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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Baumhaeuser_von_Espen_Suvernik_in_Norwegen_6300615.html

02.04.2019

Ausguck im Muminwald

Baumhäuser von Espen Suvernik in Norwegen


Im norwegischen Østlandet befindet sich ein Teil des großen Waldgebiets Finnskogen, das sich hinter der schwedischen Grenze fortsetzt. Der Name bezieht sich auf finnische Einwanderer, die sich im 17. Jahrhundert in der Gegend niedergelassen hatten. In der dortigen Provinz Hedmark, nahe der schwedischen Grenze und nur zwei Stunden von Oslo entfernt, stehen nun zwei seltsam anmutende Baumhäuser. Der Entwurf für diese anmietbaren Rückzugsorte stammt vom Osloer Architekten Espen Survenik.

Die je 40 Quadratmeter großen, aufgeständerten Nurdachhäuser lassen sich über runde Treppentürmen erreichen, die über eine Brücke mit dem Baukörper verbunden sind. Die mit dunklen Zinkplatten gedeckten Häuser sollen an skandinavische Feuerwachtürme erinnern. Ein Hauptanliegen des Architekten war es jedoch, spezifische Objekte für diesen Wald zu entwickeln. Dabei lieferten ihm die berühmten Mumin-Geschichten der finnlandschwedischen Illustratorin und Autorin Tove Jansson die Inspiration, die von mystischen Waldlandschaften mit kleinen, gemütlichen Häuser erzählen.

In jedem Baumhaus können sechs Personen übernachten, in die Innenwände integrierte Klappbetten sorgen bei Bedarf für mehr Schlafplatz. Jede Kabine verfügt über ein kompaktes Badezimmer, eine Pantryküche und einen Kamin. Die Fronten der Häuser sind vollverglast und holen die Baumwipfel in den Wohnbereich. Die Innenwände sind mit hellem Holz verkleidet. Bei Espen Surveniks Kirche in Våler war Holz auch Fassadenmaterial – im Finnskogen soll jedoch eine schwarze Oberfläche die Baumhäuser deutlich als „von Menschen geschaffene Objekte“ kennzeichnen, so der Architekt.

Der Bauherr – und zugleich der Inhaber des Waldgrundstücks –, die PAN Tretopphytter AS, plant bereits eine Realisierung von zwei weiteren Kabinen. Sie sollen auf demselben Prinzip basieren, das der jeweiligen Topografie angepasst wird. (mg)

Fotos: Rasmus Norlader


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Zwei Baumhäuser stehen schon im norwegischen Finnskogen; zukünftig sollen es mehr werden.

Zwei Baumhäuser stehen schon im norwegischen Finnskogen; zukünftig sollen es mehr werden.

Als Inspirationsquelle für die Nurdachhäuser dienten die fantasievollen Mumin-Geschichten von Tove Jansson.

Als Inspirationsquelle für die Nurdachhäuser dienten die fantasievollen Mumin-Geschichten von Tove Jansson.

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