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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Bildungszentrum_in_der_Hamburger_City_4004523.html

14.08.2014

Giebel am Fleet

Bildungszentrum in der Hamburger City


Ein besonderer Ort erfordert besondere Maßnahmen: An einem der zentralsten Plätze der Hamburger Innenstadt haben Hörter+Trautmann Architekten (Hamburg/Barcelona) einen Neubau im Luftraum oberhalb einer U-Bahn-Trasse errichtet. Ihr Innovations-Campus der Handelskammer (HKIC) am Adolphsplatz baut sich auf nur drei Aufsetzpunkten und einer Kragplatte auf. Eine Elastomer-Schicht schützt die Studierenden der Hamburg School of Business Administration (HSBA), die das Gebäude ebenfalls nutzen, vor Lärm und Schwingungen der U-Bahnlinie 3.

Neben der Herausforderung, direkt über dem Verkehrsbauwerk zu planen, ist das Grundstück ringsum mit historischer Bebauung umgeben. Der Platz befindet sich südlich des Baublockes aus Hamburger Rathaus und Börse. Die Architekten begegnen dem komplexen Kontext mit einem Zitat der für Hamburg typischen Giebelhäuser: Sie sehen das Gebäude mit seiner feingegliederten Fassade als eine zeitgemäße Interpretation des Bautyps, der früher die Hamburger Fleete säumte. Auch die Materialität sorge dafür, dass sich das Gebäude bestens in den Bestand einfüge, sagen die Architekten.

Der Neubau geht auf einen 2008 entschiedenen Wettbewerb zurück, bei dem der Hamburger Architekt Johann von Mansberg als Entwurfsverfasser zum Gewinner gekürt wurde. Ausgeführt wurde der Entwurf jetzt vom Büro Hörter+Trautmann.

Auf einem Sockel baut sich eine vertikal gegliederte Kubatur auf, die je zwei Geschosse zu einer Fassadeneinheit visuell zusammenfasst. Auf das vierte Geschoss baut sich ein dreistöckiges Staffelgeschoss auf, das durch seinen Rücksprung Terrassenbereiche erzeugt: „Orte der Kommunikation und des Stadt-Erlebens“, so die Architekten. Zur Belebung des Platzes beherbergt das Campusgebäude außerdem ein öffentliches Café mit Außenterrasse.

Das markanteste Gestaltungsmerkmal des Gebäudes ist die Fassade aus Glas-Lisenen mit LED-Beleuchtung. Leichtbronze rahmt die – durch dichte vertikale Gliederung geschaffenen – schmalen raumhohen Fensteröffnungen aus hellem Strukturglas. „Während die Tag-Wahrnehmung des HKIC sehr von der wertigen Materialität lebt, wirkt die Nachtansicht umgekehrt durch eine gewisse Entmaterialisierung der Fassade“, erklären die Architekten dazu. (lr)

Fotos: Daniel Sumesgutner


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