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09.12.2019

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Nächster Halt Amöbe

Europapavillon in Freiburg von J. Mayer H. und Partner


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Entgegen geltender Meinung fahren die Freiburger nicht nur mit dem Fahrrad. Und so bewahrt die gut ausgebaute Radinfrastruktur die Universitätsstadt natürlich nicht vor der Instandhaltung eines funktionierenden Nahverkehrssystems. „Investitionen in neue Stadtbahnlinien sind immer auch Investitionen in die Entwicklung der städtischen Räume“, heißt es dazu auf der Webseite der 230.000-Einwohner-Stadt. Im Jahr 2015 wurde ein Wettbewerb zur Umgestaltung des in den 1970er Jahren angelegten Verkehrsknotenpunkts am ehemaligen „Kaiser-Wilhelm-Platz“ ausgeschrieben. Aufgrund seiner Dimension ist er eines der wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte in Freiburg seit der Eröffnung der Fußgängerzone in den frühen 70er Jahren.

Am neu gestalteten und 2018 in Europaplatz umgetauften Ort ist nun ein Pavillon entstanden, der – ähnlich dem Zürcher Bellevue – Haltestellen für Busse und Trams mit Gastronomie und Aufenthaltsqualität kombiniert. Der Entwurf stammt vom Berliner Büro J. Mayer H. und Partner, Architekten. Für Einheimische und Gäste der Stadt soll er den nördlichen Eingang zur Freiburger Innenstadt markieren. Zusammen mit dem renovierten Siegesdenkmal, das als Zeugnis der Geschichte und als Mahnmal gegen Krieg und Nationalismus erneut vor der ehemaligen Karlskaserne aufgestellt und kontrovers diskutiert wurde, ist die Haltestelle  mit der neuen angelegten Stadtbahnlinie Rotteckring Orientierungs- und Verkehrsknotenpunkt zugleich.

Die Haltestelle samt Gastronomie beherbergt im Untergeschoss Aufenthaltsräume für die Fahrer*innen der VAG sowie Technikräume für die Stromversorgung der Stadtbahnstrecken. In der ausgreifenden Überdachung ist auch eine Ladeeinrichtung für die Freiburger Elektrobusse untergebracht. Der ehemals vielbefahrene Innenstadtring wurde als städtischer Raum zurückgewonnen. Der Pavillon wird ob seiner Lage am Platz zum Treffpunkt an der Schnittstelle von öffentlichem Verkehr und städtischem Verweilen. (tl)

Fotos: David Franck


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Kommentare

11

Maria Krömer | 10.12.2019 12:16 Uhr

mir gefällts

Gott schütze Jürgen Mayer H.
....oder wer auch immer.....

Danke für den erfrischenden Beitrag zur Baukultur im ansonsten immer langweiliger werdenden Deutschland.

und ebenso Dank an die Stadt Freiburg.

10

auch ein | 10.12.2019 11:54 Uhr

architekt

@STPH :

mit DEM geschwurbel sollten Sie bei der Arch+ oder so anheuern....

9

auch ein | 10.12.2019 11:52 Uhr

architekt

thema verfehlt:
gegen die sonne schützt es nicht, nass wird man auch.

also ist es kein dach.

und furchtbar aussehen tut es auch noch!

8

STPH | 10.12.2019 08:45 Uhr

...

natürlich konkurriert dieser reine Vertikalraum mit den auf Ansicht gearbeiteten Fassaden. Andererseits schließt er an die geschwungene Horizontalbewegung der Straßenbahn und ihrer Schienen an.

der Vertikalraum ist in seiner Gerichtetheit zum All elementarer, während die Hauskörper uns näher sind.

7

STPH | 10.12.2019 07:30 Uhr

...

gebt euch einfach mal der Linie hin. Der von einer Linie umschriebene Raum wirkt leicht.

etwa als Nahraum im Großraum, als Spinnenwebe mit ausgerundeten Ecken der den Blick in Fenster teilt. Raum im Raum. Das ist Mayer und geht auch noch räumlicher, aufregender, als großplastisches Spiel.

die amorphe Oberfläche ist natürlich auf Dauer ein technisches Problem, von dem uns Mayer bestimmt erzählen kann.

in einem asiatischen Garten würde diese Linie auch noch Anschluss an die umgebende Bebauung suchen als Geste.

6

g.k. | 09.12.2019 22:43 Uhr

Bescheidenheit ist eine Zier.

Der Platz wird okkupiert von einer Haltestelle, die nicht mal ihre Primärfunktionen einigermassen erfüllt.
Was für ein erschreckend eitles Projekt.

5

ZIZZITOP | 09.12.2019 22:01 Uhr

Kassel

Ähnlich sinnhaft wie das Vordach des Bahnhofs von Kassel-Wilhelmshöhe!
(hier wird man auch unter dem Dach nass)

Warum kann man die expressive Form nicht mit Nutzungseigenschaften verknüpfen?
Dann würden die Bürger sich vielleicht auch mehr mit moderner Architektur anfreunden.

4

denkste | 09.12.2019 18:35 Uhr

Nächster Halt Amöbe

vor Ort schon mehr als fragwürdig......

3

gerard | 09.12.2019 16:06 Uhr

kooperation

ich empfehle dem planer, sich mit ottmar hoerl zusammen zu tun, dessen gartenzwerge wuerden gut zu seinen bauten passen.

2

Freiburger | 09.12.2019 15:47 Uhr

"Dach"

Das "Dach" ist reine Skulptur und dient weder dem Regen- noch dem Sonnenschutz, wie sich an den darunter aufgestellten Sonnenschirmen gut erkennen lässt.
Der umkurvte "Baumbestand" wurde neu gepflanzt.

1

J M Hübsch | 09.12.2019 15:44 Uhr

Konzept

Schönes Projekt auch ohne Formfindungskonzept

 
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Die Haltestelle am Freiburger Verkehrsknotenpunkt Europaplatz.

Die Haltestelle am Freiburger Verkehrsknotenpunkt Europaplatz.

Das Dach umkurvt den Baumbestand...

Das Dach umkurvt den Baumbestand...

...der Abstand von Baum und Dach mag hier etwas knapp aussehen, aber man stelle sich die Station mit ausgewachsenen Bäumen vor! Hoffentlich lässt Freiburg die Bäume wachsen!

...der Abstand von Baum und Dach mag hier etwas knapp aussehen, aber man stelle sich die Station mit ausgewachsenen Bäumen vor! Hoffentlich lässt Freiburg die Bäume wachsen!

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