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23.01.2026
Otto Wagners Waffen auf Papier
Ausstellung in Berlin
Otto Wagner (1841–1918) ist vor allem für seine Bauten in Wien bekannt, die als Schlüsselwerke an der Schwelle zur frühen Moderne gelten. Weniger geläufig ist, dass der junge Wagner 1860/61 an der berühmten Bauakademie in Berlin studierte. Später nahm er auch an zwei wichtigen Wettbewerben in der preußischen Hauptstadt teil – nämlich für den Berliner Dom (1890/91) und das Reichstagsgebäude (1882).
Die dazugehörigen Blätter und viele weitere Zeichnungen Wagners kann man ab nächster Woche in Berlin bestaunen. Im dortigen Museum für Architekturzeichnung der Thoban Foundation eröffnet am Freitag, 30. Januar 2026 die Ausstellung „Otto Wagner. Architektur des modernen Lebens“, die von Andreas Nierhaus, Kurator für Architektur am Wien Museum, verantwortet wird. Die Exponate stammen aus der Sammlung des Wien Museums und werden in dieser Form zum ersten Mal in Deutschland gezeigt.
Gegliedert in sechs Kapitel widmet sich die Schau den wichtigsten Stationen und Themen in Wagners Karriere. Der Rundgang führt von kaum bekannten Frühwerken über zentrale Jugendstil-Projekte im Kontext der Wiener Secession bis zu den weltberühmten Bauten der Spätzeit, die auf traditionelle Ornamente verzichteten – wie die 1906 eröffnete Postsparkasse am Wiener Ring. Die Ausstellung kombiniert Zeichnungen aus Wagners Büro mit einer Analyse ihrer kompositionellen und technischen Charakteristika. Sie möchte aufzeigen, wie er seine Zeichnungen strategisch als „Waffen aus Papier“ im Kampf für die moderne Architektur einsetzte, schreiben die Veranstalter*innen.
Eröffnung: Freitag, 30. Januar 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 31. Januar bis 17. Mai 2026
Ort: Tchoban Foundation, Museum für Architekturzeichnungen, Christinenstraße 18a, 10119 Berlin
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Wettbewerbsprojekt für das Reichstagsgebäude in Berlin, 1882

Studie für den Berliner Dom, 1890/91, Bleistift und Feder laviert, 57,5 × 81,4 cm

Idealentwurf des 22. Wiener Gemeindebezirks, 1911, Bleistift und Feder laviert, 60,5 × 81,7 cm
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