Zukunftszentrum in Halle (Saale)
Alle Beiträge aus der zweiten Wettbewerbsphase
In Halle (Saale) soll bald das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation entstehen. Mit ihm wird eine neue Institution geschaffen, die sich „mit gesellschaftspolitischen Zukunftsthemen im Lichte der Transformationsjahre der europäischen Wiedervereinigung“ befassen will. Gemeinsam mit dem Bundesbauministerium (BMWSB) lobte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) den Wettbewerb für einen entsprechenden Neubau aus.
Dieser soll am Riebeckplatz nahe dem Hauptbahnhof entstehen. Die Auslober forderten ein „nachhaltiges, energieoptimiertes und klimagerechtes“ Haus, das dem „Vorbildcharakter für Bundesbauten“ gerecht werden soll. Ende April gab die Jury ihr Urteil im offenen, zweistufigen Planungswettbewerb bekannt. Inzwischen hat das BBR auch die übrigen Arbeiten der zweiten Phase veröffentlicht. Insgesamt vergab das Preisgericht drei Preise und vier Anerkennungen:
Preise:
- 1. Preis: Richter Musikowski Architekten mit ST raum a. Landschaftsarchitektur
- 2. Preis: Sturm und Wartzeck (Dipperz) mit weihrauch+fischer (Solingen)
- 3. Preis: AV1 Architekten (Kaiserslautern) mit HDK Dutt + Kist (Saarbrücken)
Anerkennungen:
- Anerkennung: kister scheithauer gross (Köln) mit Sassglaesser Landschaftsarchitekten (Berlin)
- Anerkennung: Grossmann Architektur mit studio/cm (beide Halle (Saale)) und Schieferdecker Landschaftsarchitektur (Dresden)
- Anerkennung: Franz und Sue (Wien) mit ERNST ² Architekten (Stuttgart) und EGKK Landschaftsarchitektur (Wien)
- Anerkennung: matrix architektur mit SoerenHoeller Architektur (beide Rostock) und arbos landscape (Hamburg)
Die Bildgalerie zeigt alle Einreichungen der zweiten Phase. (tg)
Bis zum 13. Juli 2025 zeigt eine Ausstellung im Salinemuseum Halle (Saale) alle 126 Einreichungen und zusätzlich die Modelle der zweiten Phase.
Eigentlich sieht man allein an der Größe der Menschen in der Perspektive, wie maßstabslos dieses Gebäude entworfen wurde. Daneben wird sich niemand wohlfühlen. Sicherlich ist die Form ganz schön, aber das allein macht leider noch keine gute Architektur.
Am Ende wird das Teil tagsüber so verspiegelt und anonym daherkommen wie viele moderne Gebäude.
Ich bin gespannt auf den Sonnenschutz und die Kosten, das Gebäude zu kühlen. Dann doch lieber Kreise.
Wenn Zukunftsarchitektur nur darauf zielt, dass es irgenwie in der Stadt-Landschaft anders aussehen, höher, Kontrapunkt im Umfeld sein soll, dann hat Architektur den Geist verloren.
Es wird kein Centre Pompidou, es wird kein Bilbao und kein Graz.
Kisten und irgendetwas mit Zukunft, das kann dann auch KI.
Glaskisten, ob verdreht und eingedellt sind tagsüber schwarz. In einem grünen Umfeld eine tödliche Falle.
Erfordern viel Haustechnik.
Beim 2. Preisträger kann man sich vorstellen, wie gut Innen- und Außen-Raum zusammengeht.
Ein sehr gemischtes Ergebnis.
Vielen Dank, dass man hier alle eingereichten Arbeiten sehen konnte. Da waren Projekte im Vorfeld dabei, die man sehen können sollte.
Für ein Fachpublikum angemessen.