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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Gemeinschafts-_und_Feuerwehrhaus_von_Hohengasser_Wirnsberger_in_Oberkaernten_7998301.html

05.08.2022

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In 1.000 Meter Höhe

Gemeinschafts- und Feuerwehrhaus von Hohengasser Wirnsberger in Oberkärnten


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In Lendorf (Oberkärnten) ist die Feuerwehr ein wichtiger Ort des Zusammenkommens. Passend zum Stellenwert in der Gemeinde entstand am sogenannten Hühnersberg in 1.000 Meter Höhe eine Kombination aus Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus. 2021 wurde der Entwurf des Kärntner Büros Hohengasser Wirnsberger Architekten fertiggestellt.

Das bestehende Gebäude aus den 1970er Jahren, das den Anforderungen nicht mehr entsprach, wurde saniert und zum Nachbarschaftshaus mit Lager und Büroräumen für Vereine und Genossenschaften umgebaut. Unterhalb des alten Feuerwehrhauses fügten Hohengasser Wirnsberger den Neubau in das stark abfallende Gelände ein.

Die Herausforderung des Grundstücks, einen Höhenunterschied von vier bis fünf Meter zu überwinden, nutzten die Architekt*innen zur Trennung der Funktionen: Sie wurden einfach übereinandergestapelt. Die Feuerwehr im Untergeschoss, der Gemeinschaftsraum mit Zugang zu einem kleinen Dorfplatz im ersten Obergeschoss und ganz oben der Jugendraum mit Blick ins Tal. Die einzelnen Bereiche wurden jeweils mit eigenen Zugängen versehen, bleiben aber durch eine Treppe im Innenraum miteinander verbunden.

Der Feuerwehrturm, der bei vielen Feuerwehrbauten klar artikuliert wird, wurde hier untergeordnet und ist nur durch vertikale Lamellen an der Fassade zu erkennen. Herzstück des Hauses ist der Gemeinschaftsraum, der für die unterschiedlichsten Aktivitäten im Dorf genutzt werden kann. Mit etwa 1.800 Kubikmetern Bauvolumen soll das Gemeinschafts- und Feuerwehrhaus ein lebendiges Dorfleben fördern.

Proportionen und Materialien des Neubaus orientieren sich an den umliegenden Bauernhöfen und Scheunen. Neben dem Sichtbeton, der sich durch das Untergeschoss des Gebäudes zieht, dominiert – wie auch bei anderen Projekten von Hohengasser Wirnsberger in Oberkärnten – das Material Holz. Der aufgesetzte Riegelbau wurde aus Fichtenholz, die Fassade sowie Fenster und Böden aus Lärchenholz gefertigt. Die Baukosten beliefen sich laut Angaben der Architekt*innen auf etwa 825.000 Euro netto.

Text: Luise Thaler
Fotos: Christian Brandstätter


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