Ausgezeichneter Nachwuchs
BDA-Preis max40 vergeben
Die Preisträger*innen des max40 stehen fest. Der undotierte Preis würdigt herausragende Arbeiten junger Architekt*innen, die das 41. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und ihrer Tätigkeit in einem der auslobenden BDA-Landesverbände nachgehen.
Während max40 in den Jahren 2000, 2006 und 2011 ausschließlich vom BDA Hessen vergeben wurde, erfolgt die Auslobung seit 2016 gemeinsam mit weiteren Landesverbänden. In der letzten Runde 2021 beteiligten sich acht, in der aktuellen Ausgabe nun zehn Landesverbände: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.
Aus 109 Einreichungen wählte die Jury sieben Preise sowie elf Anerkennungen. Im Fokus standen Projekte, die sich schwerpunktmäßig sozialen Fragestellungen, Nachhaltigkeit und dem Weiterbauen im Bestand widmen. Alle Auszeichnungen im Überblick:
Preise:
- Das robuste Haus, Mehrgenerationenhaus Görzer Straße in München von Gesche Bengtsson, Elena Masla und Zora Syren (etal. ArchitektInnen); Bauherrschaft: Görzer128GmbH, bestehend aus Hausverein und Mietshäuser Syndikat
- Umbau eines 60er-Jahre-Hauses in Gauting bei München von Lena Maria Eder und Benjamin Eder (architekturbuero eder); Bauherrschaft: privat
- Haus mit gehobenem Dach in Tiefenbach bei Passau von Maximilian Hartinger Architekt; Bauherrschaft: Christina und Robert Roßgoderer
- Föhringsmühle, Umbau einer Scheune in Dudeldorf von Ines Streit und Dominik Marx (Ideenschmiede); Bauherrschaft: Silke Germann
- Pionierwohnen im NQ, Neckarspinnerei Quartier in Wendlingen am Neckar von Christiana Weiß, Paul Vogt und Elif Kälberer (Adapter e.V.); Bauherrschaft: Adapter e.V.
- Das Bedürfnis, Projektraum in ehemaliger Bedürfnisanstalt in Halle (Saale) von Tim Mahn Architekt; Bauherrschaft: Das Bedürfnis e.V.
- Kulturdachgarten in München von Benedict Esche, Lionel Esche (Kollektiv A); Bauherrschaft: M.T.M. Group, München
Anerkennungen:
- TINA flexibles Büro- und Wohngebäude in Breisach am Rhein von Lisa Häberle und Valerio Calavetta (Studio Sozia Calavetta Häberle Architekten); Bauherrschaft: privat
- Atelierhaus in Bobingen von Ludwig Zitzelsberger Architekt; Bauherrschaft: Christine Gruber
- Form Follows Schaf, Neubau eines Einfamilienhauses in Burgsinn von Tobias Ruppert (ToB.Studio); Bauherrschaft: Familie Schneider
- Transformation eines Mehrfamilienhauses in Darmstadt von Lisa Schneider und Cornelia Baumeister (Liesl Baumeister Architekten); Bauherrschaft: Nina und Markus Zoch, Brigitte Schneider
- Waldhaus in Tellerhäuser von Florian Voigt; Bauherrschaft: privat
- Grauer Star von Moritz Einselen und Maximilian Kirchmann (BOLTE | Einselen & Kirchmann Architekten); Bauherrschaft: privat
- Kleinhaus in Immenstadt im Allgäu von Clemens Hoyer und Sophie Kotter; Bauherrschaft: Christopher Gerden
- Ferienhaus 50 für 4 in Kraichgau von Lisa Schneider und Peter Hoffmann (Schneider Hoffmann Architekten); Bauherrschaft: privat
- Bedürfnisanstalt im Park an der Ilm in Weimar von Julia Naumann und Max Wasserkampf (Naumann Wasserkampf Architekten); Bauherrschaft: Klassik Stiftung Weimar
- Walderlebniszentrum Leupoldishain in Königstein (Sächsische Schweiz) von Tobias Maisch (FRIDA Architekten); Bauherrschaft: Staatsbetrieb Sachsenforst, Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz
- Schulzentrum in Davos von Otto Closs und Marc Ritz (CURA Architekten); Bauherrschaft: Gemeinde Davos
Der diesjährigen Jury gehörten Bettina Götz (ARTEC Architekten), Peter Cachola Schmal (Deutsches Architekturmuseum), Friederike Kluge (Alma Maki), André Kempe (Atelier Kempe Thill) und Kristina Ziadeh (studio*k Architecture) an.
Die Preisverleihung und Eröffnung der Ausstellung der prämierten Arbeiten findet am Freitag, 27. Februar 2026, um 19 Uhr im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt am Main statt. (dsm)
Während die Altersgrenze des max40 bei 40 Jahren liegt, hat man im Norden Deutschlands noch fünf Jahre mehr Zeit für die Umsetzung seiner Projekte: Für den MAX45 der Landesverbände Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg – zuletzt vergeben 2025 –, dürfen die Teilnehmenden maximal 45 Jahre alt sein. Und der BDA Berlin geht als einziger Landesverband eigene Wege: Hier wird im Dreijahresrhythmus der Hans Schaefers Preis ausgelobt.