen nach Wien blicken. Wer das Grätzl kennt, mag hier vielleicht erkennen, was alltägliche Baukultur tatsächlich sein kann (und was sie hierzulande meist nicht ist)

 
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