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07.04.2017

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Doppelgeschossige Ordnung

David Chipperfield Architects bauen in München


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München krempelt sein Bahnhofsviertel um. Allzu schmutzig und wild geht es dort zwar nicht zu, aber Potential für Aufwertung gibt es immer. Und tatsächlich gibt es in nächster Nähe des Bahnhofs noch immer produzierendes Gewerbe. Doch mit dem Bau des neuen Münchner Hauptbahnhofes – der laut aktuellem Stand im Jahr 2029 in Betrieb gehen soll – wird nun auch die Entwicklung des umliegenden Viertels angeschoben. Direkt neben der Spaten-Brauerei wird auf einem knapp 7.500 Quadratmeter großen Grundstück ein neues Gebäude mit den Namen KARL entstehen. Aus dem 2016 ausgelobten Wettbewerb für den Neubau gingen insgesamt drei Zweitplatzierte – David Chipperfield Architects (Berlin), EM2N (Zürich) und Allmann Sattler Wappen (München) – hervor. Der Vorschlag von David Chipperfield konnte die Investoren schließlich für sich gewinnen, sodass bald das erste große Neubauprojekt des Architekten in München zu sehen sein wird.

Ihre Entscheidung begründen die Bauherren mit der „ausdrucksstarken Fassade des Entwurfs“ und auch die „nachhaltige Gebäudestruktur“ soll überzeugt haben. Außerdem ermögliche der quadratische Grundriss eine flexible Nutzung der Büroräumlichkeiten. Die Fassade des Neubaus – in dem überwiegend Büros, aber auch Gastronomie und ein Hotel untergebracht werden – besteht aus großen Betonfertigteilen. Dadurch soll der Bau vor allem „eine höhere materielle Qualität“ bekommen. Außerdem entstehe dadurch der Eindruck, „als wäre das Haus kleiner, als es ist“ – so David Chipperfield, der eine „solche doppelgeschossige Ordnung“ zum ersten Mal verwirklichen wird.

Das Highlight des Baus wird der Innenhof sein, für dessen Gestaltung das Schweizer Landschaftsarchitekturbüro von Enzo Enea (Rapperswil-Jona) verantwortlich ist. Der zentrale Gartenhof wird zweiseitig vom Straßenraum aus für die Öffentlichkeit zugänglich sein und eine Art öffentlichen Platz innerhalb des Grundstücks bilden. Die geplante Fertigstellung des Neubaus ist für 2020 vorgesehen. Das neue Haus soll mithelfen, „den Wandel vom industriellen zum urbanen Stadtraum“ in der Gegend anzustoßen. (mg)


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Kommentare

5

0815 Architekt | 18.04.2017 13:53 Uhr

Chippi

Also ich kann mich nicht anschließen. Wenn der Bau in der dargestellten Strenge und Detaillierung umgesetzt wird, kann man sich doch auf qualitätvolle strenge Architektur freuen. Am allerwenigsten gefällt mir die Bar - Möbel eingespart, bleibt ein belangloser beliebiger Zwischen-Raum. Glaub man dem Rendering.

4

a_C | 10.04.2017 10:03 Uhr

Belanglose Investorenware

Ich kann den ersten beiden Kommentaren nur zustimmen: Das ist keine hochwertige Architektur, allenfalls Durchschnitt.

Das Projekt ist wohl nur hier im Baunetz gelandet, um zu zeigen, dass auch das Büro Chipperfield nicht unfehlbar ist bzw. manchmal für einen guten Auftrag seine eigenen Ansprüche zurückschraubt.

Zur besseren Beurteilung wären ein paar Pläne - wenigstens Grundrisse - schön gewesen; so muss man sich auf die Renderings verlassen, die den Investoren gewonnen und die Kollegen verloren haben...

3

g.k. | 09.04.2017 11:38 Uhr

what

Werter Kollege Peter,

wenn man nichts zu sagen hat, dann darf man auch mal schweigen.

2

peter | 07.04.2017 18:09 Uhr

lost it? what?

was hat er verloren? das mojo?

irgendwie schon. am nettesten sind die render-interieurs der bar, finde ich. das haus selbst? gähn bis ok, standard-investorenware halt. auch ein herr chipperfield muss halt manchmal geld verdienen. war aber schon genauso in stuttgart am killesberg, das ist da auch alles andere als pritzkerverdächtig.

1

Peter | 07.04.2017 16:01 Uhr

Chipperfield?

Oh no! He lost it!

 
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