Birk Heilmeyer und Frenzel in Offenburg
Deutscher Hochschulbaupreis 2022
Birk Heilmeyer und Frenzel in Offenburg
Deutscher Hochschulbaupreis 2022
Der Deutsche Hochschulbaupreis 2022 geht an das Stuttgarter Büro Birk, Heilmeyer und Frenzel für das Regionale Innovationszentrum für Energietechnik (RIZ Energie) der Hochschule Offenburg. Das Ergebnis wurde vorgestern auf der Gala der Deutschen Wissenschaft bekannt gegeben. Insgesamt waren 22 Projekte durch Hochschulen in Kooperation mit den verantwortlichen Planer*innen eingereicht worden. Die Bauten mussten nach dem 1. Januar 2019 fertig gestellt und übergeben worden sein. Die Jury unter Vorsitz von Susanne Wartzeck vergab wie bereits in den Jahren zuvor neben dem Preis zwei Auszeichnungen:
- Deutscher Hochschulbaupreis 2022: Regionales Innovationszentrum für Energietechnik RIZ der Hochschule Offenburg, Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten (Stuttgart)
- Auszeichnung: Haus der Lehre – Light & Schools, Physik-Schullabor der Universität Hamburg, hammeskrause architekten (Stuttgart)
- Auszeichnung: Universitätsbibliothek der Technischen Universität Chemnitz, ARGE Aktienspinnerei Chemnitz – Siegmar Lungwitz Architekt, Heine Mildner Architekten (beide Dresden), Thomas Rabe Architekt (Berlin)
Verglichen mit dem Gewinner vor zwei Jahren – der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin von Ortner & Ortner Baukunst – wurde dieses Mal ein betont sachlich schlichtes Haus prämiert, in dem technische Aspekte eine zentrale Rolle spielen. Das RIZ Energie besteht im Wesentlichen aus einem Bürotrakt und einer großen Versuchshalle. Es bietet Platz für 60 Forscher*innen und „zeigt in der baulichen Gestaltung und anlagentechnischen Ausrüstung die Energiewende in praktischer Umsetzung“, wie es das Regionale Innovationszentrum für Energietechnik RIZ der Hochschule Offenburg auf seiner Webseite formuliert.
Der Deutsche Hochschulbaupreis wird alle zwei Jahre von der Deutschen Universitätsstiftung unter Schirmherrschaft des Bundesbauministeriums ausgelobt. Die Eberhard-Schöck-Stiftung unterstützt ihn durch ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro. Durchgeführt wird er vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung BBR. Vor vier Jahren ging der Preis an as-if (Berlin) für den ZF Campus der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. An hammeskrause architekten ging auch damals eine Auszeichnung. (gh)
Kommentare
preisfux
dienliche Altagsgestaltung mit begrenztem Herzblut und Standardrepertoire. Die Wahl für das Projekt steht für mich symptomatisch für das Büro und das Verständnis was Bildungsbau transportieren soll. Die Entscheidung der Jury erscheint uninspiriert. Wenn dass das Maß der Dinge im Hochschulbau ist, dann wird's finster...
auch ein architekt
Verstehe Kommentar eins nicht. Das ist doch seelenlose Architektur, frei von Kontext und Idee. Neutral und einfach reproduzierbar. Das bekommt in ein paar Jahren eine KI besser hin. So schaffen wir uns doch langsam ab. Die Anerkennung zeugt da viel mehr von Haltung und Architektur. Der erste Preis ist einfach nur ordentlich gemacht und tut nicht weh.
braunschweiger
BHF haben diesen Preis zurecht verdient, denn nicht nur in Offenburg, schon lange vorher in Kassel oder Oberpfaffenhofen hat das büro gezeigt, dass ihnen Aufgaben in diesem Bereich liegen. Für mich eines der top 5 Büros in Deutschland. Gratuliere ganz herzlich!
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